Enttäuschung bei Handballern des Soester TV groß

Robin Bekel und die STV-Handballer verloren am Freitagabend in Dortmund.
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Robin Bekel und die STV-Handballer verloren am Freitagabend in Dortmund.

Dortmund - Die Enttäuschung war zu spüren nach dem 24:27 am Freitagabend in Dortmund. Bei den Spielern des Oberligisten Soester TV. Bei Trainer Dirk Lohse, der sich sein „Heimspiel“ sicherlich ganz anders vorgestellt hatte – und auch bei den STV-Fans auf der Tribüne.

Beim Soester Anhang scheint der Geduldsfaden langsam zu reißen – viele hatten sich nach zwei Jahren in der 3. Liga eine Etage tiefer anscheinend vorgestellt, deutlich öfter jubeln zu dürfen – und wieder besseren Handball zu sehen. Einige gingen schon in den Schlussminuten, als sich die Niederlage abzeichnete. Andere schimpften nach Spielschluss über Einstellung – und Aufstellung von Trainer Lohse.

Der STV-Coach hatte eine auf den ersten Blick eigenwillige Startformation im Angriff ins Rennen geschickt – mit den Rückraumshootern Kim Voss-Fels und Axel Loer auf den Außenpositionen rechts und links. Dazu waren mit Schnorfeil und Gran auch zwei nicht gerade riesige Spieler im Rückraum zusammen mit Max Loer unterwegs.

Handball-Oberliga:OSC Dortmund-Soester TV 27:24

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„Kim und Axel sind auch gute Schützen von Außen, haben dort nicht zum ersten Mal gespielt. Außerdem können sie rumgeholt werden und dann aus dem Rückraum schießen. Darauf haben wir unsere Angriffsstrukturen ausgelegt, weil unser Rückraum derzeit auch krankt“, erklärt Lohse. Zusätzlich war der Plan, mit Schnorfeil, Max Loer und Gran als bewegliche Rückraumspieler in Verbindung mit dem flinken Robin Bekel als Kreisläufer die agile Dortmunder 3:2:1-Deckung vor Probleme zu stellen. Das klappte zu Beginn einfach mal gar nicht, weil sich der STV zu viele Fehler leistete, so dass Soest relativ schnell mit 1:5 hinten lag.

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„Wir haben einfach nicht geschafft, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben. Ich fordere von der Mannschaft auch ein, dass wir die Dinge so spielen, wie wir sie trainieren. Das ist uns aber schon mehrfach nicht gelungen“, so Lohse. Die Achse Max Loer-Robin Bekel habe funktioniert, der Rest sei viel zu statisch gewesen.

"Wir verschlafen in jedem Spiel den Start!"

Verständnis für den Unmut der Zuschauer, die es mit dem STV halten, hat Lohse durchaus: „Die wollen natürlich lieber ein gutes Spiel sehen und jubeln. Wir wollen natürlich auch lieber gut spielen und jubeln. Dass man als Trainer in einer Phase, in der es mal nicht so gut läuft, in die Schusslinie gerät, ist auch normal.“

Der STV-Coach kündigt Veränderungen an: „Vielleicht müssen wir im Training Dinge auch mal anders anpacken. Wir machen seit Saisonbeginn die gleichen Fehler. Wir verschlafen in jedem Spiel den Start, laufen einem Rückstand hinterher.“ 

"Letztendlich auch ein Frage von Qualität und Lernfähigkeit"

Und wenn der Rückstand aufgeholt ist, kommen wieder die Fehler: „Wenn man sieht, wie viele Bälle wir bei einfachen Wechseln oder Übergaben verlieren, oder wie viele Dinger wir im Gegenstoß unnötig wegwerfen. Wir haben in Überzahl zweimal die Chance wieder in Führung zu gehen, aber schaffen es nicht. Es ist letztendlich auch ein Frage von Qualität und Lernfähigkeit.“

Erwarten die Fans zu viel? „Wir haben seit Monaten darauf hingewiesen, dass die Mannschaft sportlich noch nicht so weit ist“, so Lohse. „Wir haben in der 3. Liga einen riesigen Wechsel gestartet, acht Spieler der Aufstiegsmannschaft abgegeben, dafür Spieler ohne Dritt-Liga-Erfahrung und ohne Oberliga-Erfahrung geholt.“ Dieser Prozess sei noch lange nicht abgeschlossen, auch wenn Lohse gerne weiter wäre. Ihm ist aber auch klar: „Wenn wir in der Lage sein wollen, ein Spiel zu gewinnen, müssen wir uns steigern.“

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