Schalke 04

Kommentar: Heidels Abgang hat Stil - lenkt aber auch von eigenen Fehlern ab

+
Schalkes Sportvorstand Christian Heidel löst seinen Vertrag im Sommer dieses Jahres auf.

Die Art und Weise des Rücktritts von Sportvorstand Christian Heidel verdient durchaus Respekt. Allerdings lenkt er damit von seinen Fehlern ab - und bringt den Klub in Not. Kommentar.

Mainz - Die Nachricht an sich war kaum noch eine Überraschung, der Zeitpunkt aber ungewöhnlich: Ausgerechnet in Mainz, wo Christian Heidel 24 Jahre lang erfolgreich gearbeitet hatte, verkündete er seinen Rücktritt Sportvorstand des FC Schalke 04. Offiziell aus eigenem Antrieb.

Die Trennung hatte sich allerdings angedeutet und wäre allem Anschein nach vermutlich auch im Sommer vollzogen von Klub-Seite worden.

Aber Heidel ist niemand, der sich feuern lässt. „Ich habe immer in einer Position der Stärke gearbeitet“, erklärte der 55-Jährige. Dies sah er genauso gefährdet wie die Tatsache, aufgrund der anhaltenden Diskussionen um seine Person in Ruhe weiter arbeiten zu können.

Heidel wahrt mit diesem Schritt sein eigenes Gesicht. Zeigt insofern Größe, dass er allein die Verantwortung komplett übernimmt und dem Klub nicht im Wege stehen – geschweige denn belasten will. Statt seinen Vertrag auszusitzen, geht er. Hilft noch mit, sofern es gewünscht ist. Und verzichtet auf eine Abfindung. Das hat durchaus Stil.

Heidel hinterlässt Scherbenhaufen

In dieser Hinsicht geht Heidel zwar als Ehrenmann. Doch er lenkt damit ebenso von seinen Fehlern ab. Denn seine zweieinhalbjährige Schalker Amtszeit wird auch negativ behaftet bleiben. Denn sportlich hinterlässt er einen Haufen königsblauer Scherben, für den er in der Zusammenstellung der Hauptverantwortliche ist.

Bilder vom Schalker Untergang in Mainz

Der leblose, mutlose und ideenlose Auftritt der Knappen in Mainz war da nur ein weiterer Beweis. Jetzt muss es der Klub – allen voran Trainer Domenico Tedesco - schaffen, diesen Haufen zusammenzukehren, zu kitten und die Saison einigermaßen ohne Störfeuer zu Ende zu bringen. Alibis gibt es jetzt nicht mehr. Für niemanden auf Schalke. Damit auch nicht für den Chefcoach.

Verpassen sie keine Nachricht zum FC Schalke 04 und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Lesen Sie auch:

"Ruhe nicht zu gewährleisten": Heidel tritt zurück

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare