Tennisherren von Blau-Weiß Soest Westfalenmeister

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Tenniswestfalenmeister in der Halle: Die Herren von Blau-Weiß Soest. ▪

ELSEN ▪ Eindrucksvoll haben die Tennis-Herren des TC Blau-Weiß Soest erneut bewiesen: In Westfalen kann ihnen kaum eine andere Mannschaft das Wasser reichen. Zum dritten Mal nach 2006 und 2010 haben sich die Soester die Westfalenmeisterschaft in der Winterrunde gesichert. Finalgegner TC Rödinghausen hatte beim 5:1 allenfalls eine klitzekleine Chance, die Blau-Weißen zu bezwingen. Denn bereits nach den Einzeln stand fest, dass die Soester rein rechnerisch nur noch einen Satzgewinn für die Meisterschaft brauchen würden. Von Christina Jahnich

Mit 3:1 führten die Soester bereits nach den Einzeln. „An Position eins und drei habe ich uns leicht im Vorteil gesehen“, meinte Trainer Peter Osthoff. Womit er recht hatte: Florian Stephan und Florian Lemke zeigten überragende Leistungen,. Stephan schlug den Rödinghauser Kolja van Lück mit 6:4 und 6:1, Lemke bezwang sein Gegenüber Stephan Weber noch klarer mit 6:1 und 6:2.

Die schwierigsten Matches bestritten die Soester Spieler allerdings gleich Beginn. Der an Zwei gesetzte Philipp Karwasz hatte es mit dem bislang ungeschlagenen Niederländer Philippe Brand zu tun, unterlag unglücklich mit 4:6 und 4:6. Auch Alexander Schweizer an Vier hatte viel Arbeit zu bewältigen, zumal er seinem Gegner auf Asche bereits zwei Mal unterlegen war: Der 6:4, 6:4-Sieg gegen Benjamin Brammert war hart umkämpft.

Darüber war Osthoff umso glücklicher, als dass er sich noch am Freitag zwischen Schweizer und Jens-Hendrik Hörmann entscheiden musste. Letzterer hatte sich trotz seiner Ellenbogenverletzung im Training einem Härtetest unterzogen. Spieler und Trainer entschieden gemeinsam, dass Hörmann nur im Doppel zum Einsatz kommen sollte.

Was sich als gute Entscheidung entpuppte. Denn mit dem Doppelsieg (6:3, 6:2) von Hörmann/Stephan war die Westfalenmeisterschaft am Samstagabend nach gut fünf Stunden endgültig entschieden. Daran hatten die aufschlagstarken Soester, die nach den Einzeln bereits mit 14 Spielen Vorsprung in die Doppelrunde gegangen waren, allerdings keine Sekunde lang gezweifelt. Nach dem ersten Siegsatz der Blau-Weißen hätten sich beide Mannschaften auf ein abruptes Ende der Partien einigen können, spielten aber bis zum Ende durch. „Ich wusste aber auch gar nicht wie es auf dem anderen Platz steht“, meinte Florian Lemke.

Umso besser, denn das stärkste Match des Tages zeigten Lemke und Schweizer gegen das Duo Brand/Brammert. Der 7:6, 6:3-Sieg der Blau-Weißen war das Tüpfelchen auf dem „i“ eines erfolgreichen Tennis-Tages. Acht Matchbälle wehrte das Soester Doppel im ersten Satz ab. Noch einmal etwas fürs Auge für dutzende Zuschauer, die es bis zum Abend noch in der Tennishalle der TuRa Elsen gehalten hatte.

Dass die Soester eigentlich auf fremdem Boden, will sagen Teppich, spielten, fiel am Samstag spielerisch kaum ins Gewicht. Weil in der Bad Sassendorfer Tennishalle kein Platz für Zuschauer gewesen wäre, waren sie in den Paderborner Stadtteil gezogen. Einige Soester trainieren im Winter ohnehin in dieser Halle. Für Peter Osthoff ist sie als OWL-Stützpunkt ein zweites Zuhause. Und zwischenzeitlich waren sogar 100 Fans aus Soest und Rödinghausen vor Ort.

TC BW Soest: Florian Stephan – Kolja van Lück 6:4, 6:1; Philipp Karwasz – Philippe Brand 4:6, 4:6; Florian Lemke – Stephan Weber 6:1, 6:2; Alexander Schweizer – Benjamin Brammert 6:4, 6:3; Lemke/Schweizer – Brand/Brammert 7:6, 6:3; Stephan/Hörmann – van Lück/Röhr 6:3, 6:2.

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