Birk Muhr freut sich über Konkurrenzdruck im Tor des STV

Birk Muhr – hier beim 22:24 der Soester in Bielefeld – spielt bislang eine starke Saison mit dem Soester TV.
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Birk Muhr – hier beim 22:24 der Soester in Bielefeld – spielt bislang eine starke Saison mit dem Soester TV.

Soest - Vor zweieinhalb Jahren schloss sich Torwart Birk Muhr in seinem ersten Seniorenjahr dem damaligen Drittligisten Soester TV an, war sofort fester Bestandteil des Teams. Zweieinhalb spannende Jahre später spielt er noch immer in Soest – und ist mit seinen 22 Jahren einer der absoluten Leistungsträger. Im Interview mit Anzeiger-Redakteur Thomas Müller spricht er über die aktuelle Saison in der Oberliga, seinen neuen Torwart-Kollegen und die Ziele mit dem Soester TV.

Herzlichen Glückwunsch zum Auswärtssieg in Gevelsberg. Hatten Sie vom Schlusslicht, das erst einen Punkt hat, so viel Gegenwehr erwartet?

Birk Muhr: In Gevelsberg ist es immer schwer zu spielen. Die Fans sind heiß, und die Spieler haben nichts zu verlieren. Dirk (STV-Trainer Dirk Lohse; Anm. d. Red.) hat uns vorher auch gewarnt, das Spiel nicht zu leicht zu nehmen. So war es dann auch das erwartet schwere Spiel, in dem wir uns erst zum Ende hin absetzen konnten. Ich glaube allerdings auch, dass Gevelsberg noch einige Punkte holen wird.

Sie selbst hatten ja auch großen Anteil, haben in der entscheidenden Phase in knapp zehn Minuten nur ein Tor kassiert. Seit Wochen gibt es Lob für Sie. Wie sehen Sie eigentlich selbst die eigene Leistung?

Muhr: Wir funktionieren im Moment als Mannschaft auch einfach gut. Die Achse mit dem Mittelblock steht. Ich arbeite aber auch viel an mir selber, aber auch mit Kai (Torwart-Trainer Kai Schönfeld; Anm. d. Red.) und Olli (Torwart Christian „Olli“ Ihssen) intensiv zusammen. Nach der Verletzung von Veit Lichtenegger war ich mehr oder weniger alleine, durch Ollis Wechsel zu uns im Januar ist der Druck wieder gestiegen. Das tut mir auch gut.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Torwart-Kollegen? Bisher haben Sie ihn dank ihrer guten Leistungen ja kaum ins Tor gelassen.

Muhr: Es passt zwischen uns sportlich und menschlich gut. Wir verstehen uns, er gibt mir auch während des Spiels Tipps. Klar ist der Konkurrenzdruck da, aber ich freue mich, dass wir mit ihm einen extrem guten Mann gefunden haben. Er wird auch in den nächsten Wochen sicherlich seine Einsatzzeiten bekommen.

Nach dem Karnevalswochenende geht es gegen Spitzenreiter Spenge. Mit ein wenig Glück, also Siegen gegen Gladbeck und Bielefeld, hätte das ein absolutes Topspiel sein können. Was fehlt dem jungen STV noch zu einer absoluten Spitzenmannschaft?

Muhr: Um ganz oben mitzuspielen, müssen wir unsere Chancen noch besser ausnutzen. Aber ich sehe uns auf einem guten Wege. Wir haben eine gute und junge Mannschaft zusammen. Daher habe ich auch am Dienstag meine Zusage für die nächste Saison gegeben. Wir gehören so schon zu den Spitzenmannschaften der Liga. Gegen Spenge können wir trotzdem ganz entspannt aufspielen, denn die haben den Druck, weil sie sonst die Tabellenführung verlieren.

Ihr erstes Jahr in Soest war noch in der 3. Liga. Wie groß ist der Wunsch, dorthin zurückzukehren? Mit Soest oder einem anderen Verein?

Muhr: Der Wunsch höher zu spielen, ist bei allen immer da. Den Ehrgeiz sollte auch jeder haben. Am liebsten wollen wir das natürlich mit Soest schaffen. Ein Aufstieg wäre eine Belohnung für alle, und Soest hat auch mittlerweile das Umfeld geschaffen. Hier passiert im Moment so viel hinter den Kulissen, so viele Menschen packen ehrenamtlich mit an. Da haben Abteilungsleiter Marsel Tonneau und viele andere viel bewegt.

Was ist in dieser Saison noch vom STV zu erwarten?

Muhr: Wir wollen zu Hause noch einmal eine Serie aufbauen. Die Niederlage gegen Gladbeck war ärgerlich. Wir wollen aber mit guten Leistungen Zuschauer in die Halle locken.

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