Überragender Holtby beim Schalker Torfestival

GELSENKIRCHEN ▪ Das Rückrunden-Motto für den FC Schalke 04 war in der Winterpause nicht schwer zu ermitteln. „Wir dürfen uns nicht mehr viel erlauben“, hatte beispielsweise Manager Horst Heldt die Ausgangslage für die zweite Halbserie recht prägnant beschrieben. Nach rasanten 90 Minuten am Freitagabend durften die Königsblauen von sich behaupten, den ersten kleinen Teil der langen Mission erfüllt zu haben. Der 5:4 (1:0)-Erfolg über Hannover war ein spektakulärer Befreiungsschlag des zuletzt so gebeutelten Schalker Teams.

Angesichts der personell angespannten Lage waren Jens Keller nicht viele Variationsmöglichkeiten geblieben. Kyriakos Papadopoulos und Ibrahim Afellay (beide verletzt) fehlten ebenso wie die gesperrten Klaas-Jan Huntelaar und Jermaine Jones. Schalkes neuer Cheftrainer baute die Mannschaft so behutsam wie möglich um, ließ Ciprian Marica vorn und Marco Höger im defensiven Mittelfeld auflaufen. Neuzugang Raffael fand seinen Platz zunächst auf der Auswechselbank. Für den Brasilianer, der erst am Donnerstag die erste Trainingseinheit mit den Schalkern absolviert hatte, kam ein Einsatz von Beginn an noch zu früh.

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Torfestival bei Schalker Sieg gegen Hannover

Das Schalker Team versuchte, die von Keller geforderten Spielweise zu beherzigen. Die Gastgeber setzten die Hannoveraner in der ersten Viertelstunde durch engagiertes Forechecking unter Druck. Dabei ragte vor allem der hoch motivierte Lewis Holtby heraus. Der 22-Jährige, dessen Wechsel zu Tottenham Hotspur feststeht, entging auf diese Art und Weise dem befürchteten Pfeifkonzert der Fans und bestätigte zugleich seine Ankündigung, bis zuletzt alles für Schalke zu geben. Zwei frühe Kopfbälle durch Marco Höger (3.) und Julian Draxler (4.) weckten die Hoffnung auf ein schnelles Tor – diese wurde aber letztlich enttäuscht. Schalke dominierte zwar die Partie, verpasste es aber in der Folge, sich nennenswerte Torchancen zu erarbeiten.

Ein langer Einwurf von Christian Fuchs leitete schließlich doch noch vor dem Pausenpfiff die Schalker Führung ein. Hannovers Johan Djourou verlängerte den Ball, der so zu Jefferson Farfan gelangte. Der Peruaner ließ sich diese Chance nicht entgehen und hämmerte den Ball aus spitzem Winkel zum 1:0 in die Maschen.

Der zweite Durchgang lieferte dann fast alles, was ein Fußballspiel so bieten kann. Vor allem Tore. Nachdem in der 49. Minute durch das 2:0 von Julian Draxler die Vorentscheidung scheinbar gefallen war, schmolz der Vorsprung wenig später innerhalb von fünf Minuten: Sergio Pinto verkürzte zunächst durch einen abgefälschten Schuss (55.), danach traf Szabolcs Huszti zum 2:2 (60.). Doch die Schalker kämpften weitere um den für sie so wichtigen Erfolg. Marco Högers 3:2 (64.) und Ciprian Maricas 4:2 (67.) sorgten dafür, dass die Stimmung unter den Schalker Fans wieder ins Euphorische umschlug. Huszti gelang im direkten Anschluss (68.) der erneute Führungstreffer, doch eine Minute vor dem Schlusspfiff erzielte Holtby nach glänzender Vorarbeit von Farfan das 5:3, dem Diouf in der Nachspielzeit noch den Treffer zum 5:4-Endstand folgen ließ. ▪ Jens Greinke

Quelle: wa.de

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