Raffael soll bei Schalke Personalsorgen lindern

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Raffael bewies in der Bundesliga vor allem beim Hertha BSC Berlin seine Klasse

GELSENKIRCHEN - Die Schalker Medienabteilung verfiel in ihrer Pressemitteilung in eine gewisse Jahrmarkt-Sprache, als sie Verpflichtung von Raffael, dem ehemaligen Spielmacher von Hertha BSC, bekannt gab. Der Brasilianer wurde da als jemand gerühmt, der während seiner bisherigen Bundesliga-Zeit „durch Tempo und Technik als Torschütze wie als Vorbereiter“ überzeugt habe. Es klang ein wenig so, als würde ein alternder Revolverheld in die Stadt kommen.

Von Jens Greinke

Tatsächlich ist Raffael erst 27 Jahre jung, also im besten Fußball-Alter. Und ein Spieler, von denen sich die Schalker sofortige Hilfe im kreativen Mittelfeld versprechen. Dort herrscht spätestens seit der Verletzung von Ibrahim Afellay, der mindestens noch zwei Monate fehlen wird, akuter Notstand. „Wir freuen uns, dass es geklappt hat“, sagt Manager Horst Heldt zur Verpflichtung von Raffael. Und Jens Keller ergänzt: „Er hat seine Klasse in der Bundesliga bereits bewiesen. Er kann auf der Sechs oder auf der Zehn spielen“, so der neue Cheftrainer.

Der Brasilianer hat während seiner Zeit bei Hertha BSC (2008 bis 2012) tatsächlich oftmals seine Klasse bewiesen. Raffael Caetano de Araujo, wie er mit vollem Namen heißt, erzielte in 110 Bundesliga-Spielen 23 Tore, in der zweiten Liga kam er in 30 Partien auf zehn Tore. Im vergangenen Sommer war Raffael nach Herthas Abstieg in die Zweitklassigkeit nach Dynamo Kiew gewechselt, wo er aber nicht glücklich wurde. „Ich freue mich riesig in die Bundesliga zurück zu kehren“, ließ der 27-Jährige übermitteln, der sich am Mittwoch noch im deutschen Konsulat in Amsterdam aufhielt, wo er auf sein Visum wartete, das für seine Arbeitserlaubnis notwendig ist.

„Freue mich riesig, in die Bundesliga zurückzukehren“: Bei Dynamo Kiev wurde Raffael nicht glücklich

„Wir gehen davon aus, dass er am Donnerstag zur Mannschaft stoßen wird“, sagt Heldt. Der Wechsel Raffaels nach Schalke erfolgt bis zum Saisonende auf Leihbasis, danach haben die Gelsenkirchener eine Kaufoption mit Kiew vereinbart. Ob Raffael bereits am Freitag beim Rückrundenauftakt gegen Hannover 96 im Kader stehen wird, will Keller noch nicht bestätigen: „Wir müssen erst einmal sehen, wie fit er ist.“ Aufgrund dieses Neuzugangs ist es gut möglich, dass Lewis Holtby nun doch schon in der Winterpause zu Tottenham Hotspur wechselt. „Abwarten“, sagt Horst Heldt, ehe er zugibt, „dass Tottenham überlegt, Lewis vorzeitig zu holen“. Was zwei Vorteile mit sich brächte: Zum einen muss Holtby nicht befürchten, von den Schalker Fans mit Pfiffen bedacht zu werden, weil er das Angebot der Vertragsverlängerung bei den Königsblauen abgelehnt hat. Zum anderen würde im Falle eines vorgezogenen Wechsels noch eine kleine Ablösesumme für Schalke fällig.

Dass es bis zum Ende der Transferfrist am 31. Januar noch weitere Wechsel geben wird, will Heldt nicht bestätigen. „Wir sondieren den Markt“, sagt der Manager. Gegen Hannover 96 müssen die Schalker im eigenen Stadion noch mit einigen Ausfällen leben. Neben Afellay fallen der verletzte Kyriakos Papadopoulos sowie die gesperrten Jermaine Jones und Klaas-Jan Huntelaar aus. Geklärt ist derweil, wer unter Jens Keller die Nummer eins im Schalker Tor ist ist. „Timo Hildebrand“, sagt Schalkes Cheftrainer, der in dieser Beziehung auf eine klare Hierarchie setzt. Noch keine Entscheidung ist über die Nummer zwei gefallen. Nach Kellers Aussage liefert sich Ralf Fährmann und Lars Unnerstall ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Quelle: wa.de

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