A-Kreisligist plant seine Zukunft

Trainerteam bleibt Germania Hovestadt treu - fünf Neue kommen

Christian Klotz (links) hat bei Germania Hovestadt verlängert, der Sportliche Leiter Daniel Horstschäfer präsentiert die Kleiderschränke in der Vereins-Waschküche.
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Christian Klotz (links) hat bei Germania Hovestadt verlängert, der Sportliche Leiter Daniel Horstschäfer präsentiert die Kleiderschränke in der Vereins-Waschküche.

Zwar ruht der Spielbetrieb im Moment, aber das hält die Fußballer von Germania Hovestadt nicht davon ab, für die kommende Saison zu planen. So gaben die Lippetaler jetzt die Verlängerung mit dem Trainerteam mit Chef Christian Klotz und dem spielenden Co. Klodian Kola bekannt. Kola war bekanntermaßen im vergangenen Sommer aus Lohauserholz zu den Germanen gekommen. Zudem wurde mit Thomas Schmidt ein neuer Torwarttrainer vorgestellt, der schon einige Einheiten in Hovestadt vorgenommen hat und der zuvor in der Nordbögger Ecke aktiv war.

Hovestadt – „Wir sind schon sehr stolz, dass das Trainerteam weitermacht“, sagte Daniel Horstschäfer, der Sportliche Leiter des Vereins, „das wollen wir weiterführen.“ Klotz erklärte, dass die Gespräche schnell beendet waren. „Das war keine Frage. Wir haben hier ein gutes Umfeld, das ganze Drumherum stimmt. Alle packen mit an. Die letzte Saison ist zwar nicht vollständig, aber wir sind auf einem guten Weg.“

Dazu haben auch die „positiven Rückmeldungen“ der Spieler beigetragen, mit denen Horstschäfer gesprochen hat. „Christian bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten“, freut er sich.

Stamm der aktuellen Mannschaft bleibt

Auch neue Spieler sollen mit dazu beitragen, dass sich Germania Hovestadt in der A-Kreisliga Soest etabliert, wie der 2. Vorsitzende, Klaus Herold, das Ziel formuliert. Bei allen Spielern sei darauf geachtet worden, dass sie flexibel einsetzbar sind, erklärte Horstschäfer. Einen Neuzugang kennt er noch aus einer gemeinsamen Zeit bei RW Mastholte. „Da kam Timo Bölter aus der Westfalenliga-A-Jugend des SV Lippstadt in die Landesliga, wurde sofort ein Führungsspieler.“ Der „Denker und Lenker“ kann in der Abwehr, aber auch auf der 6 und der 10 spielen. „Das ist unser Top-Transfer“, freut sich der Sportliche Leiter über den 22-Jährigen.

Vom TuS Germania Lohauserholz kommt Nurullah Kaya, der in der Defensive viele Positionen spielen kann. Der 22-Jährige sei im Hammer Stadtteil zwischen erster und zweiter Mannschaft gependelt.

Im Kreis Soest bekannt ist Kai Wintjes. „Wir kennen uns schon lange“, so Klotz zum für die rechte Abwehrseite eingeplanten 31-jährigen aus Werne, mit dem er beim SV Westfalia Soest zusammengearbeitet hatte. „Danach hat er wegen Studium eine Pause eingelegt. Sportlich und charakterlich passt er, das war nur ein kurzes Gespräch“, sei Wintjes schnell von der Germania überzeugt worden. Bei der Hammer Spvg. habe er auch kurz Oberliga-Erfahrung gesammelt, führte Klotz aus.

Großer Kader mit 27, 28 Spielern

Mit Jerome Plaßwilm kommt ein Spieler zur Germania zurück – das freut den Verein besonders. Er war zwischendurch verletzt und ist jetzt wieder beschwerdefrei. Der 25-Jährige „kann offensiv alles spielen, ist schnell und trickreich“, beschreibt er den Rückkehrer. Auch Henry Köhne ist ein Rückkehrer nach einer beruflich bedingten einjährigen Pause. „Er will wieder angreifen, kann in der Abwehr rechts oder in der Innenverteidigung spielen, aber auch als Sechser“, sagt der Sportliche Leiter über den robusten und kopfballstarken Spieler im Alter von Mitte 20. Mit drei Spielern sei er noch im Gespräch, erklärte Horstschäfer.

Auch einen Fitnessraum haben die Germanen eingerichtet.

Da es keinen externen Abgang gebe, verfügt die Germania über einen großen Kader für die kommende Saison. 27, 28 Spieler könnten es am Ende werden. „Wir haben uns bewusst für einen so großen Kader entschieden“, sagt Klotz. Damit soll im Training das Niveau hoch gehalten werden. Wie bei allen anderen Vereinen sei auch in Hovestadt die Trainingsbeteiligung wechselhaft gewesen bisher, „das hat sich dann sonntags widergespiegelt“, erklärte der Trainer und betonte noch einmal, dass extrem auf den Charakter der Spieler geachtet worden sei. Denn: „Es kann auch mal sein, dass Spieler auf der Bank sitzen, obwohl sie gut trainiert haben“, sagt er zum großen Kader. Ziele seien zwar in diesen Corona-Zeiten nur schwer zu setzen. „Aber wir wollen uns Jahr für Jahr verbessern“, so Horstschäfer.

Reservetrainer machen ebenfalls weiter

Die zweite Mannschaft wird bei alldem nicht vergessen. „Da leisten Freddy Dirksen und Sebastian Ludwigt tolle Arbeit“, hieß es beim Pressegespräch. „Sie haben ihre Spieler auf ein gutes Niveau gebracht, waren auf dem Weg in die C-Kreisliga.“. Nächste Saison soll der Aufstieg gelingen – dass diese Serie noch fortgesetzt und gewertet wird, glaubt in Hovestadt niemand. „Wenn es gewünscht wird, gibt es auch Hilfe aus der Ersten“, so Horstschäfer, „wir sind ein Verein, der zusammenhält.“

Dabei klappe auch die Zusammenarbeit in der Jugend mit den SF Ostinghausen und der JSG Lippetal sehr gut.

Germania investiert in die Infrastruktur

Germania Hovestadts Sportlicher Leiter Daniel Horstschäfer verwies auf eine nach der Verpflichtung von Trainer Christian Klotz zum Sommer 2020 verbesserte Infrastruktur.

So gibt es im Vereinsheim zwei Waschmaschinen, eine Helferin wäscht Trainings- und Spielkleidung der Spieler, legt sie in bereit stehende Schränke mit den Namen der Spieler. Das sei im Kreis Soest einzigartig. „Die Spieler müssen nur ihre Kulturtasche mit zum Training bringen“, sagt Daniel Horstschäfer. Zudem gebe es TV-Geräte in der Umkleide. In einem Raum im Vereinsheim stehen schon Fitness-Geräte, die die Spieler nutzen können, „das wird gut angenommen.“ Auch da soll ein Fernseh-Gerät installiert werden.

Einmal im Monat hatte der Verein einen „Germania-Abend“ geplant, mit gemeinsamem Training der beiden Senioren- und des Altherren-Teams mit anschließendem gemütlichen Teil. Zudem soll noch eine große Markise ans Vereinsheim, um schöner draußen sitzen zu können, auch eine Feuerstelle ist geplant. „Wir wollen für Mitglieder und auch Zuschauer etwas machen“, so 2. Vorsitzender Klaus Herold. Die kleine Grillhütte am Platz, die Durchsagen über Lautsprecher mit passender Musik-Untermalung seien im Kreis ziemlich einmalig. Zudem ist der Bau einer Tribüne geplant – der Anzeiger wird noch berichten. „Was wir uns vornehmen, setzen wir auch schnell um“, betonte Andreas Wagner, ebenfalls 2. Vorsitzender und Leiter der Baumaßnahme. „Wir ergänzen uns sehr gut“, hieß es zum großen Team, zu dem u.a. auch Jonas Finkeldei, Dirk Bauermeister, Sören Reinke und natürlich Germania-Chefin Martina Schumacher gehören.

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