Bezirksliga 7: Spitzenspiel in Hilbeck erwartet

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Nach dem Derbysieg in Ostinghausen wartet auf den SV Hilbeck (in gelb) mit dem Tabellenzweiten Westfalen Liesborn eine ganz schwierige Aufgabe.

HILBECK - Spitzenspiel in der Bezirksliga 7: Der SV Hilbeck als Tabellenvierter erwartet am Sonntag um 15 Uhr den Tabellenzweiten SV Westfalen Liesborn im Willi-Hafer-Stadion. SVW Soest will gegen Neubeckum den dritten Sieg in Serie einfahren, während die SF Ostinghausen und Aufsteiger Bremen auswärts ran müssen.

SV Hilbeck – Westfalen Liesborn. In Hilbeck treffen nicht nur zwei weit in der Tabelle vorne platzierte Mannschaften aufeinander, sondern auch die besten Offensivreihen.

Beide Mannschaften haben in bisher neun Spielen jeweils 30 Tore erzielt. Über die auf dem Papier etwas bessere Abwehr verfügt dabei der Gastgeber, der erst 13 Gegentore hat hinnehmen müssen (Liesborn 18).

„Das wird normalerweise ein schönes Spiel auf Augenhöhe“, freut sich Hilbecks Trainer Alf Dambrowsky auf das Spiel – ohne dass er seine Mannschaft unter Druck sieht. Liesborn habe dabei ein ähnliches Spielkonzept wie seine Mannschaft, so dass es darauf ankommen wird, wer die Zweikämpfe gewinnt und mehr investiert. „Vielleicht haben wir durch das Heimrecht einen kleinen Vorteil; zu Hause haben wir ja bis auf Herringen alles gewonnen“, so der SVH-Coach. Gegen Liesborn werde es sicher ein „enges Ding, die Tagesform wird entscheiden.“

Zwei Dinge sieht Dambrowsky vor dem Topspiel positiv: „Um die Motivation brauche ich mir keine Gedanken zu machen, alle Spieler sind heiß vor so einer Partie.“ Zudem kann er die Rückkehr von Timo Hilse in den Kader vermelden, so dass er in der Offensive eine weitere Option hat. „Bis auf Andreas Hustadt ist alles an Bord. Wir wollen unser Spiel durchziehen, haben aber großen Respekt vor dem Gegner“ – Angst allerdings auf keinen Fall.

„Liesborn hat eine gute Truppe, die sind ja nicht auf den zweiten Platz hingelost worden“, sagte Dambrowsky über den Gegner, der ausgeglichen besetzt sei. „Da muss man im Notfall auch mal mit einem Punkt zufrieden sein.“ Der Hilbecker Trainer erinnert sich an die vergangene Saison zurück, als seine Mannschaft in Liesborn in der Anfangsphase klar dominierte und mit 1:0 führte, im weiteren Verlauf der Gegner aber immer stärker wurde und am Ende noch den verdienten Ausgleich erzielte. Auf eigenem Platz gab es dann einen 2:1-Sieg für den SV Hilbeck, der am Sonntag mit einem Erfolg den Gast in der Tabelle überholen würde. Sollte das nicht klappen, wäre das für Alf Dambrowsky aber auch kein Beinbruch.

Borschel: „Müssen jetzt nachlegen“

SVW Soest – SV Neubeckum. Die Formkurve des SV Westfalia Soest ging zuletzt steil nach oben. Sechs Punkte und 7:0 Tore erzielten die Ardeykicker aus den vergangenen zwei Spielen, sprangen damit bis auf Tabellenplatz sieben. Am Sonntag (15 Uhr) bietet sich im Bezirksliga-Heimspiel nun die große Gelegenheit den dritten Dreier in Reihe folgen zu lassen.

Denn der Gegner heißt Kellerkind SV Neubeckum. „Wir müssen jetzt nachlegen“, fordert Trainer Klaus Borschel, der seine Jungs wieder auf dem richtigen Weg sieht: „Das merke ich einfach auch im Training. Die schlechte Phase liegt endgültig hinter uns.“ Neubeckum gelang erst am vergangenen Sonntag der erste Saisonsieg gegen Aufsteiger SVA Langeneicke, an den der SVN nun die Rote Laterne weitergereicht hat.

Trotz der sehr klar verteilten Favoritenrolle möchte Borschel aber keinesfalls von einer Pflichtaufgabe sprechen: „Die gibt es in dieser Liga nicht. Es gilt jeden Gegner ernst zu nehmen und immer Vollgas zu geben.“ In der aktuell schlechten Tabellenposition der Neubeckumer sieht der Westfalia-Linienchef sogar eher einen kleinen Nachteil für seine Elf. Es bestehe schnell die Gefahr so ein Team zu unterschätzen, warnt Borschel.

Trotz aller Zurückhaltung erwartet der Coach von seinem offensiv so stark besetzten Kader einen dominanten Auftritt. Es gelte wieder das eigene Spiel durchzudrücken, wie zuletzt erfolgreich gegen Bremen und davor Warendorf praktiziert. „Wir wollen Druck aufbauen, das Spiel bestimmen und Neubeckum möglichst in der eigenen Hälfte festsetzen“, gibt Borschel die Marschroute vor.

Fehlen werden Bartosch Buchowiecki, der sich eine Fußprellung zugezogen hat, und die weiterhin verletzten Daniel Hermstein, Christian Eschmann und Erich Kraus. Dafür steht Kevin Nicolai nach überstandener Verletzung nun schon zum dritten Mal wieder im Kader und dürfte am Sonntag zumindest als Joker ziemlich sicher sein Comeback feiern. „Er ist eines unserer größten Talente“, freut sich Borschel sehr, dass der Abwehrmann im Training immer größere Fortschritte macht.

Gabriel fordert klare Steigerung

SVF Herringen – TuS Bremen. Von der Tabellenlage her treffen die Bezirksliga-Fußballer des TuS Bremen am Sonntag um 15 Uhr auf einen Gegner auf Augenhöhe. Denn Gastgeber SVF Herringen hat elf Zähler auf seinem Konto, damit zwei weniger als die Husaren. Aber TuS-Spielertrainer Oliver Gabriel geht dennoch davon aus, dass seine Mannschaft vor einem schweren Gang steht. Denn Herringen gehörte vor der Saison zu den Kandidaten, die oben mitspielen sollten. Warum der SVF einen so holprigen Start erwischt hat, vermag Gabriel nicht zu sagen.

„Ich weiß nicht genau, was in Herringen los ist“, sagte der Spielertrainer des Aufsteigers vor dem Sonntagspiel, „da muss etwas im Argen liegen. Denn die haben gutes Personal. Daher denke ich, dass die Latte da schon recht hoch liegen wird. Mit einem Pünktchen wäre ich schon zufrieden.“ Nach einer schwachen Leistung im Derby gegen den SV Westfalia Soest hofft er, dass seine Mannschaft morgen eine bessere Leistung zeigt. „Wir müssen gegen ein Team wie Herringen die ganzen 90 Minuten mit der nötigen Konzentration und Aggressivität spielen, müssen da alles abrufen“, wünscht er sich eine Steigerung.

Einen „Fahrplan“ für das Spiel will er sich aber erst kurzfristig zurechtlegen. Denn er hat zwei personelle Fragezeichen im Kader. Andreas Wilmes ist erst kurzfristig wieder ins Training eingestiegen, Thomas Sauer war ein wenig krank. „Ich hoffe, dass sich das bis Sonntag erledigt“, so Gabriel, der natürlich weiter auf Meinolf Vielberg, Marius Schleimer und Andre Bittis verzichten muss. Dazu werde nun auch Philip Allhoff wohl für den Rest der Hinrunde ausfallen. Immerhin könne Sascha Dungs vielleicht nächste Woche wieder mit dem Lauftraining beginnen.

Ostinghausen will auch Vorwärts Ahlen ärgern

Vorwärts Ahlen – SF Ostinghausen. Zwei Niederlagen am Stück sind für die SF Ostinghausen genug. „Wir wollen möglichst schnell wieder punkten“, sagt Trainer Alex Cirivello vor dem Bezirksliga-Gastspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen Vorwärts Ahlen.

Beim Sechsten, der sich zuletzt zwei Unentschieden erkämpfte, sieht der Linienchef sein Team aber nur in der Außenseiterrolle: „Wir haben nichts zu verlieren. Ahlen ist eine dynamische und spielstarke Mannschaft“, nahm Cirivello den nächsten Gegner schon persönlich unter die Lupe und hat vor allem Respekt vor Innenverteidiger Sebastian Pälmke. „Der Junge ist richtig gut“, so Cirivello.

Mit Kapitän Jonas Strupat müssen die Ahlener auf einen ihrer stärksten Spieler verzichten. Aber auch Ostinghausen ist nicht frei von personellen Sorgen. Ob Nihat Erdöl, Jacek Litzbarski und David Haag spielen können, ist höchst fraglich. Bei Torwart Florian Garnatz (Blinddarm-Reizung) hofft Cirivello noch: „Er ist extrem wichtig für uns. Mit Florian steht unsere Abwehr viel sicherer.“

Obwohl das bisher letzte Spiel gegen Topteam Hilbeck nach 2:0-Führung noch mit 2:4 verloren ging, zeigte sich der Trainer mit dem Auftreten sehr zufrieden: „Wir haben gezeigt, dass wir selbst solch einem starken Team Probleme bereiten können. An diese spielerische Leistung gilt es anzuknüpfen, gegen den Ball müssen wir aber gestaffelter und sehr kompakt agieren, um Ahlen keine Räume anzubieten.“

Denn vier Gegentore seien einfach zu viel. Unter der Woche betrieb Cirivello mit dem Team deshalb eine intensive Fehleranalyse. „Vor einem Gegentor machen gleich drei Spieler hintereinander einen schweren individuellen Fehler. Das gilt es in Ahlen unbedingt zu vermeiden“, fordert der Coach mehr Konzentration.

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