Wintercup 2019

Acht Teams aus dem Kreis lösen Ticket für Regionalturniere

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Mit diesem Schuss traf Wickedes David Keller gegen Oelde.

Wickede/Ense – Acht Mannschaften aus dem Fußballkreis Soest haben am Wochenende Tickets gelöst für die Regionalturniere im Rahmen des Volksbanken-Wintercups.

BW Büderich, TuS Wickede, SF Soest-Müllingsen, SV Westfalia Soest II, Höinger SV, TuS Niederense, SV Völlinghausen und der BV Sassendorf werden dabei sein, wenn am 20. Januar um den Einzug in die Endrunde dieses mit 144 Mannschaften gestarteten Hallenfußball-Events gewetteifert wird.

In der Enser Ballspielhalle treffen diese Kreisliga-Mannschaften auf die gesetzten Landes- und Bezirksligisten wie den SV Hilbeck und SG Oestinghausen – siehe Gruppeneinteilung. 

In der Vorrunde in Ense war die zweite Mannschaft des SV Westfalia Soest am Samstag die überzeugendste Mannschaft, blieb ohne Niederlage. Allerdings erkauften sich die Kreisstädter den Gruppensieg und die 200 Euro Prämie mit der Verletzung von Krasiqi Kastrijot, der sich einen Bänderriss zugezogen hat und mehrere Wochen ausfallen wird. Mithalten konnte B-Kreisligist Höinger SV, der ebenfalls ohne Niederlage blieb, nur durch das Torverhältnis von den Ardeykickern auf den zweiten Platz verwiesen wurde und sich mit 150 Euro zufrieden geben muss. 

Nur einen Punkt dahinter landete Ausrichter TuS Niederense, der mit 75 Euro belohnt wurde, während der TuS Bremen als Vierter den Trostpreis bekommt, eine Brauereibesichtigung. B-Ligist SuS Scheidingen kam mit nur einem Sieg über Platz sechs nicht hinaus. D-Ligist Jahn Soest blieb nur die Rolle des Punktelieferanten. 

Michael Bilke, Trainer der SVW-Reserve, wollte den ersten Platz seiner Truppe nicht überbewerten: „Wir waren noch die Besten von den Schlechten“, fand er das Niveau „nicht so dolle“, befand den Vorrundensieg aber als völlig verdient. Dustin Schlütermann vom Höinger SV betonte, dass seine Mannschaft ihre Stärken ausgespielt und bei einem Rückstand nie aufgegeben habe: „Wir hatten nicht so hohe Erwartungen, haben uns gut geschlagen.“ Siram Sivaraj, Spielertrainer des TuS Niederense, zeigte sich zufrieden, dass sich der Gastgeber für die nächste Runde qualifiziert hat. „Die Leistung war sicher ausbaufähig, doch die Jungs hatten ihren Spaß.“ 

Stefan Wessel vom TuS Bremen bedauerte, dass die mit einer gemischten Truppe aus Erster und Zweiter angetretenen Husaren die nächste Runde nicht erreicht haben. Die Brauereibesichtigung sei nur ein schwacher Trost: „Wir haben uns zwar gesteigert, waren aber zu schlecht gestartet.“ Carsten Osthoff, Trainer von SuS Scheidingen, zeigte sich heilfroh, dass sich keiner seiner Spieler verletzt hat. „Wir haben schon so viele Verletzte“, äußerte er seine begrenzte Begeisterung für den Hallenfußball, würde am liebsten am Masters nächste Woche gar nicht teilnehmen. Andreas Capalbo von Jahn Soest nahm das punktlose Abschneiden mit Humor: „Es war hier und da ein Unentschieden drin. Nächstes Jahr geben wir den letzten Platz an jemand anderes.“

In Wickede war am Samstag BW Büderich das Topteam. Nur gegen den VfL Kamen gab es ein Unentschieden, ansonsten gab es nur Siege. Auf der Strecke blieben mit Preußen TV Werl und dem SV Hilbeck II die beiden weiteren Teams aus der A-Kreisliga Soest. 

Rundum zufrieden war Spielertrainer Dominik Koch von BW Büderich: „Wir haben fast alles gewonnen, nur einen kleinen Fleck auf der weißen Weste durch ein Unentschieden. Wir haben eine gut eingespielte Truppe in der Halle, haben nach einem nicht so optimalen Start immer besser reingefunden.“ Stefan Gross von Preußen TV Werl hätte mit seiner Truppe gern den dritten Platz erreicht, auch wenn nicht alle Mann an Bord waren. „Wir waren nach Gegentoren zu schnell frustriert, dann wollten die Beine nicht mehr, es wurde ein Selbstläufer gegen uns.“ Kai Niggemann, Trainer des SV Hilbeck II, bedauerte, dass seine Mannschaft nicht mehr erreicht habe: „Da war mehr drin, vor allem gegen Werl. Doch da haben wir uns nicht schlau angestellt, mussten nach einer 1:0-Führung in Überzahl den Ausgleich hinnehmen.“ 

Zwei Teams weniger am Sonntag in Ense 

Am Sonntag war in Wickede die gastgebende TuS das dominierende Team. Die Ohl-Kicker blieben in der Heimstatt der Handballer des TV Wickede ohne Fehl und Tadel, landeten sieben Siege in sieben Spielen. Mit ihnen lösten auch die Sportfreunde Soest-Müllingsen als B-Ligist als Dritter das Ticket für den Regionalcup, während C-Ligist Fatihspor Werl als Außenseiter Sechster wurde. 

Rico Schneider von der TuS Wickede war entsprechend zufrieden: „Zunächst gab es noch zwei Arbeitssiege, dann aber war es hochverdient. Ich hatte mir die Aufgabe doch schwieriger vorgestellt.“ Patrick Bals von den Sportfreunden Soest-Müllingsen meinte: „Wir haben unser Ziel erreicht, der dritte Platz ist in Ordnung. Jetzt werden wir dreimal pro Woche in der Halle trainieren, um die Schwachstellen zu beseitigen“, zeigte er sich voller Tatendrang im Hinblick auf die Masters-Vorrunde und den Regionalcup. Tamer Bektas von Fatihspor Werl war nicht enttäuscht: „Halle ist nichts für uns, die Umstellung ist ohne Training einfach zu groß. Wir waren der einzige C-Ligist, haben alles gegeben.“

Nicht ganz reibungslos verlief der Sonntag in Ense. Der SKC Maroc Hamm trat nicht an, erläuterte telefonisch auf Nachfrage, nicht genügend Spieler aufbieten zu können. Der MSV Iserlohn verließ nach seinem zweiten Spiel die Halle, nachdem ein MSV-Spieler Rot gesehen hatte. So musste der Spielplan umgestrickt, die Spielzeiten von neun auf elf Minuten verlängert werden. 

Dadurch ließ sich der SV Völlinghausen nicht beeindrucken, siegte viermal in Folge, konnte sich die Niederlage zum Schluss gegen Sassendorf locker leisten. Die Badeortler bekamen mit dem Erfolg die Kurve und lösten damit ebenfalls das Regionalcup-Ticket. Nur durch das Torverhältnis wurde Völlinghausen Platz eins und die höhere Prämie überlassen. 

SVV-Coach Franco Ballerino meinte: „Wir sind sofort vorne drauf gegangen, auch wenn der gegnerische Torwart mitgespielt hat. Das hat richtig Spaß gemacht und war gut für die Kondition. Denn wir befinden uns im Grunde schon in der Vorbereitung auf die Rückrunde.“ Mirco Pajonk vom BVS war ebenfalls zufrieden: „Das war okay. Wir hatten nach einer langen Pause einen Durchhänger und gegen Lendringsen klar verloren. Danach haben wir uns aber wieder gefangen. Wir sind guter Dinge, in zwei Wochen mit derselben Mannschaft gut mitmischen zu können.“

Fußball: Volksbanken-Wintercup Vorrunde zwei

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