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Schalkes Simon Terodde erklärt seinen Torjubel und wie er ihn stets anders interpretiert

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Von: Marcel Guboff

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Nach einem Treffer jubelt Schalkes Stürmer Simon Terodde immer mit der gleichen Geste. Was steckt dahinter? In einem Interview spricht er über seinen Torjubel. 

Hamm - Elf Tore in neun Spielen in der laufenden Saison in der 2. Liga. Simon Terodde ist für den FC Schalke 04 der Tor-Garant schlechthin. Nach seinen Treffern fällt der 33-Jährige dabei stets mit einer gewissen Geste auf.

FußballspielerSimon Terodde
Geboren2. März 1988, Bocholt
Größe1,92 Meter
EhepartnerLaura Terodde

Simon Terodde (Schalke): Das steckt hinter der Geste meines Torjubels

Denn der Torjubel des Stürmers ist stets der gleiche: Nach seinen Erfolgen vor dem gegnerischen Gehäuse freut er sich immer mit der flachen Hand vor der Stirn. So, als wäre er auf der Suche nach etwas. Was steckt dahinter?

Die Erklärung ist recht simpel. „Nach einem Kopfballtor mit Union Berlin in Duisburg habe ich im grellen Schein des Flutlichts meine Eltern auf der Tribüne gesucht“, erklärte Simon Terodde im Interview mit dem Kicker. „Diese Geste habe ich dann einfach beibehalten.“

Schalkes Stürmer weiter: „Mittlerweile symbolisiere ich mit dieser Handhaltung zumeist, dass ich den Vorlagengeber suche. Bei Auswärtsspielen sind es oftmals aber auch unsere mitgereisten Fans, die ich anvisiere.“ Die Geste des Torjubels ist also immer die gleiche, die Auslegung kann variieren.

Schalkes Simon Terodde stellt Tor-Rekord von Dieter Schatzschneider

Mit all seinen Treffern hat sich Simon Terodde längst in die Geschichtsbücher eingetragen. Beim jüngsten 3:0 von Schalke 04 gegen Ingolstadt hatte er mit seinem 153. Zweitliga-Treffer den Tor-Rekord von Dieter Schatzschneider aus dem Jahr 1987 eingestellt.

Fußball: 2. Bundesliga, Hansa Rostock - FC Schalke 04, 8. Spieltag, Ostseestadion. Simon Terodde vom FC Schalke 04 bejubelt seinen Treffer zum 0:1.
Simon Terodde visiert bei seinem Torjubel Fans, Vorlagengeber und Verwandte an. © Danny Gohlke/dpa

An dem Erfolg, den der Angreifer in seiner bisherigen Karriere hatte, hätten insbesondere zwei seiner ehemaligen Trainer einen großen Anteil, wie Simon Terodde in dem Interview rückblickend sagte: „Ohne Frank Schaefer hätte ich nie erreicht, was ich erreicht habe. Ich stand damals vor einer sportlich sehr ungewissen Zukunft, mir fehlte die Perspektive, als er mich 2009 zum 1. FC Köln geholt hat.“

Simon Terodde erklärt bewussten „Rückschritt“ von der 2. Liga in die Regionalliga

Damals hatte sich der Stürmer in der zweiten Mannschaft der Rheinländer „bewusst für den Rückschritt in die Regionalliga entschieden. Aus heutiger Sicht muss ich sagen: Das war eine der wegweisenden Entscheidungen in meinem Leben.“ Vor dem Wechsel nach Köln hatte Simon Terodde bereits beim MSV Duisburg in der 2. Liga gespielt.

Ebenfalls eine wichtige Rolle spielte für den Stürmer in seiner Zeit beim VfL Bochum Peter Neururer in seiner Entwicklung. „Er hatte die Fähigkeit, mich starkzureden. Ich erinnere mich, was er damals im Kicker über mich sagte: ‚Der Simon Terodde ist wahnsinnig schnell! Und in einer überragenden Form.‘ Ich war nie ein Pfeil auf dem Feld und zu jener Zeit Bankdrücker in Berlin, aber Peter Neururer hat das so gut vermittelt, dass ich das selbst geglaubt habe. Es lief dann für mich fast wie von alleine.“

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