„Vom Spielerischen so gut wie seit langem nicht mehr“

WARSTEIN ▪ Neuer Trainer der Landesligamannschaft des VfS Warstein ist er noch nicht – davon scheint ihn mindestens ein Gespräch mit dem Vereinsvorstand zu trennen –, doch Gedanken über Aufbau und Zustand des Teams zur Saison 2011/12 macht er sich schon: Michael Schorlemer, laut VfS-Vorstand „Wunschtrainer“ als Nachfolger von Heinz Thomanek, verfolgt in diesen Tagen besonders genau, wie es um die 1. Männermannschaft des VfS bestellt ist. Sein Eindruck nach dem aktuellen 33:24-Heimsieg über TuRa Halden-Herbeck: „Gut.“ Von Harald Struff

„Das spielerische Potenzial in der Mannschaft ist da, das hat man gesehen. Vom Spielerischen her ist die Mannschaft sogar so gut, wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe. Und das muss man weiter entwickeln“, analysierte Michael Schorlemer nach dem Spiel vom vergangenen Samstagabend.

Obwohl Noch-Trainer Heinz Thomanek nur ein kleiner Kader zur Verfügung steht, aus dem sich nach dem Arnsberg-Spiel der einstige Haupttorschütze Björn Kanning zurückgezogen hat, kann das VfS-Team derzeit eine Siegesserie aufstellen: Das 33:34 in Arnsberg am 11. Dezember ist Warsteins bislang letzte Niederlage, danach gab es vier Siege in Serie gegen Halingen (35:29), Wetter (33:32), Letmathe (36:28) und nun sogar dem Warsteiner Angstgegner Halden.

Besonders erfreut es Schorlemer, bis Frühjahr 2010 Jugendkoordinator beim VfS gewesen, dass in dem sich auf Landesliga-Platz drei behauptenden Team eine ganze Reihe eigener Nachwuchsspieler zu sehen sind: Jonas Bittern, Michael Hölter, Ciya Aslan, Lino Gericke, Markus Sobkowiak und nicht zuletzt sein Sohn Lars Schorlemer – „die kommen alle aus der eigenen Jugend. Das ist schon ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Das war jahrelang nicht so beim VfS.“ Dazu stützen mit Benedikt Furmaniak und Sebastian Mues zwei Routiniers das Team, die ebenfalls aus der eigenen VfS-Jugend stammen.

Die nächsten Jungkräfte stehen schon parat: Im September können die Nachwuchsspieler Paul Raßbach und Lukas Wohlmeiner, beide Jahrgang 1994, Doppelspielrecht für Jugend und Senioren erhalten; in Jannik Becher, Jan-Moritz Gretenkord und Simon Kraus sieht Schorlemer in der von ihm trainierten B-Jugend außerdem drei weitere talentierte Linkshänder heranwachsen. Schorlemer: „Man muss gucken, wer sich davon in der 1. Mannschaft durchsetzen kann.“

„Ganz positiv“ bewertet Schorlemer das Ergebnis der Mannschaftssitzung vom vergangenen Freitagabend, bei der, bis auf den für ein Jahr nach Australien abwandernden Torwart Markus Jostes, jeder Spieler seine Absicht erklärte, eine weitere Saison beim VfS spielen zu wollen. Dazu gab Spielwart Tobias Clewing zu verstehen, dass sich der Verein mit „dem ein oder anderen Spieler verstärken“ wolle. Schorlemers Eindruck: „Es steht wohl ein ausreichender Kader für die Saison zur Verfügung.“

Offen ist derzeit, ob der 18-jährige Michael Hölter tatsächlich neue Nummer eins anstelle von Jostes im Tor wird, dazu der Verein mit den bisherigen Reservekeepern Mark Steimann und Benjamin Hilwerling für den Landesligakader plant, oder einen zusätzlichen auswärtigen Torwart verpflichten will.

Weitere Personalien: Im Falle seines Amtsantritts möchte Michael Schorlemer einen zusätzlichen Co-Trainer, außerdem Rainer Vogt als Torwarttrainer halten.

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