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2G-Regel im Amateursport? Corona-Maßnahme in NRW wohl wieder geändert

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Von: Benedikt Ophaus, Daniel Großert

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Im Amateursport gilt nach den neuen Corona-Regeln in NRW 2G. Oder etwa doch nicht? Die Landesregierung ändert die Maßnahmen offenbar wieder.

Hamm - Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Zügel erkennbar angezogen: Nach der Einführung einer neuen Corona-Schutzverordnung gelten neue und vor allem strengere Regeln in NRW. In vielen Bereichen - speziell in der Freizeit - gilt nun die 2G-Regel. Danach stellten sich auch die Vereine im Amateursport darauf ein, dass nur noch Geimpfte und Genesene am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen dürfen. Doch jetzt ruderte die Landesregierung offenbar zurück.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Doch kein 2G im Amateursport? NRW-Landesregierung rudert offenbar zurück

Wie der Landessportbund (LSB) NRW am Donnerstag mitteilte, dürfen nicht geimpfte oder genesene Amateursportler doch noch am Spiel- und Trainingsbetrieb ihrer Mannschaften teilnehmen. Die Landesregierung habe auf Nachfrage die seit Mittwoch gültige Corona-Schutzverordnung angepasst. Der Landessportbund hatte nach eigenen Angaben bei einigen Formulierungen „Interpretationsspielräume“ gesehen.

In der neuen Verordnung sollen Amateursportler mit Profis gleichgestellt werden. Voraussetzung dafür ist laut LSB, dass sie an „offiziellen Ligen und Wettkämpfen“ teilnehmen - und zwar in Sportarten, „deren Fachverbände dem Landessportbund NRW oder einer Mitgliedsorganisation des DOSB angehören“.

Für ungeimpfte Sportler gilt jetzt statt der 2G- die 3G-plus-Regelung. Das Besondere daran: Den Aktiven genügt kein gewöhnlicher Antigen-Schnelltest, sie müssen einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter sein darf als 48 Stunden und meist mindestens 60 Euro kostet.

Doch kein 2G im Amateursport? Neue Regeln auch für Trainer und Betreuer

Auch für Trainer, Übungsleiter und Betreuer hat sich etwas geändert: Galt eine 3G-Ausnahme im Amateursport ursprünglich lediglich für Mitarbeitende wie Platzwarte und Helfer in Kiosken, können jetzt auch sie ihrer Tätigkeit nachgehen, wenn sie nicht geimpft oder genesen, aber getestet sind. Sie benötigen anders als die Sportler selbst lediglich einen maximal 24 Stunden alten, kostenlosen Antigen-Schnelltest, müssen dafür aber durchgehend eine medizinische Maske tragen. Für Zuschauer gilt weiter die 2G-Regel.

Ein Fußball liegt in einem Tor, das auf einem leeren Fußballplatz steht.
Mit der neuen Corona-Schutzverordnung gilt auch im Amateursport in NRW 2G. Oder etwa doch nicht? Die Landesregierung ändert die Regeln wohl wieder. © Patrick Seeger/dpa

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte bei der Vorstellung der neuen Corona-Schutzverordnung noch gesagt, dass nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Amateursportler von der neuen 2G-Regel betroffen sind. Nun ruderte die Landesregierung auf Nachfrage des Landessportbundes also zurück, sodass auch Ungeimpfte weiterhin für ihre Vereine zum Einsatz kommen dürfen.

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