Muss Tedesco heute noch gehen?

Nach Schalkes Peinlich-Pleite - Schneider: "Können nicht zur Tagesordnung übergehen"

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Wie lange bleibt Trainer Domenico Tedesco noch auf Schalke? Die Kritik wird lauter.

Entlässt der S04 Trainer Domenico Tedesco nach dem 0:7 bei Manchester City? Klar ist: Der FC Schalke hat die Wende verpasst – und sich blamiert. Wie geht es weiter? Das sagt Sportvorstand Jochen Schneider.

Manchester – Auf Schalke sucht man die Flucht nach vorn. Weitermachen lautet die Parole. Um jeden Preis. „Das Spiel muss innerhalb der nächsten 48 Stunden weg sein und dann muss der Fokus auf Leipzig liegen“, sagte S04-Coach Domenico Tedesco.

Dabei ist die Mannschaft zerrissen. Nach der historischen 0:7-Niederlage machte sich Resignation breit – wie soll es da am Samstag gegen Leipzig besser werden? „Es fühlt sich nicht gut an“, meinte Tedesco. Ob er dann überhaupt noch auf der Bank ist, ist zurzeit nicht endgültig geklärt.

"Ein bitterer Abend für den ganzen Verein"

Vor dem Rückflug aus Manchester kommentierte der neue Sportvorstand Jochen Schneider die Situation: "Das war ein unglaublich bitterer Abend für den ganzen Verein. Die Fans tun mir am meisten leid, die so viel auf sich genommen haben."

Kommentar: Der S04 muss handeln – Tedesco ist verbrannt

Schneider weiter: "So darf man sich nicht präsentieren, egal wie stark der Gegner ist!"

Klar sei: Zurück zur Tagesordnung gehe es jetzt nicht. Man werde "die nächsten Stunden nutzen und die Situation intern besprechen."

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Entscheidung noch am Mittwoch

Auf die Frage, ob Trainer Tedesco zur Debatte stehe, antwortete des Sportvorstand: "Wir müssen die Gesamtsituation erörtern. Du kannst gegen Man City verlieren, aber du kannst dich nicht so präsentieren!"

Eine Entscheidung, wie es weitergehen wird, soll noch am Mittwoch in Gelsenkirchen fallen.

Nach historischer Europapokal-Niederlage: Tedesco schließt Rücktritt aus – und nennt diesen Grund

An einen Rücktritt jedenfalls dachte der Schalker Coach nach der Partie nicht. „Ich habe wirkliche keine Sekunde daran gedacht, irgendetwas zu verändern meinerseits. Ich bin selbst jetzt stolz darauf, Trainer des FC Schalke 04 zu sein“, sagte er und fügte hinzu: „Wir geben uns nicht auf. Wenn wir jetzt nicht an uns glauben, wer dann?“

Wahrlich die königsblauen Jünger werden weniger. Zwar organisierten die Ultras noch einen Fanmarsch durch Manchester und trugen ein Banner vor sich her mit der Aufschrift: „Steh‘n zu dir in schlechten Zeiten“. Nach dem 0:7 war davon aber nicht mehr viel übrig. Mittelfinger, geballte Fäuste, Pfiffe und weitere Unmutsbekundungen schlugen den Knappen, die sich nach Abpfiff der Kurve stellten, entgegen. Tedesco selbst verzichtete dieses Mal sogar ganz darauf, verschwand in Richtung Spielertunnel.

Die Schalker Verantwortlichen stehen jetzt unter Zugzwang. An Tedesco festhalten und die Arbeit fortsetzen? Einen Interimstrainer bestimmen, der sich schon gegen Leipzig verbrennen könnte? 

Fakt ist: Spiel wie Mark Uth oder Amine Harit würden unter einem neuen Coach vermutlich kurzzeitig wieder einwandfrei funktionieren. Die Charakterstärken der beiden Akteure lassen vielleicht zu wünschen übrig – die fußballerische Klasse steht dafür außer Frage: Und wenn schon keine Charaktersiege, dann vielleicht sportliche. Denn der S04 braucht jetzt eins: Punkte.

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Quelle: wa.de

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