S04 auf Talfahrt

Die katastrophalen Folgen des Abstiegs: Schalke 04 droht Millionenverlust - doch es gibt Hoffnung

Schalke 04 droht der Abstieg in die 2. Liga. Das hätte fatale finanzielle Folgen für den Gelsenkirchener Traditionsklub. Nun gibt es neue Hoffnung bei S04.

Update vom 25. Januar, 10.14 Uhr: Der Abstieg in die 2. Liga rückt für Schalke 04 näher und näher. Die Konsequenzen wären besonders aus finanzieller Sicht fatal. Eine deutliche Reduzierung der TV-Gelder steht bevor. Zudem würden die Sponsoren weniger zahlen oder gar abspringen. Hauptsponsor Gazprom könnte den Geldhahn zudrehen. S04 droht ein Verlust von 20 Millionen Euro jährlich. Doch es gibt neue Hoffnung.

VereinFC Schalke 04
CheftrainerChristian Gross
StadionVeltins Arena
Plätze62.271

Denn wie der Kicker berichtet, sei der Abstieg von Schalke 04 kein „totales K.-o.-Kriterium“ für Gazprom. Der Bericht stützt sich dabei auf Auszüge aus dem Sponsorenvertrag. Demnach hätte S04 rund 20 Werktage nach Feststehen des Abstiegs Zeit, sich mit Gazprom an den Verhandlungstisch zu begeben, um neue Konditionen auszuhandeln. Dies allerdings wäre kein leichtes Unterfangen, zumal der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies bislang der Ansprechpartner von Gazprom war.

Schalke-Abstieg: Neue Hoffnung bei Gazprom - Sponsor lässt Hintertür offen

[Erstmeldung] Hamm - Der FC Schalke 04 beendet die Bundesliga-Hinrunde 2020/21 auf einem Abstiegsplatz. Spätestens nach der Niederlage gegen den 1. FC Köln am Mittwochabend und gerade einmal sieben Punkten nach 17 Spielen ist klar: S04 benötigt ein Fußballwunder, um den Sturz in die Zweitklassigkeit zu verhindern. Die Folgen wären massiv, besonders aus finanzieller Sicht. Das betrifft vor allem einen nicht ganz unwichtigen Sponsor.

Bei Schalke-Abstieg: Millionenverlust! Vertrag mit Sponsor Gazprom nicht gültig

Seit 2007 ist der russische Erdgasförderer Gazprom Sponsor des FC Schalke 04. Ein wesentlich entscheidender Faktor des Zustandekommens des Deals war Clemens Tönnies. Dem ehemaligen Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden werden gar Kontakte bis zu Vladimir Putin nachgesagt. Zumindest bei Gazprom, dessen Schriftzug seit nunmehr dreizehn Jahren die Brust des Schalker Trikots ziert, hatte der westfälische Milliardär seine Finger im Spiel.

Der ursprünglich laufende Vertrag zwischen Schalke 04 und Gazprom wurde 2016 bis zum Sommer 2022 verlängert. Die stolze Summe, die Königsblau jährlich von Gazprom überwiesen bekommt: 20 Millionen Euro. Auf die allerdings muss S04 ab dem kommenden Sommer möglicherweise verzichten. Denn wie die Sport Bild berichtet, besitzt der Vertrag zwischen Schalke und seinem Sponsor lediglich eine Gültigkeit für die Bundesliga.

Schalke: Neuverhandlungen mit Sponsor Gazprom wären nötig - Millionenverlust droht

Sollte der Traditionsklub aus Gelsenkirchen tatsächlich absteigen, müsste S04 in Verhandlungen treten mit Gazprom. Die Chancen auf eine weitere Zusammenarbeit stehen jedoch schlecht. Bei Gazprom soll man „extrem unzufrieden“ mit der Entwicklung auf Schalke sein. Klar ist: Sollte dennoch ein neuer Vertrag mit dem russischen Erdgasförderer abgeschlossen werden, dann zu deutlich geringeren Bezügen.

Seit 2007 ist Gazprom Sponsor von Schalke 04.

Ohnehin würde der Gang in die 2. Liga bei Schalke 04 drastische Veränderungen nach sich ziehen. Derzeit liegt S04 auf Rang fünf der Bundesliga, was Sponsorengelder anbelangt, wie das Portal ISPO berichtet. Weil die 2. Liga eine deutlich geringere Reichweite besitzt, würde Schalke 04 bei einem mittlerweile vielleicht besiegelten Abstieg nicht nur weniger TV-Einnahmen verzeichnen. Vielmehr noch zahlen die Sponsoren, wenn überhaupt, deutlich weniger als derzeit in Deutschlands höchster Spielklasse.

Erhält Schalke 04 die Lizenz für die 2. Liga? Finanzchefin blickt voraus

Zum Vergleich: Fortuna Düsseldorf (3 Millionen Euro), der Hamburger SV (2 Millionen Euro) und der VfL Bochum (eine Million Euro) erhalten als Top-Klubs der 2. Liga deutlich weniger Sponsorengelder als derzeit Schalke 04. „Wenn es um eine Saison in der 2. Liga geht, bin ich überzeugt, dass Schalke 04 das hinbekäme, ohne allzu viel an Konzepten und Strukturen verändern zu müssen“, sagte Schalkes Finanzchefin Christina Rühl-Hamers dem Kicker.

Über eine Lizenz für die 2. Liga müsse man sich auf Schalke mit den über 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten bereits jetzt Gedanken machen, verriet sie zudem. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Lizenz für beide Szenarien zu erhalten“ so Schalkes Finanzchefin Christina Rühl-Hamers. Den sportlichen Abstieg verhindern sollen Sead Kolasinac und Klaas-Jan Huntelaar. Beide drohen allerdings zunächst verletzt auszufallen.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa

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