Remis gegen Paderborn

Schöpf klagt über ausgebliebenen Elfmeter-Pfiff für Schalke - zu Recht?

Schalkes Alessandro Schöpf klagte über einen nicht gegebenen Elfmeter gegen Paderborn.
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Schalkes Alessandro Schöpf klagte über einen nicht gegebenen Elfmeter gegen Paderborn.

Schalkes Alessandro Schöpf klagte nach dem Remis gegen Paderborn über einen nicht gegebenen Elfer von Schiedsrichter Dr. Felix Brych. Zu Recht?

  • Alessandro Schöpf beklagte sich über einen nicht gegebenen Elfmeter für Schalke.
  • Der Mittelfeldspieler fühlte sich von Paderborns Sebastian Schonlau klar gefoult.
  • Hat der Schalker mit seiner Anklage recht?

Gelsenkirchen - Für Alessandro Schöpf war es eine klare Sache: Es hätte Elfmeter für Schalke 04 geben müssen. Was war passiert? Nach dem Wiederbeginn des Heimspiels der Königsblauen gegen den SC Paderborn kam der Österreicher nach einem vermeintlichen Foulspiel im Strafraum vom Paderborner Abwehrspieler Sebastian Schonlau zu Fall.

"Nach meiner Wahrnehmung hat mich der Gegenspieler ganz klar am Fuß getroffen - und deswegen war es ein klarer Elfmeter", sagte Schöpf nach dem mauen 1:1 der Schalker gegen Paderborn: "Für mich ist es unerklärlich, wie man diese Situation nicht pfeifen kann."

Schiedsrichter Dr. Felix Brych habe zu Schöpf gesagt, "dass ein zweiter Ball im  Spiel war. Ich selbst habe allerdings keinen zweiten Ball gesehen", erklärte der 26-Jährige: "Und dann hat er noch gesagt, dass es für einen Elfmeter zu wenig war." Der Referee entschied nach Austausch mit dem Video-Assistenten Robert Hartmann in Köln für diese Szene in der 46. Minute keinen Strafstoß zu geben. Zu Recht? Stimmen die Argumente von Brych?

Schöpf beklagt nicht gegebenen Elfmeter für Schalke gegen Paderborn: Das sagt das DFB-Regelwerk

Fakt ist: Die TV-Bilder zeigen, dass unmittelbar vor dem vermeintlichen Foul an Schalkes Mittelfeldspieler ein zweiter Ball auf den Platz geflogen war - übrigens nicht zum ersten Mal im Laufe des Duells mit dem SC Paderborn.

Bilder

Das aktuelle Regelwerk des DFB besagt, dass der Unparteiische das laufende Spiel im Falle eines zweiten Balls nur dann unterbrechen und mit einem Schiedsrichterball fortsetzen muss, "wenn das Spielgeschehen gestört wurde. Wenn der Ball ins Tor geht und kein Spieler des verteidigenden Teams aufgrund des Eingriffs am Spielen des Balls gehindert wurde, zählt der Treffer, selbst wenn es zu einem Kontakt mit dem Ball gekommen ist, es sei denn, der Eingriff erfolgte durch das angreifende Team." Dazu müsse er "das Spiel weiterlaufen lassen, wenn das Spielgeschehen nicht gestört wurde, und das störende Element so schnell wie möglich entfernen lassen".

Schöpf beklagt nicht gegebenen Elfmeter für Schalke gegen Paderborn: Zweiter Ball weit weg von der Szene

Da der zweite Ball weit hinter dem Paderborner Strafraum auf den Rasen geflogen war, hätte der Schiedsrichter die Partie - und damit auch die Szene zwischen Schöpf und Schonlau - zunächst weiterlaufen lassen können, auch wenn das sicher eine Sache des Interpretationsspielraums ist. Zumal es - wie erwähnt - nicht das erste Mal vorgekommen war.

Brych argumentierte demnach damit, die Partie aufgrund des zweiten Balls unterbrochen zu haben. Doch selbst, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre: War es tatsächlich ein Foul von Schonlau an Schöpf? Der Paderborner trifft den Schalker zwar tatsächlich am Fuß, doch dürfte diese Berührung für einen Strafstoß zu wenig gewesen sein, zumal sich Schöpf das Schienbein gehalten hatte. Hätte Brych sich diese Szene angeschaut, hätte er durchaus zu dieser Erkenntnis kommen können.

Hinterher meinte auch Schöpf: "Schiedsrichter-Entscheidungen sind Tatsachen-Entscheidungen. Und da auch der Video-Schiedsrichter nicht eingegriffen hat, gab es eben keinen Elfmeter für uns." Und: "Im Großen und Ganzen geht das Ergebnis in Ordnung, Paderborn hat sich den Punkt auch verdient."

Zumindest in dieser Hinsicht gab es wohl keine zwei Meinungen.

Für Schalke wird es auch am Sonntagabend noch einmal spannend, wenn die Auslosung der Viertelfinals im DFB-Pokal anstehen.

Quelle: wa.de

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