Polizei unterbindet Randale von BVB- und Schalke-Fans

DORTMUND - Fanrandale beschränkt sich nicht auf Stadien und verabredete Schlägereien im Wald. Am Wochenende musste die Polizei im Dortmunder Hauptbahnhof massiv eingreifen. Die Gewerkschaft sieht auch deshalb ihre Strategie gerechtfertigt, Infos aus der Ultraszene zu nutzen.

Die Polizei hat am Samstag im Dortmunder Hauptbahnhof eine verabredete Schlägerei zwischen Schalker Fußballfans und Angehörigen der Dortmunder Ultraszene verhindert. Rund 250 Gelsenkirchener Anhänger waren auf dem Weg zu einem Fußballturnier in Meschede unterwegs ausgestiegen und wurden bereits von etwa 50 Anhängern des BVB erwartet. Beide Gruppen trugen blaue und rote Hemden, um ihre Vereinszugehörigkeit zu verschleiern.

Bevor es zur Eskalation kam, lotste die Polizei die Schalker in ihren Anschlusszug und nahm fünf Dortmunder Anhänger fest. Am Abend zuvor mussten bereits Hundertschaften der Polizei bei einem Hallenturnier in Essen verfeindete Fans von Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg trennen. Die Beamten setzten Reizspray ein.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht sich nach der neuerlichen Fangewalt bestätigt, im Kampf gegen Gewalttäter Informanten aus der Fanszene zu nutzen. Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass die Polizei in NRW jahrelang V-Leute in der Fußballszene eingesetzt hat.

GdP-Landeschef Arnold Plickert wirft den beteiligten Vereinen vor, trotz des vom DFB im vergangenen Jahr verabschiedeten Sicherheitskonzepts noch immer nicht konsequent gegen gewalttätige eigene Fans vorzugehen. "Ändert sich daran nichts, stellt sich die Frage, ob Hallenturniere in Zukunft noch genehmigungsfähig sind", erklärte er am Sonntag in Düsseldorf. "Früher haben sich verfeindete Fans zu Schlägereien im Wald verabredet, heute geschieht das mitten in der Stadt. Mit Fankultur hat das nichts zu tun", sagte Plickert. - lnw

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare