Handball Oberliga

Wirbel bei Soests Gegner Altenhagen-Heepen

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Soest - Vor dem Start in die Saison 18/19 gab es eigentlich nur einen Topfavoriten auf die Meisterschaft in der Oberliga Westfalen. Die TSG Altenhagen-Heepen aus Bielefeld galt als erster Anwärter auf den Titel. Mit inzwischen sechs Minuspunkten aber haben die Ostwestfalen die Erwartungen nicht erfüllt.

Wenn sie am Samstag um 19 Uhr ihre Visitenkarte in der Sporthalle des Börde-Berufskollegs beim Soester TV abgeben, stehen die Gäste als Tabellendritter also mächtig unter Druck. 

Dabei haben sich die Vorzeichen insoweit geändert, als die TSG nach der jüngsten Enttäuschung, dem Unentschieden gegen Kellerkind Möllbergen, ihre Trainer gefeuert haben. Stefan Just, einst auch in Hamm aktiv, wurde vom Sportlichen Leiter Christian Sprdlik vor die Tür gesetzt. Jetzt soll mit Carl Moritz Wagner ein Urgestein der TSG das Team wieder auf Kurs bringen. Wagner ist als Kapitän und Kreisläufer aus der Altenhagener Mannschaft nicht wegzudenken. 

Für STV-Trainer Sören Hohelüchter kommt dieser Personalwechsel zur Unzeit. Denn nun rechnet er mit einer Gästemannschaft, die vor Leidenschaft brennen wird. Er hatte sich die TSG am vergangenen Wochenende bei dem Remis gegen Möllbergen angeschaut, weiß aber, dass die dort gewonnenen Erkenntnisse ebenso wenig helfen bei der Spielvorbereitung wie das Video-Studium.

„Da stand keine Einheit auf dem Platz, da waren nur Einzelaktionen zu sehen“, so Hohelüchters Analyse. Doch vom Potenzial her verfüge die TSG über die stärkste Mannschaft der Liga, weiß Nationalspieler wie den Finnen Richard Sundberg und Ex-Bundesliga-Spieler wie Maximilian Schüttemeyer und Julius Hinz in seinen Reihen. „Die müssen vielleicht sogar aufsteigen, da ist von einem Etat von einer halben Million die Rede“, verdeutlicht der Soester Coach. 

Beim STV wird nach einem ganz anderen Modell gearbeitet. Dennoch rangieren die Schlüsselträger nur einen Platz hinter AH-Bielefeld. Und das trotz der vielfältigen Personalprobleme, die den Kader für das Samstag-Spiel arg schrumpfen lassen. Torwart Birk Muhr fällt mit einem Bänderriss sechs Wochen aus, wird durch einen Youngster aus der Reserve ersetzt. Michal Kurka wird nach seinem operierten Jochbeinbruch acht Wochen nicht spielen können. Mit Axel Loer (Muskelfaserriss), Robin Bekel (Schulterverletzung) und Torben Voss-Fels (Rekonvaleszent nach Kreuzband-OP), ist erst nach der Weihnachtspause zu rechnen. Zudem wird der grippekranke Max Loer fehlen. 

Hohelüchter hofft gleichwohl, dass seine Truppe mit einer guten Quote im Abschluss den Gästen Paroli bieten kann. „Wir müssen die Tempogegenstöße über deren schnelle Außen vermeiden“, mahnt der Coach, der darauf setzt, dass seine Mannschaft in der Deckung erfolgreich zupacken kann.

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