Ausnahmen gibt es für die höherklassige Jugend

Westdeutscher Volleyball-Verband bricht die laufende Saison ab

Wann die Soester Volleyball-Männer das nächste mal wieder über einen Sieg jubeln dürfen, steht nach dem Saisonabbruch von Donnerstagabend in den Sternen.
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Wann die Soester Volleyball-Männer das nächste mal wieder über einen Sieg jubeln dürfen, steht nach dem Saisonabbruch von Donnerstagabend in den Sternen.

Das Präsidium des Westdeutsches Volleyball-Verbandes (WVV) hat am Donnerstagabend in einer Videokonferenz beschlossen, dass die laufende Saison 2020/21 abgebrochen und damit annulliert wird.

Kreis Soest – Das betrifft sowohl den Senioren und Jugendbereich, wobei es bei der Jugend noch Einschränkungen gibt, wie der WVV-Sportdirektor Wolfgang Schütz mitteilte. „Die Saison wird abgebrochen“, erklärt der Paderborner. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Da der Deutsche Volleyball-Verband für seine Jugendteams beschlossen hat, doch noch Deutsche Meisterschaften für diese Saison auszurichten, sollen hier noch Spiele stattfinden. Die sollen dann im Juni statt im Mai ausgetragen werden.

Vorher müssten allerdings noch Quali-Runden dafür ausgetragen werden, etwa durch Westdeutsche Meisterschaften. Und dafür kommen im Prinzip alle Jugendteams in Frage, die in der NRW- oder Oberliga spielen.

Damit sind potenziell die U20-Jungen und -Mädchen des Soester TV sowie die U18-Jungen des STV als Oberliga-Teams Kandidaten für den Spielbetrieb.

„Das wäre wünschenwert, aber das sehe ich aktuell nicht“, sagt Steve Blaudszun, Spieler der Verbandsliga-Männer und Jugendleiter. Denn: „Ich glaube nicht, dass wir bis Mitte April wieder ins Training einsteigen können“, erklärt Blaudszun mit Blick auf die Corona-Zahlen und den zögerlichen Umgang in der Stadt Soest mit den Hallenöffnungen schon beim ersten Lockdown. „Zuerst müssen ja die Titel beim WVV ausgespielt werden. Da rennt dann irgendwann die Zeit weg“, meint der STV-Jugendleiter.

Etwas optimistischer ist da Heinz Arens, Abteilungsleiter des STV. „Ich glaube, dass die ‘Westdeutsche’ in einer kurzen Qualirunden gespielt werden kann. Dann wäre Platz und Zeit für die Deutschen Meisterschaften bei der Jugend“, sagt Arens.

Der WVV-Sportdirektor Wolfgang Schütz sagte zudem, dass er sich wünscht, dass zuerst die Kinder und Jugendlichen in irgendeiner Form wieder ans Spielen kommen. „Wir wollen versuchen, Turniere oder Ähnliches außerhalb des Spielbetriebs anzubieten“, sagt Schütz.

Dafür könnte sich der STV rüsten, auch wenn er mit seinen Nachwuchsspielern auf absehbare Zeit nicht in die Hallen dürfte. „Im ersten Lockdown haben wir fünf mobile Netzanlagen angeschafft. Damit könnte man etwa am Archi-Gymnasium das Training machen, falls es die Zahlen zulassen und es wieder erlaubt wäre“, erklärt der STV-Abteilungsleiter Arens.

Mit Blick auf den abgebrochenen Spielbetrieb im Seniorenbereich sagt Spielertrainer Steve Blaudszun. „Wir hätten gerne weiter gemacht“ – und das, obwohl sein Team nach vier Spielen ganz unten in der Verbandsliga stand. „Es wäre noch interessant geworden, denn die jüngeren Spieler haben sich gerade an das Niveau gewöhnt“, sagt Blaudszun mit Blick auf die im Oktober vergangenen Jahres unterbrochene und nun abgebrochene Spielzeit.

Julika Schmelzer, Spielerin der Bezirksliga-Frauen des SV Lüttringen, begrüßt hingegen den Saisonabbruch, nachdem der WVV im Januar die Vereine nochmals befragt hatte, ob diese weiterspielen wollen: „Wir haben im Vorfeld dafür plädiert. Das kam jetzt nicht überraschend und wir stehen auch dahinter.“

Wie es nach dem Sommer aussieht, in Bezug auf den Spielbetrieb und die Mannschaftsstärken, ist ebenso ein Blick in die Glaskugel. „Wir müssen abwarten, wer zum Studium wegzieht“, sagt Jugendleiter Blaudszun.

Arens erinnert zudem an einen weiteren Fakt, mit dem der Verband umgehen muss: „Das letzte Jahr wurde nicht gewertet, dieses Jahr wird nicht gewertet. Und ich weiß gar nicht, wann die neue Saison überhaupt starten kann“, ist nicht nur für Arens vieles ungewiss.

Mitgliederzahlen bei den STV-Volleyballern bleiben stabil

Erstaunlich stabil stellt sich die Mitgliederzahl in der Volleyball-Abteilung des Soester TV dar. „Nachdem wir im ersten Lockdown ein paar Abmeldungen hatten, haben wir im Sommer einige durch die Arbeit an den Schulen dazu gewonnen und damit insgesamt sogar um zwei, drei Personen zugelegt“, erklärt Steve Blaudszun. Aktuell zählen die STV-Volleyballer 230 Mitglieder.

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