SEG hat trotz vieler kleiner Probleme Play-Offs noch im Blick

+
Auch in dieser Szene wollte der Puck nicht ins Dortmunder Tor am Sonntagabend. So richtig rund läuft die Regionalliga-Saison für die Soester EG im Moment nicht.

Echtrop - Der Freitag zählt beim Regionalligisten Soester EG nicht gerade zu den Lieblingstagen der Woche. Während sich viele andere da aufs Wochenende freuen, müssen die „Bördeindianer“ zu ihren Auswärtsspielen reisen. Und genau darin liegt ein wichtiger Knackpunkt, dass es beim aktuellen Tabellenzehnten derzeit nicht so läuft wie geplant.

„Die Jungs geben auswärts alles“, sieht SEG-Trainer Dieter Brüggemann die Einsatzbereitschaft nicht als Problem – im Gegenteil. Weil das Team jedoch zu den teils mehrere Hundert Kilometer entfernten Spielorten meist schon nachmittags abfahren muss, fallen berufsbedingt immer wieder Spieler aus. Oft steht nur ein Rumpfkader zur Verfügung. Und obendrein sorgt der freitägliche Berufsverkehr auf den Autobahnen dafür, dass die SEG meist erst relativ spät und damit abgehetzt ankommt.

Brüggemann ist sich aber auch darüber im Klaren, dass sich daran zumindest in dieser Saison nichts ändern wird. Trotzdem: „Wenn wir freitags auch mal zu Hause spielen könnten, hätten die anderen Mannschaften das Problem“, sagt der Trainer. Das allerdings sei eher ein Thema für die kommende Spielzeit.

Allein auf den Freitag kann die SEG ihre Situation ohnehin nicht schieben. Schließlich haben die „Bördeindianer“ zuletzt sechsmal in Folge verloren, also auch zu Hause. „Wir spielen ja auch nicht unerfolgreich“, versucht der Sportliche Leiter, Burkhard Höcker, die Situation zu beschreiben. Die Spiele gegen Neuwied (auswärts), Herford und Dortmund waren denkbar knapp und selbst gegen den Tabellenzweiten Diez-Limburg hätte es „auch 10:8 ausgehen können. Wenn wir das leere Tor getroffen hätten“, glaubt Brüggemann.

Aber wenn es schon nicht rund laufe, komme meist auch noch Pech hinzu, und das vor allem personell, so der Coach. Da fällt der „Motor der Mannschaft“ (Brüggemann), Adam Klein, mit einer Gehirnerschütterung aus. Da macht ein Paul Jäger gerade mal zwei Spiele und muss am Knie operiert werden.

„Das alles knackt natürlich am Selbstvertrauen“, fasst Brüggemann zusammen. Auch wenn das Ziel, die Meisterrunde, erst einmal in weite Ferne gerückt ist: „Wir sind nicht glücklich, aber wir geben uns nicht auf“, sagt der Trainer. Noch hält er die Play-Offs nicht für unmöglich und personell könne es auch nur aufwärts gehen: Immerhin kommt zum Jahreswechsel wie angekündigt Ernst Reschetnikow. Der Mittelstürmer hat sein Stipendium in den USA dann beendet und soll voll einsteigen.

An welchen Stellschrauben in den kommenden Wochen konkret gedreht werden könne, darüber wollen sich Vorstand, Trainer und Sportlicher Leiter in Kürze besprechen, kündigte Burkhard Höcker an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare