28. Soester Stadtlauf

Zu wenige Startnummern sorgen für Chaos

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Ein wenig eng ging es zu beim 28. Soester Stadtlauf. Denn wegen der Baumaßnahme in der Rathausstraße wurde der Start-Ziel-Bereich auf den Vreithof hinter dem Rathaus verlegt.

Soest - Über 500 Nachmeldungen hatten die Langläufer von Marathon Soest bei ihrem 28. Stadtlauf. Unerwartet viel – und vielleicht mit ein Grund, warum es bei den Ergebnissen einige Probleme gab, die dazu führten, dass die endgültigen Platzierungen erst am Montagabend feststanden.

„Wir hatten ein Problem, weil wir nicht genügend Startnummern hatten. Da gab es ein Kommunikationsproblem zwischen der Firma, die die Zeitnahme macht, und dem Verein. Wir dachten, dass wir noch ausreichend Nummern haben“, erklärte jedenfalls Arnold Blümel, lange Jahre Vorsitzender von Marathon Soest, seit dem Frühjahr aber „nur“ noch im Organisationsteam tätig.

„Daher wurden Startnummern zweimal vergeben, wir mussten nach Läufen die Nummern einsammeln und neu ausgeben“, erklärte er – die Zeiterfassung erfolge über in der Startnummer eingearbeitete Transponder. Nach der Mehrfachvergabe gab es dann Schwierigkeiten bei der Zuordnung von Läufern zu den richtigen Läufen. Über 1 800 Meldungen verbuchte Marathon Soest insgesamt. „Die Teilnehmerzahl war um einiges höher als zuletzt“, sagte Blümel, „die Resonanz war wirklich fantastisch.“

 Die Läufermassen führten aber zu Problemen auf dem Vreithof, der sich als sehr eng erwies bei den vielen Aktiven und Begleitern. „Die Situation war schon teilweise chaotisch, da war alles schwer zu handhaben“, habe sich alles gedrubbelt, „das kostete viele Nerven. Man muss aber Verständnis dafür haben, dass nicht alle Eltern die Durchsagen mitbekommen, die wir von der Bühne aus gemacht haben“, verteilte Blümel keineswegs Vorwürfe an Väter und Mütter, die ihre Kinder nach den Läufen einsammeln wollten. „Für uns war das eine völlig neue Situation“, sagte er zum durch die Pflasterarbeiten in der Rathausstraße nötig gewordenen Umzug. 

Es habe doch einige Engpässe gegeben; bei einigen 950-Meter-Läufen seien sich die schnellen und langsamen Teilnehmer teilweise entgegengekommen. „Trotz Widrigkeiten gut gelaufen“ Zudem stellte Blümel fest, dass „Am Seel“ eine Stahlplatte gelegen habe, die mit Baken gesichert worden sei. 

„Da haben wir am Samstag noch Gummimatten besorgt, um die Kanten zu entschärfen“, sagte Blümel, der erklärte, dass der Laufbereich an der Stelle durch die Baken eng gewesen sei. Blümels Fazit fiel aber trotzdem positiv aus. „Trotz aller Widrigkeiten ist es noch gut gelaufen, auch wenn einige Eltern aufgebracht waren, weil sie ihre Kinder nicht gefunden haben.“ 

Aber er und der Verein seien froh, wenn es im kommenden Jahr, bei der dann 29. Auflage des Lauf-Großevents in der Innenstadt, wieder an den gewohnten Platz zwischen Rathaus und Petrikirche geht. Der Bereich neben der Kirche sei eben besser zu erreichen und offener als der Vreithof. 

Rund 60 bis 70 Helfer hatte Marathon Soest am Sonntag im Einsatz, dazu kamen rund 15 Aktive der Mobilen Funkhilfe, wie Blümel erläuterte. „Da sind die Abläufe eingespielt“, weiß er nach vielen Stadtläufen – aber der einmalige Umzug auf den Vreithof habe in diesem Jahr schon für einige Probleme gesorgt.

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