Im „Doppelpass“ auf Sport1

„Dürfen wir nicht zulassen“: Peter Knäbel kritisiert Schalkes Taktik gegen den HSV

Schalkes Sportvorstand blickt optimistisch in die Zukunft. Am Auftakt gegen den Hamburger SV übte er jedoch deutliche Kritik. Besonders die Taktik gefiel ihm nicht.

Hamm - An den Ambitionen des FC Schalke 04 in der Saison 2021/22 hat die Auftaktniederlager gegen den Hamburger SV zum Auftakt nichts geändert. Zwar hatte Sportvorstand Peter Knäbel das Wort „Wiederaufstieg“ nicht in den Mund genommen am Sonntag im Doppelpass auf Sport1. Dennoch ließ er zwischen den Zeilen durchklingen, dass alles andere ein unrealistisches Ziel sei für den S04-Kader.

VereinFC Schalke 04
TrainerDimitrios Grammozis
Gründung4. Mai 1904, Gelsenkirchen
HauptsitzGelsenkirchen

Schalke: Taktik gegen Hamburger SV wirft Fragen bei S04-Sportvorstand auf

Besonders deshalb war die Enttäuschung am Freitagabend besonders groß. 19.770 Zuschauer feierten die frühe Schalker Führung gegen den HSV, dann folgten drei Gegentreffer. Peter Knäbel litt auf der Tribüne sichtlich mit - und kritisierte anschließend die taktische Einstellung seiner neu zusammengestellten Mannschaft.

„Das 1:0 von Simon Terodde hat uns ein wenig in Sicherheit gewiegt, weil wir danach, mit Ausnahme der Chance von Marius Bülter, uns auf das Verteidigen konzentriert haben, was geklappt hat“, analysierte Peter Knäbel. Zwar stimmte ihm Schalke-Ikone Olaf Thon zu. Das Team von Trainer Dimitrios Grammozis müsse sich noch finden und Stabilität gewinnen durch gute Defensivarbeit, sagte er.

Dass die Schalker sich aber in der zweiten Halbzeit derart haben hinten reindrängen lassen, gefiel dem Sportvorstand aber überhaupt nicht. „Dann kriegen wir noch einmal einen emotionalen Schub mit dem gehaltenen Elfmeter. Damit müssen wir dann aber sorgfältiger umgehen“, sagte Peter Knäbel. Zwar habe der HSV eine sehr gute spielerische Lösung gefunden beim 1:2 aus Schalker Sicht. Aber: „Dazu zählt aber auch eine viel zu große Passivität. Und das dürfen wir bei uns im Stadion, in egal welcher Minute, überhaupt nicht zulassen. Dass der Gegner uns so herspielt“, fügte Knäbel an.

Schalke: Peter Knäbel kritisiert Passivität gegen den HSV - Spieler in der Pflicht

Als Kritik an seinen Trainer Dimitrios Grammozis war dies aber nur bedingt zu verstehen. Der Matchplan, dem HSV die Spielanteile zu überlassen und dann schnell umzuschalten, habe in der ersten Halbzeit doch funktioniert. Ohnehin genieße Dimitrios Grammozis das Vertrauen von Peter Knäbel. Dennoch erhielt der Auftritt der Schalker nur die Schulnute „drei Minus“ von Peter Knäbel.

„Alle Fans haben gesehen, dass Konkurrenz nicht nur namhaft, sondern auch qualitativ gut ist. Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Schalkes Sportvorstand, der aber auch „eine ganze Menge an defensiven Fehlern“ bemerkte. „Es hätten auch zehn Blaue verteidigen können, wir hätten den Gegentreffer trotzdem bekommen. Der, der am nächsten zum Ballführenden steht, muss einfach aggressiver verteidigen“, forderte Knäbel.

Schalke: Peter Knäbel kündigt weitere Transfers an - langer Ausfall von Danny Latza

Am kommenden Wochenende trifft Schalke 04 auf Holstein Kiel und ist bereits dann ein wenig unter Zugzwang. Nicht mitwirken können wird Kapitän Danny Latza, der sich gegen den HSV eine Verletzung am Außenband im rechten Knie zuzog. Peter Knäbel gab eine düstere Diagnose bezüglich einer Rückkehr ab.

Zudem werde es in den kommenden Tagen und Wochen weitere Transfers geben bei Schalke 04. Spieler wie Amine Harit, Matija Nastasic und Ozan Kabak sollen und wollen Königsblau verlassen. Der Terminkalender sei prall gefüllt mit Telefonaten rund um das Transfergeschäft. Es wartet noch viel Arbeit auf Peter Knäbel. Dessen ist er sich durchaus bewusst.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare