RW Westönnen siegt im hitzigen Kreispokalfinale gegen Oestinghausen - Trainer Meincke sieht Rot

Soest – Bezirksligist RW Westönnen hat den Kreispokalsieg der Saison 2019/20 gewonnen und damit seinen Titel verteidigt. Im Duell gegen den Bezirksliga-Rivalen SG Oestinghausen siegte die Elf von Trainer Christoph Linstaedt mit 2:1 (0:1) vor 300 Zuschauern auf dem unebenen Rasen im Soester Jahnstadion durch einen Doppelschlag von Michael Heinz (47.) und Christopher Clarysse (52.).

SGO ging vor der Pause durch Nick Weber in Führung. In der hektischen Schlussphase sah Oestinghausen Trainer Dierk Meincke wegen Reklamierens die Rote Karte durch Schiedsrichter Oguzhan Yüksekkaya (85.). Nachdem Brinker Westönnens Schneider aus kurzer Distanz den Ball an die Hand schoss, brannten beim SGO-Coach die Sicherungen durch, als der Elfmeterpfiff ausblieb. Das geschah auch schon zweimal vorher. Zudem flog der eingewechselte Nico Scholz vom Platz. Er sah wegen Foulspiels Gelb und wegen seines „Scheibenwischers“ sofort Gelb-Rot (87.). 

Den Sieg hielt in der Nachspielzeit Andreas Rupp mit einer starken Parade gegen Jakims Kopfball fest, den Abpraller setzte Weber aus spitzem Winkel an den Außenpfosten (90.+3). 

Hektische Schlussphase 

Der Titelverteidiger RWW drehte zu Beginn der zweiten Hälfte die Partie mit einem Doppelschlag. Eine Minute nach Wiederbeginn vernaschte Stefan Schwarze seinen Gegenspieler auf der linken Seite, passte scharf vor das Tor, Freund und Feind verpassten und Michael Heinz stand am „zweiten Pfosten“ und traf zum 1:1 (47.) . 

Beim 2:1-Siegtreffer flankte Heinz ebenfalls von links und Christopher Clarysse nahm den Ball volley und fabrizierte einen Aufsetzer, der hinter Wamba im Tor einschlug (52.). SGO reagierte wütend. Kurz danachf köpfte Weber knapp vorbei (55.) und reklamierte kurz darauf vergebens auf Elfmeter nach einem Kontakt im Strafraum (59.). Nach einem Ballverlust von Schneider kam erneut Weber frei zum Kopfball, traf aber genau wie Jakim nach der anschließenden Ecke freistehend den Ball nicht richtig (61., 62.). 

Einen Konter auf der Gegenseite spielte Clarysse nicht sauber zu Ende, nachdem Wamba zuvor aus dem Tor eilen musste (67.). Danach passierte wenig in den Strafräumen, beide Teams bekämpften sich im Mittelfeld – bis zur hektischen Schlussphase. Das Spiel begann wenig spektakulär und wie aus dem Nichts ging SGO in Führung. Ein langer Ball weit in die Westönner Hälfte jagte Weber und sein Gegenspieler hinterher, der Angreifer bekam irgendwie den Fuß an den Ball und überwand Andreas Rupp (11.). 

Kreispokalfinale Westönnen-Oestinghausen 2:1

Kreispokalfinale Westönnen-Oestinghausen 2:1

Dabei stimmte die Absprache zwischen dem Schlussmann und Verteidiger Schneider nicht. Nur zwei Minuten später leistete sich Westönnen einen Fehlpass tief in der eigenen Hälfte und die Hereingabe durch Pipers von links grätschte Webers aus fünf Metern bedrängt von Schneider auf das Tor und Rupp parierte reaktionsschnell. "

"So ein Gespann, das geht gar nicht"

SGO in Hälfte 1 besser Danach wurde es ruppiger mit vielen Zweikämpfen und Fouls im Mittelfeld. Oestinghausen forderte zudem vergeblich Strafstoß, als Rupp Weber weg gerammte hatte (21.). Und es blieb nickelig. Während die Meincke-Elf tief stand und bei Ballbesitz schnell umschaltete, taten sich die Rot-Weißen extrem schwer, in Oestinghausens Strafraum zu kommen. „Was spielen wir für eine Grütze“, klagte Clarysse beim Gang in die Kabine, um wenig später zum umjubelten Siegtorschützen zu werden.

Es sagten

Christoph Linstaedt (RW Westönnen): „Oestinghausen hat in der ersten Halbzeit das bessere Mittel für diesen Platz gewählt. Nach 20 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen. Wir haben Geduld bewiesen. In der Halbzeit habe ich angesprochen, dass unsere Sechser und Achter durchlaufen müssen, um Lücken zu reißen. Das hat bei den Toren gefruchtet. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn der Schiedsrichter Elfmeter pfeift. In der hektischen Schlussphase haben wir versucht, ruhig zu bleiben. Der unebene Platz ist eines Finale nicht würdig. Ich kann das nicht nachvollziehen, dass hier gespielt wurde.“

Dierk Meincke (SG Oestinghausen): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben insgesamt nur zwei Chancen aus dem Spiel zugelassen und haben super gekämpft. Das Schiedsrichter-Gespann war der Klasse eines Nick Webers nicht gewachsen. Wir haben drei glasklare Elfmeter nicht bekommen. Das ist ein Skandal. So ein Gespann, das geht gar nicht.“

Endspiel RW Westönnen – SG Oestinghausen 2:1

RWW: Rupp – Schneider, Topp (86. Risse), Schwarze, Heinz, Clarysse, Franke (50. Bauer), Schumacher (80. Rajsowski), Topcu (80. Luig), Nicolai, Chronz 

SGO: Wamba – Vogel (79. Risse), Brinker, Limbrock (79. Jakim), Schröder, Lahme, Weber, Metzig, Pipers (66. Scholz), Ustaoglu, Scholle, Ustaoglu (63. Werthschulte)

Schiedsrichter: Oguzhan Yüksekkaya

Tore: 0:1 (11.) Weber, 1:1 (47.) Heinz, 2:1 (52.) Clarysse

Bes. Vork.: Rote Karte für SGO-Trainer Meincke wegen Reklamierens (85.), Gelb-Rot für Scholz (SGO, 87.), wegen Schiri-Beleidigung 

Zuschauer: 300 im Jahnstadion Soest

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