Schlüsselträger kriegen im Endspurt die Kurve beim 28:24

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Seine Schnelligkeit war einmal mehr ein wichtiger Trumpf für den Soester TV. Gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck gelangen Max Picht vier Tore.

Soest – Es hat nicht viel gefehlt und der Soester TV hätte gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck wie schon im Hinspiel einen Vorsprung verspielt. Diesmal aber kriegten die Schlüsselträger im Endspurt die Kurve und feierten einen 28:24 (14:10)-Sieg gegen den abstiegsgefährdeten Aufsteiger. Damit eroberte der STV Platz drei vom strauchelnden VfL Gladbeck.

Die Schützlinge von Trainer Dirk Lohse waren von Anfang an in Führung. Sie profitierten von etlichen Siebenmetern, die zumeist von Kreisläufer Anton Schönle herausgeholt und von Kapitän Max Loer verwandelt wurden. Auch direkt vom Kreis war Schönle erfolgreich, setzte damit die Akzente, ehe sein Trikot bei einer rüden Abwehrattacke zerrissen wurde.

Dadurch ließen sich die Gastgeber aber nicht beirren, verteidigten den Vorsprung von drei, vier Toren. Und das auch in der hektischen Schlussphase der ersten Halbzeit, als sich die Reihen auf dem Spielfeld nach vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten lichteten. Dabei überstand der STV auch eine kurzzeitige doppelte Unterzahl.

Nach der Pause war es an Max Picht, den schmelzenden Abstand wieder zu erhöhen, war er doch immer wieder schnell am gegnerischen Kreis, wo er die Pässe von Keeper Birk Muhr im Nu verwandelte. So blieb der STV im Vorteil, zumal Youngster Luke Tischer die Coolness besaß, einen Siebenmeter zu wandeln, nachdem Max Loer seinen neunten und zehnten Versuch vergeben hatte.

Dennoch wurde es eng, da vorn im gebundenen Spiel zu wenig lief. Jöllenbeck kam heran. Da war es an Keeper Muhr, der sich zuvor gerade von außen oder bei einem Freiwurf durch die Beine hatte übertölpeln lassen, seine Farben in Front zu halten. Fünf Paraden in kürzester Zeit, zum Teil gegen völlig freie Gegenspieler, ließen das Publikum auf den spärlich besetzten Rängen jubeln.

Durch war das Ding jedoch noch nicht, beim 23:22 hatten die Gäste knapp sechs Minuten vor Schluss den Ausgleich vor Augen. Da musste STV-Coach Dirk Lohse mal wieder in seine Trickkiste greifen. Er brachte einen siebten Feldspieler, und zwar den zuvor pausierenden Schönle. Prompt wurde Platz geschaffen für Axel Loer, der sich vehement zum 24:22 durchtankte. Nach dem erneuten Anschlusstreffer war es Schönle mit einem Rückhandtor vom Kreis, ehe sich nach einer weiteren Muhr-Parade Picht gegen die offene Deckung der Gäste durchsetzte und mit dem 26:23 alles klar machte. Ihm blieb nach einem Vukoja-Tor auch das letzte Wort vorbehalten – natürlich per Konter nach Muhr-Pass.

Dirk Lohse zeigte sich zufrieden, hob Muhrs Paraden, die starken Anspiele an die Kreisläufer Schönle und Vukoja sowie Tischers verwandelten Siebenmeter hervor.

Soester TV: Muhr, Ihssen; Schnorfeil (2), A. Loer (2), Vukoja (3), Schönle (4), Haake (1), Bekel (1), M. Loer (9/8), Franke, Zülsdorf, Tischer (2/1), Picht (4), Falkenberg (n.e.).

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