Ein Punkt aus zwei Partien

04 Erkenntnisse nach dem Schalker Saisonstart

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Fehlende Durchschlagskraft: Schalke um Stürmer Guido Burgstaller ist in der Liga noch ohne eigenen Treffer.

Nach dem anspruchsvollen Bundesliga-Auftakt ist Schalke nun in der Pflicht. Die ersten zwei Partien liefern bereits erste Fingerzeige, was schon läuft und was nicht.

Gelsenkirchen – Ein Zähler nach zwei Bundesliga-Partien. Und damit einer mehr, als es die kühnsten Skeptiker des FC Schalke 04 erwartet hatten. Während das Remis in Gladbach als Punktgewinn zu werten ist, war die Niederlage gegen den FC Bayern wenig überraschend. Mit dem Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) geht die Saison für Königsblau aber so richtig los. Doch bereits die ersten zwei Auftritte lieferten den einen oder anderen Fingerzeig für die nächsten Wochen. Wir zeigen die Erkenntnisse des Schalker Saisonauftakts auf.

Die Grundidee

Die Spielphilosophie ihres neuen Trainers David Wagner mit hohem Pressen und mutigem Auftreten haben die Schalker bereits weitgehend verinnerlicht. Anders als in der Vergangenheit, igelte sich die Mannschaft auch gegen den Rekordmeister nicht hinten ein, trauten sich etwas zu. Waren aggressiv. Versteckten sich nicht. Dazu passt die Laufbereitschaft: 115,64 Kilometer gegen Gladbach, 114,67 gegen den FC Bayern. Beides mehr als der Durchschnitt der Vorsaison.

Allerdings geschieht dies alles noch auf Kosten der Offensive. „Wir brauchen viel Energie fürs Verteidigen, aber wir müssen natürlich auch an den Abstimmungen arbeiten“, sagte Sascha Riehter, Schalkes Koordinator der Lizenzspielerabteilung.

Den Verantwortlichen ist aber auch bewusst, dass der forcierte Umbruch Zeit benötigt. „Wir sind der Überzeugung, dass wir die richtige Richtung eingeschlagen haben. Das wird Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Sportvorstand Jochen Schneider bei „Sport1“: „Wir brauchen zwei bis vier Transfer-Perioden, um ein neues Klima reinzukriegen.“

Der frische Wind

Lange lähmte das Schalker Offensivspiel, sofern es überhaupt vorhanden war. Nach zwei Partien ist Königsblau noch torlos. Auffällig: Vielen Offensivspielern fehlte bislang das Selbstvertrauen, sie beendeten die Angriffe zu hastig. Bei der 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern wurde es erst mit der Einwechslung von Ahmed Kutucu besser, der dem Schalker Angriff frischen Wind einhauchte. „So wollen wir ihn sehen“, lobte Riether. „Die Jungen bringen Elan und Mut rein. Diese Unbekümmertheit kann uns helfen.“

Schalke unterliegt dem FC Bayern

Kutucu drängt sich förmlich in die Startelf – vor allem mit Blick auf den einmal mehr enttäuschenden Benito Raman. Umso verwunderlicher, dass es in drei Pflichtspielen bislang nur zu zwei Joker-Einsätzen reichte. Oder nicht? „In den letzten Wochen hat mir der Trainer gesagt, was noch fehlt“, erklärte der 19-Jährige: „Daran arbeite ich derzeit. Ich hoffe, dass es in den nächsten Wochen besser wird.“

Alternativen fehlen

Vor allem in der Offensive fehlen Cheftrainer David Wagner aktuell ernsthafte Alternativen – abgesehen von Kutucu. Doch das Lazarett lichtet sich langsam. Stürmer Mark Uth (60 Minuten) und Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf (73) wirkten am Wochenende bei der U23 in der Regionalliga mit. Letztgenannter hat nach eigener Aussage die Hoffnung, dass er gegen Hertha zumindest wieder im Kader steht.

Länger dauert es bei Rabbi Matondo. Der 18-Jährige, der in der Vorbereitung oft für Wirbel sorgte, benötigt nach seiner Entzündung am Fuß noch Zeit. „In ein bis zwei Wochen“ hofft er, wieder auf dem Platz zu stehen, sagte der Waliser unserer Redaktion.

Weitere Neuzugänge

Unabhängig von den Rückkehren wird es aber wohl noch Verstärkungen geben. Neben Linksverteidiger Juan Miranda, der für zwei Jahre vom FC Barcelona ausgeliehen werden soll, soll wohl noch jemand für die Offensive kommen. „Ein Stürmer mehr“, sagte Schneider, „würde uns gut zu Gesicht stehen.“

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Quelle: wa.de

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