Zacharias und Wendt holen Siegerpokale

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Beim 50-Meter-Sprint der männlichen Kinder U11 gab es gleich sechs Starts. Eike Mehn (729), Sieger in diesem Lauf, landete hinter Robin Fuest vom Conrad-von-Soest-Gymnasium auf dem zweiten Platz im Gesamtfeld.

Soest - „Wenn jetzt Sommer wär’“, dröhnte gerade aus den Lautsprechern, da mussten die Organisatoren der Leichtathletik-Kreismeisterschaft der Schulen die Veranstaltung beenden. Nie war der Sommerhit von Ingo Pohlmann in den letzten Wochen angebrachter gewesen als zu diesem Zeitpunkt.

Der strömende Regen machte eine Fortführung der Wettkämpfe auf der Sportanlage des Conrad-von-Soest-Gymnasiums unmöglich. „Nach und nach haben sich unsere Hoffnungen, dass wir die Wettkämpfe noch durchbekommen, zerschlagen“, ärgerte sich Andreas Beulertz. Der Lehrer des Conrad-von-Soest-Gymnasiums hatte die Kreismeisterschaft zusammen mit dem Ausschuss für Schulsport aus dem Soester Kreishaus organisiert. Nachdem im vergangenen Jahr die Kreismeisterschaft bereits wegen Regen ausgefallen war, wollte das Organisationsteam in diesem Jahr unbedingt die Wettkämpfe abhalten. 

Kreismeisterschaften Leichtathletik der Schulen

Aber das Wetter machte erneut einen Strich durch die Rechnung. 366 Teilnehmer hatten sich am Dienstagmorgen eingefunden, Lehrer, Zuschauer und Helfer unterstützten die Sportler. Soester und Werler auf dem Treppchen Und auch auf den Wettkampfstätten sah es zunächst gut aus, konnten sich doch gleich mehrere Schüler aus Soest und Werl Kreismeister-Titel schnappen. Beim Hochsprung der männlichen U18 setzte sich Luca Zuleger vom Marien-Gymnasium in Werl an die Spitze. Der Athlet von DJK GW Werl überquerte als einziger die aufgelegte Höhe von 1,63 Metern. Auch beim Weitsprung in seiner Altersklasse war Zuleger vorne mit dabei, landete mit 5,31 Metern auf dem zweiten Platz. Convos-Schüler Oliver Wendt gelang hier eine sehr ordentliche Leistung. Nach 5,62 Metern landete der Sportler des LAZ Soest in der Sandgrube. 

Mit seiner Leistung holte sich Wendt außerdem den Pokal für die beste Leistung eines U18-Sportlers. Ganz zufrieden war er mit seinem Sprung trotzdem nicht: „Unter diesen Bedingungen ist das okay, aber ich bin auch schon mal 5,83 Meter gesprungen.“ Ebenfalls einen von vier Pokalen für besondere Leistungen konnte sich Mia Zacharias vom Marien-Gymnasium Werl erlaufen. In 11,11 Sekunden legte sie bei der Jugend W12 einen blitzschnellen 75-Meter-Lauf hin, war in der Wertung der U16-Sportlerinnen damit nicht zu schlagen. Bei den disziplinübergreifenden Pokalen wurde nach einem Punktesystem verfahren, sodass der Vergleich verschiedener Disziplinen möglich war. Elias Richter beim Weitsprung vorn Einen Kreismeistertitel konnte außerdem auch Liz Ademmer vom Convos feiern. Beim Kugelstoßen der weiblichen Jugend U18 distanzierte sie die Konkurrenz mit ihren 9,61 Metern um satte 17 Zentimeter. 

Aber auch die Conrad-von-Ense-Schule hatte Grund zum Jubeln: Elias Richter machte beim Weitsprung der männlichen Jugend U14 einen Satz auf 4,80 Meter. Damit war der Schüler aus Ense nicht zu schlagen. Bei der weiblichen Jugend U14 setzte sich Maleen Klee vom Convos durch – 4,65 Meter waren unerreicht. Mit 23 Startern war der 75-Meter-Lauf der männlichen Jugend einer der teilnehmerstärksten Wettbewerbe im Feld. Als einziger eine Zehn vor dem Komma hatte am Ende Lois Mazur aus Ense, der mit seinen 10,93 Sekunden uneinholbar vorn lag. 

Aber auch die kleinsten Soester-Schüler waren auf Siegerkurs: Joshua Neßler (Convos) im Weitsprung und Robin Fuest (Convos) beim 50-Meter-Lauf gewannen die Kreismeisterschaft. Nach zweieinhalb Stunden intensiver Wettkämpfe warteten sicherlich noch einige weitere Kreismeistertitel auf die Athleten, aber dann schüttete es aus Eimern. Wasser zentimeterhoch auf der Bahn Zunächst wollte das Team um Beulertz nur die Sprung-Disziplinen aus dem Wettkampf nehmen, aber bei den Wassermassen mussten auch die 100- und 800-Meter-Läufe aus dem Programm gestrichen werden. Zentimeterhoch stand das Wasser auf der Tartanbahn, die Rutschgefahr in den sich bildenden Pfützen war einfach zu groß. Einen Nachholtermin für die verpassten Wettbewerbe schließt Beulertz unterdessen aus: „Dafür ist eine zu lange Vorlaufzeit notwendig und die Kosten sind einfach zu hoch. Das ist nicht zu stemmen.“ Auf eine Siegerehrung verzichteten die Veranstalter, die durchnässten Kinder sollten möglichst schnell ins Trockene. Die Urkunden für die Bestplatzierten gibt es dann im Klassenraum. Kurz vor den Sommerferien, die dann hoffentlich wieder Sonne mitbringen.

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