Vor dem Spiel gestürzt

Nordkurve auf Schalke verabschiedet verstorbenen Fan

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Die Schallker Nordkurve trauert um den verstorbenen Fan "Drüse".

In Wolfsburg ist ein Schalke-Fan infolge eines Sturzes gestorben. Im Heimspiel gegen Freiburg wird dem Anhänger gedacht.

  • Am Rande des Gastspiels beim VfL Wolfsburg ist ein Schalker Fan gestorben.
  • Der 41-Jährige soll auf dem Weg zum Stadion gestürzt sein.
  • Die Fans beider Mannschaften reagierten sofort.

Update 21. Dezember, 15.35 Uhr: In Gedenken an den in Wolfsburg gestorbenen Fans "Drüse" war es zu Beginn des Schalker Heimspiel gegen Freiburg (hier im Live-Ticker) still: Zu Ehren des 21-Jähirgen war die Nordkurve in den ersten vier Minuten der Partie schwarz, dazu das Transparent mit der Aufschrift: "Wir waren mehr als Freunde, wir waren wie Brüder - viele Jahre sangen wir die gleichen Lieder. Ruhe in Frieden Drüse - Ultras für Ultras".

Auch im Freiburger Block hing ein kleines Transparent mit dem Lettern "RIP Drüse". Nach 04 Minuten begannen die Anhänger in der Schalker Arena, ihre Mannschaft wie gewohnt anzufeuern.

Update 19. Dezember, 15.45 Uhr: Am Tag nach dem Todesfall eines Schalke-Fans am Rande des Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg wurde bekannt, dass es sich bei dem 41-Jährigen, der infolge eines Sturzes gestorben ist, um Christoph U. handelt. "Drüse", wie er genannt wurde, gehörte zu den "Ultras Gelsenkirchen" und war ein sogenannter Allesfahrer. Die "Ultras GE" widmeten dem Verstorbenen am Donnerstag ihre gesamte Homepage mit einem Schwarz-Weiß-Foto.

Der "FC Schalke 04 Supporters Club e.V." schrieb auf Facebook: "Ruhe in Frieden Drüse! Du warst überall wo Schalke gespielt hat! Ein Schalke-Spiel ohne dich? Undenkbar! Der Schalke-Fanclub da oben ist jetzt wieder ein Stück reicher geworden, hier unten wirst du fehlen! Ein letztes Glück Auf!"

Update 19. Dezember, 11.18 Uhr: Große Geste von Ozan Kabak. Schalkes Innenverteidiger, der beim 1:1 in Wolfsburg zur zwischenzeitlichen Führung der Königsblauen getroffen hatte, widmete sein Tor dem Fan, der während der Partie infolge eines Sturzes gestorben war.

"Dieser schmerzhafte Verlust unseres Fans ist und in unseren Herzen und Köpfen", schrieb der 19-Jährige auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken bei Twitter und Instagram: "Dieses Tor ist für ihn."

Der Anhänger der Königsblauen war auf dem Weg zum Stadion gestürzt und starb später in einem Krankenhaus. Die Mannschaft wurde in der Halbzeit über den tragischen Unfall informiert.

Tragischer Vorfall: Schalke-Fan stirbt - Zuschauer stellen Support ein

Wolfsburg - Tragischer Vorfall am Rande des Schalker Auswärtsspiels beim VfL Wolfsburg: Ein 41 Jahre alter Fan der Königsblauen soll ersten Erkenntnissen zufolge auf dem Weg zur Partie in der Nähe des Stadions gestürzt und später im Klinikum gestorben sein. Nach Angeben der Polizei Wolfsburg liegen keine Hinweise auf Fremdeinwirkung vor.

Er sei "wie aus dem Nichts zusammengebrochen", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Zur Krankengeschichte ist uns nichts bekannt." Der Mann sei in Begleitung weiterer Fans gewesen, hieß es.

Die Fans des VfL Wolfsburg gedenken dem Schalke-Fan, der während des Spiels gestorben ist.

Aus diesem Grund verstummten die Schalker Fans - sonst dafür bekannt, ihre Mannschaft auch auswärts lautstark anzufeuern - im Laufe des ersten Durchgangs. Mit Beginn des zweiten Abschnitts der Begegnung in Wolfsburg (1:1) stellten auch die Anhänger des VfL den Support ein. Dazu rollten sie ein Transparent mit den Worten "Ruhe in Frieden" aus.

"Wir sind natürlich alle geschockt, der Fußball tritt da in den Hintergrund"; sagte Schalkes Lizenzspieler-Koordinator Sascha Riether nach dem Abpfiff bei Sky: "Respekt an alle Fans im Stadion, die in Gedanken beim Verstorbenen waren. Es ist ein trauriger Tag für uns."

Auch Schalkes Trainer David Wagner meinte: "Es fällt schwer, über Fußball zu sprechen. All unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Verstorbenen. Es zeigt uns, dass Fußball nicht das Wichtigste ist."

Todesfall bei Schalker Gastspiel in Wolfsburg: Caligiuri in Gedanken bei der Familie

Ein sichtlich bewegter Daniel Caligiuri sagte: "Fußball ist manchmal zweitrangig, unsere Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen. Es ist schwer etwas dazu zu sagen. Die Gesundheit ist das Wichtigste. Ich denke nur an die Familie."

Der VfL Wolfsburg informierte direkt Seelsorger, die bei Bedarf im Stadion zur Verfügung stünden, teilte der Stadionsprecher im Laufe der zweiten Halbzeit mit.

Remis zwischen Wolfsburg und Schalke

In den sozialen Netzwerken reagierten einige Nutzer mit Unverständnis darüber, dass die Partie fortgesetzt wurde. Dabei zogen sie den Vergleich zur DEL: Dort wurde das Duell zwischen den Kölner Haien und den Nürnberg Ice Tigers Anfang Dezember nach drei Minuten erst unter-, dann komplett abgebrochen.

Dort war es direkt auf der Tribüne zu einem tragischen Vorfall gekommen. Ein 74-jähriger Anhänger der Kölner hatte einen Herzinfarkt erlitten.  

mg

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Quelle: wa.de

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