Neue Diskussionen

Matthäus schlägt Lösung für das Schalker Torwart-Problem vor

Schalke 04 hat ein Torwartproblem. Darüber sind sich viele Experten einig. So auch Lothar Matthäus, der allerdings eine Lösung parat hat. Sie heißt nicht Alexander Nübel.

  • S04-Keeper Markus Schubert machte beim Derby gegen den BVB eine unglückliche Figur.
  • Die Torwart-Diskussion bei Schalke 04 wird nach der Coronavirus-Pause neu entfacht.
  • Lothar Matthäus hat eine Lösung für die kommende Saison im Schalker Tor parat.

Update vom 19. Mai, 16 Uhr: Der Bundesliga-Neustart ist gerade einmal wenige Tage alt und schon wird heiß diskutiert rund um Schalke 04. Besonders auf Keeper Markus Schubert haben es die Experten abgesehen. Königsblau hat ein Torhüter-Problem, heißt es. So auch die Meinung von Weltmeister Lothar Matthäus. "Der Wechsel von Nübel nach München mit all seinen Begleitumständen, hat der ganzen Mannschaft und vor allem den beiden Schlussmännern geschadet. Beiden geht das Ganze zu sehr an die Substanz und sie patzen seit Wochen im Gleichschritt", schrieb Matthäus in seiner Kolumne 'So sehe ich das' bei Sky.

Schalkes Trainer David Wagner hatte den im Sommer aus Dresden gekommenen Markus Schubert zur neuen Nummer eins ernannt, nachdem Alexander Nübel vor der Coronavirus-Pause mehrfach gepatzt hatte. Allerdings: Nach Fehlern gegen den VfL Wolfsburg und den FC Bayern patzte Schubert auch im Derby gegen den BVB am vergangenen Samstag. Fehlende Reife oder Mangel an Qualität bei Schubert?

Schalke 04: Lothar Matthäus spricht sich für Ralf Fährmann im Tor aus

Einen neuen Keeper wird sich Königsblau im kommenden Transferfenster wohl nicht leisten können. Lothar Matthäus hat deshalb eine passende Lösung parat. Und die befindet sich bereits in den eigenen Reihen bei Schalke 04. "Am Ende ist man in Gelsenkirchen vielleicht doch ganz glücklich darüber, dass Ralf Fährmann im Sommer wieder kommt", so Matthäus.

Zurzeit ist Fährmann an den norwegischen Erstligisten SK Brann Bergen ausgeliehen. Für die kommende Spielzeit jedoch soll Fährmann wieder ein fester Bestandteil der Schalker Mannschaft werden. Dann gar als neue Nummer eins? "Der war schließlich Kapitän, Identifikationsfigur und Anführer. Und wenn er an seine guten Zeiten anknüpfen kann, könnte das die Lösung sein", so Matthäus. Eine Lösung müssen die Knappen wohl auch für die Verteidigung finden. Dort steht eine Stammkraft unmittelbar vor dem Absprung.

Europameister bescheinigt Schalke 04 ein Torwartproblem

Update vom 18. Mai, 11.22 Uhr: Die Ansage von Sportvorstand Jochen Schneider war klar: Schalke 04 geht mit Ralf Fährmann und Markus Schubert auf der Torhüterposition in die kommende Saison. Der Kampf um die Nachfolge von Alexander Nübel ist eröffnet. Seit Samstag nach der Derby-Pleite gegen Borussia Dortmund (0:4) ist jedoch klar: Der junge und talentierte Schubert hat noch einen langen Weg vor sich.

Während ausgerechnet Ex-BVB-Keeper Romand Weidenfeller bis zum Ende der Saison einen Torwarttausch bei Schalke 04 in Erwägung zog, wurde Europameister Markus Babbel ebenfalls deutlich. "Mit Sicherheit haben sie ein Torwartproblem", sagte Babbel bei Sky90. Allerdings gelte dies auch für den zum FC Bayern wechselnden Alexander Nübel, der vor seiner Degradierung ebenfalls keine gute Figur machte. "Das ist eine Position, wo gerade einer der beiden diese Rolle nicht ausfüllen kann, was ich sehr schade finde. Weil beide in meinen Augen hoch talentiert sind", so Babbel, der anfügte: "Aber sie bringen gerade ihr Talent nicht auf den Platz. Das ist auch eine sehr wichtige Tugend." 

Geht es nach Lothar Matthäus, so kehrt Ralf Fährmann in der kommenden Saison ins Tor von Schalke 04 zurück.

Schalkes Schubert nach Patzer im Derby wieder im Fokus - Weidenfeller Für Tausch

Hamm - Neue Saison, alte Probleme. So oder so ähnlich könnte man den Bundesliga-Neustart für Schalke 04 bezeichnen. Mit 0:4 unterlag die Truppe vonTrainer David Wagner nach 66 Tagen Coronavirus-Pause. Ausgerechnet im Revierderby gegen Borussia Dortmund traten die bekannten Schwächen zu Tage. Vorne harmlos, hinten macht- und wehrlos. Im Fokus stand dabei erneut Torhüter Markus Schubert, dessen Position als Nummer eins von Trainer David Wagner doch eigentlich zementiert worden war.

Es wäre wohl zu einfach, die Schalker Niederlage gegen den BVB nur an Markus Schubert festzumachen. Zu desaströs präsentierten sich die Knappen als Gesamtgefüge im Dortmunder Signal-Iduna-Park am Samstag. Aber Wagner lastete dem U21-Nationalkeeper, der zweimal patzte, zumindest ein Gegentor an: "Schubi ist mitverantwortlich für das zweite Tor, das hat jeder gesehen." Doch weil dessen Vorgänger Alexander Nübel sich bekanntlich für einen Wechsel zum FC Bayern im Sommer entschied, mögen sie auf Schalke eigentlich keine Torwart-Diskussion. Schubert sollte spielen - und fertig.

Markus Schubert: Torwartdiskussion bei Schalke 04 erhält neues Futter

Doch dann kam das Derby: Anstatt den Ball weg zu schlagen oder den Außenverteidiger anzuspielen, schlug Schubert die Kugel, bedrängt von BVB-Stürmer Erling Haaland, in Bedrängnis ins Zentrum. Im direkten Gegenzug folgte das 0:2 aus Sicht von S04. "Schalke hat sich beim Torwartthema keinen gefallen getan", wurde Roman Weidenfeller im Doppelpass auf Sport1 deutlich. 

Schalkes Keeper Markus Schubert steht nach dem Derby gegen Borussia Dortmund erneut im Fokus.

Der Ex-Keeper von Borussia Dortmund holte gar noch weiter aus. "Vielleicht wäre es gar sinnvoll, Alexander Nübel wieder ins Tor zu stellen. Dem Druck, dem Nübel zuvor ausgesetzt war, den gibt es jetzt ohne Zuschauer nicht mehr." Klar ist nach der Derby-Pleite: Die Torwartdiskussion bei Schalke 04 erhält neues Futter - auch nach langer Coronavirus-Pause.

"Die wollen wir nicht anfangen. Wir werden uns die Nase putzen. Jetzt sind der Trainer und die Truppe gefragt. Fertig", sagte Klub-Boss Clemens Tönnies bei Sky. Allerdings waren es nicht Schuberts erste Fehler. Schon nach dem 0:5 in München gab es Kritik. Wagner damals: "Er war bei zwei Toren beteiligt, da brauchen wir um den heißen Brei nicht herumreden."

Auch beim 1:1-Ausgleich in Wolfsburg machte das 21 Jahre alte Talent keine gute Figur. In sieben Spielen kassierte er 13 Tore, spielte nur zweimal zu Null. Wagner meinte: "Das gehört zur Entwicklung dazu, wir werden weiter mit ihm arbeiten." Am kommenden Sonntag steht Schubert wohl erneut im Tor. Dann geht es gegen den FC Augsburg. Bastian Oczipka hat eine klare Forderung.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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