Sportvergleich Soest – Soest: „Austausch ist eine tolle Sache“

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Die Basketballer des BC 70 Soest freuten sich über die Spiele gegen ihre alten Freunde von den Red Stars. Bei den Jungen waren die Gäste erfolgreich, das Mädchenspiel entschieden die „Siebzigerinnen“ für sich.

Soest - Klein, aber fein: So lässt sich der Sportvergleich Soest/D mit Soest/NL am Samstag am besten umschreiben. Bei perfekten äußeren Bedingungen gingen die jungen Sportler aus den Partnerstädten ihrem Hobby nach.

Zwar waren es nur Basketballer, Volleyballer, Fußballer und Tischtenniscracks, die sich freundschaftlich maßen. Aber die hatten sichtlich ihre Freude. Und nach den Spielen kamen auch die von Seiten der beiden Partner gewünschten persönlichen Kontakte zustande. So war der Vergleich nicht nur für die Sportler, sondern auch für Thomas Nübel von der Verwaltung der Bördestadt ein voller Erfolg.

„Das war rundum gelungen. Das war ein kommunikativer Austausch, wir haben unser Ziel erreicht“, zog Nübel nach gut acht Stunden des Vergleichs – er war zum zweiten Mal nach 2015 in den Niederlanden ein Ein- statt wie zuvor ein Drei-Tages-Event. Und auch das Ergebnis passte. 4:4 hieß es nach den Spielen im Soester Westen – im Schulzentrum und Börde-Berufskolleg.

Zwischen den Basketballern des BC 70 Soest und der Red Stars gab es drei Spiele. Die U16-Jungen aus der Börde hielten 15 Minuten das Spiel offen, „danach ging es bergab, setzte sich das schnellere Spiel der Niederländer durch“, so Dirk Heidenreich vom BC zur 38:56-Niederlage. Das U18-Mädchenteam, bunt zusammengewürfelt, habe sich erst finden müssen, ehe es nach einem zerfahrenen ersten Viertel noch klar mit 67:32 gewann. Chancenlos gegen die Pressdeckung der Gäste waren die BC-U18-Jungen beim 38:80. „Die waren athletischer, spielen in der ersten Division in den Niederlanden“, gestand Heidenreich die Überlegenheit der Red Stars neidlos ein.

Beim Tischtennis war der Nachwuchs des TuS Jahn Soest klar überlegen. Zwei Vierermannschaften standen sich gegenüber, 12:2 hieß es am Ende für Jahn gegen den TTV Shot Soest. Viktor Sobetskiy mit seinen acht Jahren blieb ebenso ungeschlagen wie die elfjährige Medeea Grazu, das zweite Soester Ausnahmetalent. „Das war rundum gelungen, alles war sehr gut organisiert“, lobte Klaus Stöberl aber nicht nur die Spieler, sondern auch den Rahmen, den die Stadt Soest mit Nübel und Daniela Springer geschaffen hatte.

Kurios verlief das Spiel der Fußballer auf dem Rasen am Schulzentrum. 1:3 lag die B2 des SV Westfalia Soest nach einem Drittel – es wurde über dreimal 30 Minuten gespielt – zurück, um noch mit 8:3 zu gewinnen. „Wir sind zum ersten Mal beim Austausch dabei, das ist eine tolle Sache für die Jungs“, sagte Aart den Hartog, zusammen mit Max Frakking Betreuer von VVZ 49 Soest. „Im ersten Drittel waren wir in der Defensive anfällig, danach habe ich etwas umgestellt. Spielerisch waren wir deutlich überlegen“, so SVW-Trainer Heiner Stork zum sicheren Sieg, zu dem Maurice Gißel, Finn Rüther (je 2), Marius Radon, Justin Stork, Maxim Schubin und Luca Styra trafen.

Bei den Volleyballern kassierten die U16-Jungs des Soester TV eine knappe 1:2-Niederlage gegen die Mannschaft von AGAVS Soesterberg; nach gewonnenem ersten Satz wechselte Trainer Heinz Arens munter durch. Die STV-U16-Mädchen hingegen feierten einen 3:0-Sieg, während sich die U14-Mädchen ebenfalls knapp mit 1:2 geschlagen geben mussten. Der niederländische Betreuer Toon van Mil war begeistert; sein Verein hatte zum ersten Mal am Austausch teilgenommen. „Das war eine tolle Veranstaltung, wir kamen super mit den Holländern klar“, so Arens.

„Dank an die Gäste, die tolles Wetter mitbringen“, hatte Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer am Morgen die Niederländer in der Aula des Schulzentrums begrüßt. „Wir setzen eine gute Tradition fort, die einzigartig ist, wollen die Städtepartnerschaft weiterentwickeln.“ Rob Metz, Bürgermeister der Gäste, erklärte: „Wir freuen uns riesig auf diesen Tag. Danke für die hervorragende Organisation, wir werden einen unvergesslichen Tag erleben.“ So dürften die Gäste auch bei der Rückfahrt gedacht haben.

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