Trainer Hofmann blickt auf kurze Landesliga-Saison des SV Hilbeck

SV Hilbeck war in Landesliga auf einem Riesenweg

Traf als Joker dreimal: Mergim Megjuani (Nummer 22).
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Traf als Joker dreimal: Mergim Megjuani (Nummer 22).

Hilbeck – Seit Oktober 2019 ist Heiko Hofmann Trainer des SV Hilbeck. Eine Saison hat der 46-Jährige beim Fußball-Landesligisten wegen der Pandemie sportlich noch nicht beenden können. Die erste wurde abgebrochen, die zweite kürzlich annulliert. Das ärgert Hofmann. „Wir waren auf einem Riesenweg“, sagt der gebürtige Essener, der vorher Co-Trainer des Regionalligisten SV Lippstadt 08 war.

In der Tat: Nachdem die Hilbecker in den 18 Spielen der Saison 2019/20 fünf Siege in der Staffel 3 eingefahren hatten, brauchten sie diesmal für die gleiche Ausbeute nur acht Partien. Außerdem gab es lediglich drei Niederlagen. Eine Spielzeit zuvor hatte der SVH jede zweite Begegnung verloren. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel verbessert. Jedem Einzelnen hat es Spaß gemacht“, resümiert Hofmann und blickt im Gespräch mit dem Anzeiger auf die recht kurze, aber erfolgreiche Saison zurück.

Bestes Spiel

Im Heimspiel gegen den ambitionierten Aufsteiger Türkspor Dortmund musste Hilbeck Mitte September in der 88. Minute den entscheidenden Treffer zum 0:1 hinnehmen. „Die Jungs haben das überragend gemacht, ich muss ihnen ein Riesenkompliment machen“, sagte Hofmann damals. Für ihn war der Sieg der Gäste „nicht verdient“. Selbst Torschütze Kerim Acil attestierte dem Gegner eine „überragende“ Leistung. Rückblickend spricht der SVH-Coach von einer „absolut ärgerlichen Niederlage. Wir haben mit Pech verloren.“

Schlechtestes Spiel

Mitte Oktober setzte es eine 0:6-Klatsche in Herne. Beim damaligen Spitzenreiter SpVgg Horsthausen kassierte der SVH ein halbes Dutzend Tore und erzielte selbst nicht eins. „Da lief vieles gegen uns, am Ende waren wir chancenlos“, sagt Hofmann und erinnert sich an einen „starken Gegner“. In der ersten Halbzeit hielten die Hilbecker noch gut mit – zur Pause stand es nach einem Elfmetertor 0:1 –, in der zweiten lief nicht mehr viel zusammen. Drei Treffer innerhalb von nur sechs Minuten sorgten für die Entscheidung. In den letzten 30 Minuten habe seine Elf keine Gegenwehr mehr geleistet, monierte Hofmann damals. Heute sagt der Trainer, dass seine Jungs die deutliche Niederlage schnell „abgeschüttelt“ und mit den Siegen gegen Firtinaspor Herne (4:1) und zum Abschluss beim Erler SV in Gelsenkirchen (3:1) die richtigen Antworten gegeben hätten.

Spektakulärstes Spiel

Gleich am ersten Spieltag lagen die Hilbecker im Heimspiel gegen den SuS Kaiserau (4:3) bis zur 74. Minute mit 1:2 zurück, drehten die Partie und kassierten kurz vor Schluss den 3:3-Ausgleich. In der dritten Minute der Nachspielzeit ließ Joker Mergim Megjuani den SVH jubeln. „Wir haben das Tor quasi eingewechselt“, sagt Hofmann. Megjuani war erst in der 89. Minute reingekommen und traf mit dem Kopf.

Er hat seine Tore nicht geschenkt bekommen, sondern dafür geackert und seine Verpflichtung damit mehr als gerechtfertigt.

Hilbecks Trainer Heiko Hofmann über Bünyamin Tas

Stärkster Gegner

Die SpVgg Horsthausen war für Heiko Hofmann der stärkste Gegner, mit dem es sein Team zu tun bekam. „Individuell, vom Mannschaftsgefüge und von der Taktik – das war eine tolle Truppe“, sagt Hilbecks Coach. Er hätte der Sportvereinigung vieles zugetraut, wäre die Saison nicht erst unterbrochen und dann ohne Wertung beendet worden.

Schönstes Tor

Besonders gern erinnert sich Hofmann an einen Heber von Mergim Megjuani. Der Ball flog über den Torwart hinweg ins Ziel. Gegner war Firtinaspor Herne, Megjuani stach wieder als Joker – diesmal sogar doppelt.

Bester Torschütze

Bünyamin Tas überraschte viele. „Er war nicht mit großen Vorschusslorbeeren gekommen“, sagt Hofmann, der den Angreifer schon als Gegenspieler kennengelernt hatte. Tas war mit vier Treffern nicht nur bester Torschütze der Hilbecker, sondern habe sich gut eingefügt. „Er hat seine Tore nicht geschenkt bekommen, sondern dafür geackert, und seine Verpflichtung damit mehr als gerechtfertigt“, sagt Hofmann.

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