Handballer und Leichtathleten

Sporthallen-Problematik: Zwei Vereine wollen in den  Neubau 

Frauen Handball Bezirksliga Hellweg: Werler TV - TV Kaiserau
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Die Overberghalle in Werl ist in keinem guten Zustand, die Stadt will nicht weiter investieren. Für die Werler Handballer bliebe nur noch die Dreifachhalle (Bild) – zu wenig, sagen die Verantwortlichen.

Werl - Große Sorgen haben derzeit die Verantwortlichen des Werler TV und deren Handballer. Der Verein befürchtet, in Zukunft ohne eigene Halle da zu stehen. Zurzeit ist der Werler TV in der Overberghalle untergebracht. Die Handballer spielen und trainieren überwiegend in der Dreifachhalle.

Allerdings ist die Overberghalle eine tickende Zeitbombe. Da die Halle sehr renovierungsbedürftig ist, wird die Stadt Werl nicht mehr in diese Turnhalle investieren. Wenn weitere Schäden im Bereich Hallendach, Heizung oder Hallenboden auftreten sollten, würde die Stadt die Sporthalle sofort sperren.

Dann kämen auf die Abteilungen des Werler TV große Probleme zu. Deshalb hoffen der Vorsitzende Michael Kuge und Handballabteilungsleiter Ralf Mehrmann, dass die neue Sporthalle, die im Sportpark gebaut werden soll, dem Werler TV zugesprochen wird. Für mich gibt es keine Alternative, weil es offensichtlich ist. Die DJK benötigt keine neue Halle, der Turnverein aber schon“, erklärt Michael Kuge.

Zweifachhalle im Sportpark ungeeignet

Dem Werler TV gehören 14 Abteilungen mit rund 1300 Mitgliedern an. Sparten wie die erfolgreichen Kangaroos und die Handballer sind auf große Hallen angewiesen. Der WTV brauche für Akrobatik und Turnen, wie die Kangaroos es betreiben, bestimmte Hallengrößen. Michael Kuge sieht die Zweifachhalle im Sportpark als nicht geeignet an. „Die Halle ist für unsere Kangaroos und Wallabies von der Höhe her zu niedrig und für unsere Handballer zu klein“, erklärt Kuge. Ralf Mehrmann fasst das in einem Satz zusammen: „Unsere Sportarten passen da nicht rein“.

Handball-Abteilungsleiter Ralf Mehrmann (links) und Michael Kuge, Vorsitzender des Werler TV, sorgen sich um die Zukunft einiger Abteilungen.


Die Zweifachhalle neben der Dreifachhalle nutzt die DJK Grün-Weiß Werl, die auch gern in die neue Halle im Sportpark will. Wie Martin Haselhorst von der Leichtathletik-Abteilung mitteilt, hat die DJK eine Idee zu einem Nutzungskonzept für die neue Halle bei der Stadt Werl vorgeschlagen. Die Leichtathleten würden damit näher zum Heinrich-Buchgeister-Stadion rücken.

Der Vorstand vom Werler TV sieht darin ein großes Problem für seine Abteilungen. „Wir benötigen eine eigene Halle, damit unsere Sportler die benötigten Geräte nicht immer hin und herschleppen müssen“, blickt der Vorsitzende in die Zukunft.

Auch Ralf Mehrmann sieht ein Problem auf seine Handballer zukommen. Falls die neue Halle kein Handballfeld bekommt und die Abteilung dann nur noch in der Dreifachhalle spielen kann, hätte das aus seiner Sicht fatale Folgen für den WTV.

Fußball-Turniere im Januar und Februar

Besonders schlimm wäre das für seine Sportler im Januar und Februar. Da belegen die Fußballer mit Turnieren an vielen Wochenenden die Halle und die Handballer müssen ausweichen. Noch steht die Overberghalle zur Verfügung. Demnächst werde sie dichtgemacht und die Abteilung hätte nur noch die Dreifachhalle. Wegen der Turniere müssten Spiele auf Wochentage verlegt werden und das Training ausfallen. „Das würde zur Folge haben, dass uns Spieler oder Spielrinnen verlassen. Wir brauchen in Werl ein zweites Handballspielfeld“, blickt Mehrmann nach vorn.

Die Dreifachhalle ist zudem nicht mehr im besten Zustand. Zwar hat die Stadt den Hallenboden vor ein paar Jahren erneuert, doch sind noch weitere Investitionen nötig. Seit fast 15 Jahren ist die Lautsprecheranlage kaputt. Vereine müssen sich Boxen und Technik für viel Geld ausleihen. Derzeit lässt sich die Mitteltribüne nicht einfahren.

Fachbereichsleiterin Iris Bogdahn von der Stadt Werl erstellt zurzeit einen Nutzungsplan für die neue Halle. Dieser soll den Politikern und Vereinen vorgelegt werden. Werls Bürgermeister Michael Grossmann will die Beteiligten beruhigen. „Es wird jeder Verein die Hallenkapazitäten bekommen, wie er sie braucht“, teilt er mit. Grossmann betont, dass mit allen Vereinen gesprochen wurde. „Ich favorisiere eine Zweifachhalle, damit ordentlicher Sport in dieser Stadt betrieben werden kann“, sagt das Stadt-Oberhaupt. Die Vereine warten auf die Lösung.

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