Duell mit dem BVB

Erneute Initialzündung? Schalkes Indizien für ein Revierderby auf Augenhöhe

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Schalke hofft, dass der Revierderby gegen den BVB auch diesmal zu einer Initialzündung wird.

Im Gegensatz zum BVB ist Schalke 04 alles andere als rosig in die Saison gestartet. Königsblau hofft, dass das Revierderby einmal mehr für eine Initialzündung sorgt.

Gelsenkirchen - Während Domenico Tedesco am Donnerstagmittag noch darüber dozierte, dass man „den Spannungsbogen“ vor einem solchen Spiel (am Samstag ab 15.30 Uhr bei uns im Live-Ticker) bloß nicht zu früh überdehnen dürfe, hängt in der Marketing-Abteilung des FC Schalke 04 schon seit geraumer Zeit das Motto der Woche an vielen Türen.

Volker Spätgens, Sponsoring-Chef des Klubs und Schalke-Ultra im Geiste, fand, dass es eine gute Idee sei, vor dem 153. Pflichtspiel-Derby auch seine Mitarbeiter an den Schreibtischen und Telefonen in die richtige Stimmung zu bringen, als er die Büroräume großflächig mit Postern mit der Aufschrift „Derbymodus an!!!“ tapezieren ließ.

Die drei Ausrufezeichen mögen vielleicht etwas übertrieben sein, schließlich dürfte jeder Mitarbeiter dieses Vereins wissen, welches Spiel da am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) ansteht. Doch sie zeigen, dass es dieses Mal tatsächlich eine gewisse Dringlichkeit beim FC Schalke 04 gibt, in dieser Partie zumindest sein Bestes geben, im Idealfall vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Traum- vs. Horror-Start

Denn mit 19 Punkten Rückstand auf den gehassliebten Rivalen aus Dortmund sind die Blauweißen zu einem solch frühen Zeitpunkt in der Saison noch nie in dieses oftmals epische Duell gegangen. Während der bislang ungeschlagene BVB eine traumhafte Saison spielt und völlig zu Recht von der Tabellenspitze grüßt, haben die Schalker ja bekanntermaßen einen so genannten Horror-Start mit fünf Niederlagen in Folgen hingelegt, der sie weiter an das untere Drittel der Tabelle kettet.

So könnte dieses Spiel nicht nur Labsal für die geschundenen Schalker Fan-Seelen bedeuten, sondern vielleicht auch zu einer Initialzündung werden. So wie es in der Hinrunde der vergangenen Saison war, als die Mannschaft von Cheftrainer Domenico Tedesco in Dortmund einen 0:4-Rückstand aufgeholt und schließlich mit 4:4 gefühlt gewonnen hatte. „Natürlich hoffen wir darauf“, sagt Christian Heidel.

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Schalkes Sportvorstand glaubt wie viele andere im Klub, dass die aktuelle Tabelle in diesem Spiel keine Rolle spielen wird. „Es ist jetzt mein fünftes Revierderby, und es hat immer Differenzen im Punktestand gegeben“, erinnert sich der 55-Jährige.

Kein Favorit, kein Außenseiter

Diese seien im Spiel allerdings nie zu spüren gewesen. Weshalb es auch sinnfrei wäre, angesichts der aktuellen Tabellensituation Prognosen abzuleiten.

Damit sekundiert Heidel seinem Cheftrainer. Tedesco sagte am Donnerstag im Brustton der Überzeugung: „Im Derby gibt es keinen Favoriten und keinen Außenseiter.“

Der 33-Jährige verschiebt die Parameter für sich vor diesem Spiel in eine hoffnungsvolle Richtung, indem er lieber das Positive aufzählt, als sich mit der unbefriedigenden Platzierung zu beschäftigen: „Wir spielen zu Hause, wir haben eine Top-Atmosphäre. Wir sind gut drauf und trainieren gut. Wir überwintern in der Champions League und im DFB-Pokal. Das sind alles kleine Erfolgserlebnisse, die uns pushen und die uns Selbstvertrauen geben.“

Tedesco ist sich deshalb sicher: „Wir müssen nicht zaubern, um da Selbstvertrauen in die Mannschaft zu bekommen.“

Indizien für ein Duell auf Augenhöhe

Zumal der Schalker Coach sicher ist: „Wir können jedem Gegner weh tun.“ Das Umschaltspiel seines Teams sei hervorragend. „Wir haben trotz der vielen Ausfälle in der Offensive Stürmer, die in die Tiefe gehen können“, sagt der Deutsch-Italiener.

Auch das Pressing seines Teams sei „eine Waffe“. Zudem blühe Nabil Bentaleb in seiner neuen Position als Achter auf und Neuzugang Sebastian Rudy komme auch immer besser ins Spiel. Für Tedesco alles Indizien dafür, das Schalke dem BVB auf Augenhöhe begegnen könne.

Falls es bei den Schalkern Profis dennoch Zweifel geben sollte, könnte hier das Abschlusstraining am Freitagnachmittag helfen. Diese Einheit wird öffentlich sein, weshalb viele Schalker Fans aufkreuzen dürften, um noch mal auf die Wichtigkeit der Partie hinzuweisen. Und vielleicht hängt Volker Spätgens ja noch das ein oder andere Poster auf.

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Quelle: wa.de

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