Gegentorlos gegen Paderborn

Schalke 04: Grammozis schwärmt von Neuzugang - und meint nicht Torschütze Terodde

Schalke 04 feiert einen knappen Auswärtssieg beim SC Paderborn. Matchwinner ist aber nicht Simon Terodde, wie S04-Trainer Dimitrios Grammozis findet.

Paderborn - Besonders in den sozialen Medien waren es zwei Halbzeiten wie zwei Welten beim Spiel SC Paderborn gegen Schalke 04. Prägte noch die Phrase „Grammozis raus“ Twitter und Co., war die Zufriedenheit bei S04-Fans nach 90 Minuten deutlich größer. Der Schalker Kader hatte die Grundtugenden berücksichtigt und malocht, wie Sportdirektor Rouven Schröder nach dem Schlusspfiff analysierte. Besonders einer erhielt dabei ein Sonderlob.

FußballvereinFC Schalke 04
TrainerDimitrios Grammozis
Gründung4. Mai 1904, Gelsenkirchen
Mitglieder160.023 (1. September 2019)

Schalke: Grammozis schwärmt von S04-Star - und meint nicht Simon Terodde

4:1 gegen Werder Bremen, 3:1 gegen St. Pauli, 3:0 gegen Dynamo Dresden - dass der SC Paderborn keine Laufkundschaft für Schalke 04 sein würde, verriet vor dem Duell am Sonntagmittag nicht nur der Blick auf die Tabelle. Die bis dato beste Offensive der 2. Liga blieb nach 90 Minuten gegen Königsblau aber torlos. Das lag auch - und vielleicht besonders - an Neuzugang Ko Itakura.

Ein Einsatz der Leihgabe von Manchester City war fraglich. Der Japaner war in der Länderspielpause vorzeitig von der Nationalmannschaft nach Gelsenkirchen zurückgekehrt. Oberschenkelprobleme machten ihm zu schaffen. Rund eine Stunde vor dem Anpfiff gegen den SC Paderborn stand fest: Für einen Einsatz in der Schalker Startaufstellung hatte es dennoch gereicht für Ko Itakura.

Schalke: Dimitrios Grammozis schwärmt von Verteidiger Ko Itakura

„Top-Job an die Ärzte und Physios, dass Itakura auflaufen konnte“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis nach dem 1:0-Erfolg bei den Ostwestfalen. Ko Itakura stand 90 Minuten auf dem Rasen. Dabei festigte der Japaner nicht nur die Schalker Defensive an der Seite von Marcin Kaminski und Malick Thiaw in der Dreierkette. Vielmehr noch blockte Ko Itakura mehrmals in höchster Not Paderborner Schussversuche ab.

Schalke: Grammozis schwärmt von S04-Star - und meint nicht Simon Terodde.

67 Prozent seiner Zweikämpfe hatte Ko Itakura gewonnen. Doch besonders im Aufbauspiel hinterließ der Innenverteidiger erste Fußspuren im Schalker Spiel. 93 Prozent seiner Pässe kamen an, eine davon führte gar zu einer Torchance. „Ihn zeichnet seine Ruhe aus mit dem Ball. Er hat ne tolle Art und Weise, wie er mit dem Ball umgeht“, schwärmte Dimitrios Grammozis, dem die Erleichterung über den zweiten Sieg in Folge deutlich anzumerken war.

Schalke 04: Dimitrios Grammozis bedankt sich bei der medizinischen Abteilung

Geglückt war dies den Schalkern zuletzt im November 2019, damals noch in der Bundesliga. Mittlerweile kickt der Gelsenkirchener Traditionsklub eine Etage tiefer. In der 2. Liga blickt Schalke 04 allmählich aber in Richtung Spitzenplätze. Der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz beträgt lediglich einen Zähler. „Ab jetzt geht es erst richtig los. In der Zweiten Liga musst du jede Woche abliefern“, so Grammozis.

Die Tabelle spielt für den Schalker Coach aber noch keine Rolle nach sechs Spieltagen. „Jetzt schon von Tabellenkonstellationen zu sprechen, da tue ich mich schwer. Viele Teams haben jetzt erst ihren Kader zusammen“, so Grammozis, der in den kommenden Wochen wohl nicht auf Ko Itakura in der Defensive verzichten wird. „Er hat auch eine gute Kommunikation. Er ist ein absoluter Gewinn für unsere Mannschaft“, lobte Grammozis.

Defensive Stabilität hat der Coach bei Schalke 04 offenbar integrieren können. Wo es noch stockt, ist im letzten Angriffsdrittel. Einzelaktionen wie die von Marius Bülter und Simon Terodde wie gegen den SC Paderborn können nicht Woche für Woche erwartet werden. „Das war ein wichtiger Treffer zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben dann alles wegverteidigt mit einem starken Ralf Fährmann hinten drin“, so Torschütze Simon Terodde bei Sky.

Rubriklistenbild: © David Inderlied

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