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SV Hilbeck erlebt Debakel - und ist mit 1:9 bei Türkspor noch gut bedient

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Von: Frank Zöllner

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Torschützen unter sich: Türkspors Dreifach-Torschütze Marcel Reichwein schirmt den Ball von Hilbecks Maurice Kutzka ab. Mehr Bilder unter soester-anzeiger.de.
Torschützen unter sich: Türkspors Dreifach-Torschütze Marcel Reichwein schirmt den Ball von Hilbecks Maurice Kutzka ab. Mehr Bilder unter soester-anzeiger.de. © Zöllner, Frank

Das Hinspiel endete bereits mit einem 1:7-Debakel – das Rückspiel am Fredenbaumpark wurde noch ein bisschen deutlicher.

Landesliga 3: Türkspor Dortmund – SV Hilbeck 9:1 (5:1). Nach zuletzt vier unbesiegten Partien fuhr der Gast mit ganz leisem Optimismus zum Spitzenreiter Türkspor – und wurde filetiert und in seine Einzelteile zerlegt. Die Gäste, die im Vergleich zum 3:0 am Donnerstag im Nachholspiel gegen Schlusslicht DJK Wattenscheid auf die beiden Außenverteidiger Daniel Freitag und Nico Danne verzichten mussten, begannen mit einer Viererkette.

13 Minuten lang hielt die Abwehr – dann traf Ex-Profi Marcel Reichwein zur Führung. Und es ging danach weiter Schlag auf Schlag: Nach einer kurz gespielten Ecke traf Celik zum 2:0, nach einer traumhaften Vorarbeit von Reichwein erhöhte Schmidt auf 3:0 – es waren gerade 20 Minuten gespielt. Wenig später legt Hamza das 4:0 nach (23.). Türkspor ließ nicht locker, erzielte ein Abseitstor, kombinierte, verlagerte, wirbelte, ohne dass die Hilbecker sie störten. Speziell Ex-Profi Marcel reichwein war nie von der SVH-Deckung zu stellen – Fabian Hellmich kam erst gar nicht in die Zweikämpfe. Der 36-Jährige spielte den Ball sofort ab, lief sich frei oder ging ins Dribbling.

Keeper Silas Wiehoff erlebte den schwärzesten Tag zumindest in seiner noch jungen Seniorenlaufbahn. Er wurde von seinen Vorderleuten alleine gelassen – konnte aber auch kaum einen Ball halten. Denn bei Türkspors Chancenwucher gingen die Bälle oft knapp neben oder über das Tor.

„Was soll ich dazu sagen?“, war Wiehoffs einziger Kommentar nach den Schlusspfiff – wohl wissend, dass sein Urteil über seine Vorderleute wohl unschöne Worte enthalten hätte.

Dennoch gelang dem Gast der 4:1-Anschlusstreffer. Nach Rosenkranz-Flanke behinderten sich der Türkspor-Torwart und Bünyamin Tas im Fünf-Meter-Raum – und der Ball rutschte durch zu Maurice Kutzka (31.). Aber Pascal Schmidt mit seinem zweiten Treffer stellte den Vier-Tore-Abstand wieder her.

Nach der Pause stellte der Gast um – und hielt Türkspor erst einmal etwas von seinem Tor weg. Noel Scholz lief sogar nach einer Balleroberung alleine aufs Türksport-Tor zu, wurde aber noch im Strafraum eingeholt (54.).

Sie gehören von der Nummer 1 bis 11 nicht in diese Liga. Was wir auch gespielt haben, sie haben ohne Probleme eine Antwort darauf gefunden. Wir müssen ganz schnell den Kopf wieder hochkriegen.

Heiko Hofmann, Trainer SV Hilbeck

Als Scholz Reichwein im Strafraum legte, traf der gefoulte Ex-Profi per Strafstoß zum 6:1 (65.). Nun bekamen die Gastgeber wieder Lust, bei Hilbeck gingen die Köpfe runter. Türkspor spielte sich variabel Top-Chance um Top-Chance heraus – und traf nur noch dreimal. Über eine zweistellige Niederlage hätte sich bei den Schwarz-Gelben keiner beklagen können.

„Sie gehören von der Nummer 1 bis 11 nicht in diese Liga. Was wir auch gespielt haben, sie haben ohne Probleme eine Antwort darauf gefunden. Wir müssen ganz schnell den Kopf wieder hochkriegen“, sagte SVH-Trainer Heiko Hofmann auch mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Hombrucher SV.

Tore: 1:0 (13.) Reichwein, 2:0 Celik (16.), 3:0 Schmidt (20.), 4:0 Hamza (23.), 4:1 Kutzka (31.), 5:1 Schmidt (40.) 6:1 FE Reichwein (66.), 7:1 Akman (73.), 8:1 Reichwein (81.), 9:1 Biancardi (89.).

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