Ex-Aufsichtsratchef

Tönnies erwartet düstere Zukunft für Schalke - Fertiger Plan „liegt in der Schublade“

Ex-Boss Clemens Tönnies befürchtet, dass Schalke 04 eine schwarze Zukunft bevorsteht. Der 65-Jährige habe zudem einen Plan, um S04 aus der Misere zu bringen.

Hamm - Vor einem Jahr ist Clemens Tönnies als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 zurückgetreten. Wie der 65-Jährige nun betont, habe seine emotionale Bindung zum Verein nicht nachgelassen. Allerdings macht sich Tönnies ganz konkrete Sorgen, was seinen Herzensklub in den kommenden Jahren erwarten könnte.

PersonClemens Tönnies
Geboren27. Mai 1956 in Rheda
UnternehmensgruppeTönnies Holding
Vermögen1,6 Milliarden USD (2021)

Schalke 04: Clemens Tönnies befürchtet düstere Zukunft für S04

Der Unternehmer befürchtet, dass sich Schalke von dem jüngsten Abstieg in die 2. Liga nicht mehr erholen wird. „Ich habe große Sorge, dass Schalke durchgereicht wird wie andere Klubs - schauen Sie sich die Entwicklung großer Vereine an“, sagte Clemens Tönnies der Welt am Sonntag und deutete auf 1860 München sowie den 1. FC Kaiserslautern.

In der schwierigen Phase des ersten Bundesliga-Abstiegs des FC Schalke 04 seit 30 Jahren habe er gerne helfen wollen. „Jederzeit hätte man mich fragen können. Aber die Verantwortlichen wollten sich emanzipieren“, so Clemens Tönnies. Zugleich räumte der 65-Jährige aber auch ein, sich „mit dem, was dort passiert“, nicht mehr identifizieren zu können.

Clemens Tönnies: Schalke braucht Reform - Fertiger Plan „liegt in der Schublade“

Wie der langjährige Aufsichtsratschef im Interview mit der Welt am Sonntag bekräftigt, brauche der FC Schalke 04 eine Reform. Und um diese in die Wege zu leiten, habe Tönnies einen Plan, der „fix und fertig in der Schublade liegt“. Es sei das Konzept für ein neues Schalke, das Tönnies noch mit dem ehemaligen Vorstand erarbeitet hatte. Kern dessen sei eine Kommanditgesellschaft auf Aktien - mit anderen Worten eine Ausgliederung des Vereins. Allerdings hätte diese von allen Mitgliedern des Klubs getragen werden sollen, um die Sicherstellung der Werte zu gewährleisten.

Sein Plan liegt nun auch deshalb unangetastet in der Schublade, weil Clemens Tönnies zuletzt nicht mehr das Vertrauen des gesamten Aufsichtsrats genoss. Der 65-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass er seine Arbeit auf Schalke gerne noch ein paar Jahre länger fortgeführt hätte. Vorwürfe, er habe seinen Job vor allem aus Eitelkeit betrieben, bestreitet er: „Natürlich ist es schön, im Rampenlicht zu stehen, aber deswegen habe ich mir nicht über die vielen Jahre für Schalke die Nächte um die Ohren geschlagen und die Hacken wund gelaufen“, so Tönnies.

Schalke 04: Mission Wiederaufstieg - Zahlreiche Tests und früher Saisonstart

Der FC Schalke hat den Wiederaufstieg als Mission der nächsten Saison ausgeschrieben. Um gut auf die kommende Spielzeit vorbereitet zu sein, absolviert S04 derzeit fleißig Testspiele. Im jüngsten Freundschaftsspiel gegen Hamborn bejubelte Schalke 14 Treffer. Ab Anfang Juli kommen dann auch ernst zu nehmende Klubs auf den Revierklub zu, ehe am 23. Juli schon die Saison in der 2. Bundesliga beginnt, für Schalke geht es gleich mal mit einem Kracher los.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/dpa

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