VfS: Michael Schorlemer Trainer-Kandidat

WARSTEIN ▪ Auf der Suche nach einem neuen Trainer als Nachfolger von Heinz Thomanek wird Handball-Landesligist VfS 59 Warstein im eigenen Verein fündig: Michael Schorlemer gilt als aussichtsreichster Anwärter, ab Juni neuer Coach der 1. Handballmannschaft des VfS zu werden. Dies bestätigten gestern sowohl Herren-Spielwart Tobias Clewing als auch Schorlemer selbst. Von Harald Struff

Eine Einigung könnte noch in dieser Woche erzielt werden, hieß es von beiden im Gespräch mit dem Anzeiger. „Wir werden uns zuammensetzen. Und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt. Ich habe schon Vorstellungen, wie es gehen soll. Wir müssen uns aber erst einmal einigen“, erklärte Schorlemer.

Der 48-jährige Michael Schorlemer, Vater des 18-jährigen VfS-Spielmachers und Landesliga-Haupttorschützen Lars Schorlemer, engagiert sich seit über 30 Jahren im VfS. Bis 1988 spielte er selbst Handball, dann, mit Öffnung seiner Zahnarztpraxis in Belecke, widmete er sich der Funktionärsarbeit. Bis zum Frühjahr 2010 war Schorlemer als Leitender Jugendtrainer beim VfS; das Jugendkonzept, mit dem einheitliche Trainingsstrukturen in den Nachwuchsmannschaften eingeführt werden sollten, trug seine Handschrift. Aktuell trainiert er die männliche B-Jugend des VfS, die, obwohl sie in der Kreisliga als jüngerer Jahrgang antritt, die Chance zum Kreismeisterschaftsgewinn hat.

In der Saison 2003/04, nach der damaligen Trennung vom polnischen Spielertrainer Richard Lubaski, hatte Michael Schorlemer vorübergehend schon einmal die Betreuung der 1. Männermannschaft übernommen, coachte das Team zusammen mit Zoran Kaseric, der die Rolle des Spielertrainers ausfüllte. Zur Saison 2004/05 übernahm die Trainerregie beim VfS der Soester Heinz Thomanek, den Michael Schorlemer nach siebenjähriger Tätigkeit nun beerben könnte.

„Ich kenne das Geschäft. Ich beschäftige mich seit über 30 Jahren mit Handball“, sieht sich Schorlemer, Inhaber der Trainer-C-Lizenz und des Schiedsrichter-Scheines, im Umfeld der Landesliga keineswegs als Newcomer.

Wichtig sei es, so Schorlemer, in diesen Tagen die Besetzung der Landesligamannschaft zur neuen Saison zu klären: „Wir müssen abstimmen, welchen Kader wir zur Verfügung haben, ob wir den Kader weiter auffüllen können.“ Denn im Moment sei die Spielerdecke recht klein.

Erste Ergebnisse bei den Personalfragen erzielte der VfS-Vorstand am vergangenen Freitagabend in einer Mannschaftssitzung, zu der Spielwart Tobias Clewing zu sich nach Hause eingeladen hatte. Fest steht seitdem, dass der Verein nicht mehr mit Stammtorwart Markus Jostes planen kann. Der Soester, seit zwei Jahren die Nummer eins beim VfS, will für ein Jahr nach Australien – und möchte die Reise mit Trainersohn Niko Thomanek antreten. Sowohl Clewing als auch Schorlemer trauen dem 18- jährigen Abiturienten Michael Hölter zu, neuer Stammtorwart zu werden – „wenn er weiter an sich arbeitet“, so der Trainerkandidat.

Laut Clewing bleibe der Spielerpass von Jostes aber weiterhin in Warstein, sodass der Soester, falls er seinen Australien-Aufenthalt verkürzen sollte, auch inmitten der Saison wieder beim VfS einsteigen könnte.

„Alle übrigen Spieler“, so Clewing, „haben die Absicht erklärt, hier weiter spielen zu wollen.“ Allen voran Lars Schorlemer, der zwar ein Studium in Karlsruhe anstrebt, zum Wochenende aber nach Warstein kommen will.

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