Neue Schiedsrichter

Unparteiischer Nachwuchs - Soester Handballer haben acht neue Schiris

+
Neue Schiedsrichter beim Soester TV: Gleich acht neue Unparteiische hat der STV ausbilden lassen, darunter unter anderem Abteilungsleiter Marsel Tonneau, aber auch hauptsächlich Jugendspieler.

Soest – Gleich acht neue Schiedsrichter haben die Handballer vom Soester TV seit dem Wochenende in ihren Reihen – dabei geht Abteilungsleiter Marsel Tonneau mit gutem Beispiel voran: Auch er hat nach drei Lehrgangswochenenden die Prüfung abgelegt.

„Ich hätte vor einiger Zeit selbst nicht geglaubt, dass ich mal Schiedsrichter sein würde“, gibt der Macher bei den STV-Handballern zu. Doch hat er längst bemerkt, was die Stunde geschlagen hat. Die Schiedsrichterzahlen sind flächendeckend eklatant gesunken, auch beim Soester TV. Und ohne Schiedsrichter ist an Sport nicht zu denken. 

Tonneau will das Schiedsrichter-Dasein – zumindest in Soest – aus der angestaubten Ecke holen. 

„Schiedsrichter-Sein hat ja immer so ein bisschen ein uncooles Image. Wir wollen etwas dagegen unternehmen“, so Tonneau, der als aktiver Spieler auch nicht immer einer Meinung war mit den Unparteiischen. 

Drei Wochenenden büffelte Tonneau nun mit sieben Nachwuchshandballern bei einem Lehrgang des Handballkreises Hellweg. Max Picht aus der Senioren-Oberliga-Mannschaft war dabei, außerdem noch Tonneaus Sohn Finn aus der A-Jugend des STV mit seinen Mannschaftskameraden Jan Bialas, Moritz Dörnemann, Kilian Birkenfeld, Mika Schürhoff und Thomas Niehage. Die Nachwuchs-Handballer seien mit Interesse und Begeisterung bei der Sache gewesen, berichtet Abteilungsleiter Tonneau. Sonst hätten sie die theoretische Prüfung am Freitag teilweise nicht so außerordentlich positiv abgelegt. Am Samstag folgte beim Kreisauswahltraining in der Sporthalle des Convos die praktische Prüfung – auch hier schnitten die acht Soester erfolgreich ab. 

Und etwas zu lernen, gab es selbst für die Aktiven. „Es gibt Regeln, die kannte auch ich nicht...“, wurden der Soester Handball-Chef und die aktiven A-Jugend-Handballer, die immerhin in der Verbandsliga spielen, hier und da doch eines Besseren belehrt. Übrigens: Für die Schiedsrichter hat der Soester TV sogar einen Sponsoren gefunden: Wolfram Vossel von „Vossel Solution“ unterstützt die Abteilung beim Neuaufbau ihrer Garde an Unparteiischen. 

Nun steigern die acht Neuen die Zahl der STV-Schwarzkittel enorm. Bislang gab es nur fünf. Und bis zum Jahr 2020 müssen die STV-Handballer wegen ihrer Größe und Menge an Mannschaften 15 Unparteiische stellen – ansonsten drohen drastisch erhöhte Geldstrafen und außerdem Punktabzüge für die am höchsten spielende Mannschaft; in diesem Fall würde es die Herren in der Oberliga treffen.

Neben dem Aufstocken des Kontingents an Schiedsrichtern sollen die Regeln auch insgesamt im Verein flächendeckend besser kommuniziert werden. So plant die STV-Abteilung eine Art Regelkunde für die Eltern als breite Kampagne, denn die ein oder andere Entscheidung könnten Zuschauer mangels Wissen einfach nicht nachvollziehen. Mit einer Regelauffrischung, wie sie die acht neuen Soester Handball-Schiedsrichter jetzt ja auch bekommen hätten, betrachte man ein Spiel ganz anders. Das kann nun keinem schaden, ob Schiedsrichter, Spieler oder Zuschauer; egal in welcher Sportart.

Fehlende Schiedsrichter

Fehlende Schiedsrichter kosten die Vereine in Zukunft nicht nur Geld, sondern bald auch Punkte. Der Handball Verband Westfalen hat nicht nur die Geldstrafen erhöht, im schlimmsten Fall drohen der höchstspielenden Mannschaft Punktabzüge. 

Handballkreise sind verpflichtet, mit Wirkung für die dritte Saison, in der das Melde-Ist eines Vereins das Melde-Soll unterschreitet, Punktabzüge auszusprechen und diese dem Verband zur Umsetzung im Spielbetrieb mitzuteilen. Der höchstklassigen Mannschaft ist jeweils ein Punkt pro fehlendem Schiedsrichter abzuziehen. Pro Mannschaft dürfen pro Saison maximal acht Punkte abgezogen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare