Stürmer der Königsblauen

Andeutungen von Kuntz: Bereut Teuchert seinen Wechsel zu Schalke?

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Cedric Teuchert.

Auf Schalke nur Nebendarsteller und auch für die U21-EM hat Cedric Teuchert kein Ticket erhalten. Bereut er seinen Wechsel zu Königsblau? Die Worte des DFB-Coaches deuten darauf hin.

Hamm - Cedric Teuchert lächelt. Es sieht nach Freude aus. Sein Kommentar unter dem entsprechenden Foto bei Instagram: "Auch in der Sommerpause werden die Sportklamotten nicht geschont."

Es sind aber andere Klamotten als erhofft. Denn statt mit der deutschen U21-Nationalmannschaft in Italien und San Marino um den EM-Titel zu kämpfen, "darf" sich der Stürmer von Schalke 04 "nur" im Urlaub fit halten. DFB-Coach Stefan Kuntz hatte den 22-Jährigen nicht für das Turnier nominiert.

Was wohl auch Teuchert selbst wenig gewundert haben dürfte, schließlich kam er während der Saison bei den Königsblauen kaum auf Einsatzminuten.

Frage nach der Aufarbeitung

Kuntz hatte dem Angreifer seine Beweggründe, auf ihn zu verzichten, ausführlich in einem Gespräch erläutert. Dabei sei es auch um Schalke gegangen.

"Wie kann man so etwas aufarbeiten? Eine Entscheidung, die man vor einem Jahr getroffen hat, mit der man nicht zufrieden ist, die aber irgendeinen Grund hatte. Wie viel hat man selber bei der Entscheidung mitgetragen? Und dann soll man auch nicht mit sich grämen, dass man die so getroffen hat, sondern das zu akzeptieren und dann wieder nach vorne zu schauen", erläuterte Kuntz im Interview mi der ARD-Sportschau.

Teuchert wechselte im Winter 2018 für eine Million Euro vom 1. FC Nürnberg zu Schalke 04 - als Wunschspieler des damaligen Trainers Domenico Tedesco. Teuchert kam als Spieler mit Perspektive, sollte nach einem halben Jahr Anlaufzeit durchstarten.

Kuntz' Rat an Teuchert

Die ernüchternde Bilanz aus Sicht der Stürmers: 15 Pflichtspiele - neun in der Bundesliga - in eineinhalb Jahren für Königsblau. In der abgelaufenen Saison reichte es nur für 159 Bundesliga-Minuten in fünf Einsätzen. In der Rückrunde schaffte er es kaum noch in den Kader- obwohl die Schalker Stürmernot phasenweise groß war. 

Kuntz lobt den Stürmer dennoch. Wie er berichtet, habe Teuchert das Gespräch nach dessen Nicht-Nominierung gesucht. "Ich habe mir schon die Argumente im Kopf zurechtgelegt, warum er vielleicht gegen Jojo Eggestein oder Marco Richter jetzt nicht nominiert wurde", berichtete der 56-Jährige.

Teuchert bedankt sich bei Mannschaft

Umso überraschter sei er von der Aussage des 22-Jährigen gewesen: "Er hat mir zuerst gesagt: 'Coach, das hat nichts mit der Mannschaft zu tun, es hat nichts mit Ihnen oder dem Staff zu tun. Aber ich bin nach dieser Saison so alle, ich würde gerne nach Hause zu meiner Familie und Freundin gehen.'"

Schalkes Sommer-Fahrplan: Testspiele, Trainingslager und mehr

Weiter erzählte Kuntz: "Dann kommt der Junge am Morgen danach hier zum Training, stellt sich vor die Mannschaft und bedankt sich bei ihr. Das war voller Mut, sich da hinzustellen und das zu sagen. Das ist für mich ein Schritt in Richtung Persönlichkeitsentwicklung."

Auf Schalke steht Teuchert noch bis Sommer 2022 unter Vertrag.

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Quelle: wa.de

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