Sie haben in der 15. und in der 27. Minute jeweils ein Tor gemacht. Welches dieser Tore war für den Spielverlauf wichtiger?
Ich könnte jetzt gar nicht so genau sagen, welches Tor wichtiger war. Beide waren auf ihre Art und Weise bedeutsam: Das erste Tor war der Ausgleichstreffer, nachdem wir gleich zu Anfang einen Gegentreffer kassiert hatten. Aber das zweite Tor war auch wichtig, um die Sassendorfer ordentlich unter Druck zu setzen. Interessanter war für mich persönlich das zweite Tor, weil es mein erstes Kopfballtor überhaupt war: Ich hatte den Ball zunächst unter die Latte geschossen, konnte dann aber noch mal meinen Kopf dazwischen halten, und den Ball so sicher ins Tor befördern.
Name: Nadine Arndt
Alter: 20
Familienstand: ledig
Beruf: Schülerin
Bisherige Vereine: TuS Wickede/ Ruhr
Beim Höinger SV seit: 2009
Position: Sturm
Rückennummer: 23
Ich spiele Fußball, weil es mir Spaß macht, ein Ausgleich zum Alltag ist und ich meinen sportlichen Ehrgeiz ausleben kann.
Beim TuS Wickede/ Ruhr zu spielen ist für mich, eine zweite Familie und viel Spaß mit Freunden.
Lieblingsverein: Borussia Dortmund
Fußballerisches Vorbild: Alexandra Popp
Es gab aber auch ein sehr frühes Gegentor, schon nach drei Minuten lagen sie hinten. Hat das den Druck auf Sie und Ihre Mannschaft erhöht?
Ja, absolut. Wir standen eh von Anfang an stark unter Druck, weil unsere beiden Stammtorhüterinnen ausgefallen sind. Notdürftig musste deshalb eine unserer Mittelfeldspielerinnen einspringen. Das hat uns alle etwas verunsichert. Wir mussten erst einmal unsere Nervosität loswerden und richtig ins Spiel herein finden. Gerade so ein frühes Gegentor strapaziert dann noch einmal stark die Nerven.
Marc Bannwitz, der Trainer der Damen der TuS Wickede, ist sich der spielerischen Qualitäten, seiner Top-Torjägerin bewusst: „Schon in der U17 war Nadine ein absoluter Erfolgsgarant, aber gerade in den letzten anderthalb Jahren hat sie nochmal einen richtigen Sprung zur echten Spitzenspielerin gemacht. Das Spiel wird teils von uns auch extra auf sie zugeschnitten. Aber trotzdem ist sie sich sehr bewusst, dass ihre Leistung so nicht möglich wäre, wenn sie nicht so ein super Team hinter sich stehen hätte.
Am Anfang dieser Saison hatte Nadine auch so ihre Schwierigkeiten, aber irgendwann ist der Knoten dann geplatzt und jetzt ist sie wieder ganz vorne mit dabei.
Aber auch außerhalb vom Platz ist sie eine echte Teamplayerin, das hat sie im letzten Jahr auch unter Beweis gestellt, indem sie mit uns gemeinsam eine Spendenorganisation fürs Ahrtal ins Leben gerufen und organisiert hat.“
In der zweiten Halbzeit gab es statt Toren nur noch Gelbe Karten. Ging es da mehr zur Sache?
Die zweite Halbzeit war eigentlich noch viel stärker umkämpft als die erste – und das, obwohl keine Tore mehr vielen. Aber gerade deshalb wurden wir und auch die Bad Sassendorferinnen immer nervöser, und die Emotionen kochten hoch, sodass es auf beiden Seiten hektisch wurde. Am Ende wurde unsere Ersatztorhüterin dann sogar noch verletzt und musste vom Platz runter.
Auch nach dem Sieg gegen den BV Bad Sassendorf stehen Sie jetzt noch einen Tabellenplatz unter diesen. Ist das für Sie ärgerlich?
Ärgerlich ist das jetzt nicht unbedingt, aber wenn wir im Laufe der Saison noch einen Platz vorrücken würden, wäre das natürlich auch schön. Generell ist uns jetzt aber erst mal der Klassenerhalt das Wichtigste, und wenn wir am Ende in den Top Sechs stehen würden, also da wo wir jetzt aktuell sind, dann wären wir zufrieden.
Die Rückrunde läuft aktuell ja deutlich besser als die Hinrunde für die TuS Wickede. Woran liegt das?
Der Anfang der Saison ist uns schwergefallen, weil wir durch unseren Aufstieg die Gegner kaum kannten. So mussten wir erst einmal unsere Gegner und die Spielweise in der Bezirksliga richtig kennenlernen, um uns darauf einzustellen. Allgemein ist die Spielweise schon anders als in der Kreisliga, aber jetzt haben wir uns ganz gut eingefunden und kennen unsere Gegner. Wichtig ist uns für die kommenden Spiele vor allem, konzentriert zu spielen, und die Ruhe zu bewahren.
In der vergangenen Saison haben Sie 49 Tore erzielt, waren damit die zweitbeste Torschützin der Kreisliga. Möchten Sie an diesen Erfolg anknüpfen? Haben Sie sich ein Ziel gesetzt?
Ein bestimmtes Ziel habe ich nicht. Am wichtigsten sind mir die Ziele der Mannschaft, und dass ich diese so gut es geht mit Toren unterstützen kann.