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Kirmesausflug schweißt STV zusammen und beflügelt besonders Axel Loer

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Von: Thomas Müller

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Immer wieder gut in Schussposition gebracht traf Axel Loer neunmal beim Kirmes-Heimsieg gegen den HSV Hemer.
Immer wieder gut in Schussposition gebracht traf Axel Loer neunmal beim Kirmes-Heimsieg gegen den HSV Hemer. © Niggemeier

Soest - Als Axel Loer nach gut zwei Minuten zum ersten Mal im Rückraum zum Wurf hochstieg und abzog, deutete sich schon an, dass er einen guten Tag erwischt hatte. Patrick Spiller im Tor des HSV Hemer konnte dem Geschoss nur hinterher schauen.

Nach 60 Minuten hatte der Soester TV mit 29:23 gewonnen, Axel Loer hatte neunmal getroffen und die Soester Handball-Gemeinde freute sich über ein sehr gelungenes Kirmes-Heimspiel – mal wieder.

„Wir sehen am Kirmeswochenende immer gut aus. Da haben wir in den vergangenen Jahren bestimmt 95 Prozent unserer Spiele gewonnen“, kann sich Kapitän Max Loer an kein schlechtes und kaum ein verlorenes Spiel am tollen Soester Wochenende erinnern.

Das Ergebnis passte, und die Leistung der gesamten Mannschaft noch viel mehr. Keiner ließ sich von der zum Teil ruppigen Spielweise der Gäste anstecken. Soest blieb ruhig und leistete sich kaum eine Schwächephase. Und auch als Hemer anfangs noch immer wieder eine Führung vorlegte, arbeiteten die Soester weiter und verdienten sich dank einer großartigen Deckungsarbeit doch noch die Pausenführung. Davor wuselten wie gewohnt Bekel und Schnorfeil herum, und hinten räumte Axel Loer in der Zentrale auf.

Kein Wunder also, dass der Soester „Siebener“ nach dem Spiel im allgemeinen Jubel die meisten Schulterklopfer von allen bekam. In seiner typischen Art hatte Axel Loer zwar ein Siegesstrahlen auf dem Gesicht, blieb aber ganz bescheiden: „Klar freue ich mich über meine gute Leistung, aber wir haben das Spiel auch nur dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewonnen. Meine Mitspieler haben mich einfach gut in Szene gesetzt.“ Insgesamt habe sein Team einfach gut gespielt: „Wir standen hinten sehr gut und haben uns vorne wenig überflüssige Schüsse genommen.“ Nach dem jüngsten Auftritt davor, als der STV in Ferndorf völlig von der Rolle schien, sei das auch nötig gewesen.

Eine Reaktion auf das 27:34 von vor der Herbstpause hatte sich auch Trainer Dirk Lohse gewünscht. Daher war er natürlich auch richtig zufrieden. „Das hatte sich im Training am Samstag schon angedeutet“, lobte Lohse – damit meinte er nicht nur Axel Loer, sondern die gesamte Mannschaft. Samstagstraining ist beim STV auch eher die Ausnahme, war aber der Allerheiligenkirmes geschuldet, die jedes Jahr Improvisationstalent von Trainerteam und Sportlern beim Turnverein verlangt.

Denn mittwochs geht es eigentlich immer mit Mannschaft, Ehemaligen und Freunden gemeinsam auf die Kirmes. „Das fördert den Zusammenhalt, der Teamgeist bei uns ist auch echt groß. So ein Ausflug schweißt dann auch zusammen. Daher haben wir auch in den vergangenen Jahren am Kirmeswochenende immer gut gespielt“, freut sich Axel Loer. Weil nach dem Teamausflug auch noch der Pferdemarkt und der Freitagabend kommen, steht dann am Samstag eben Training an. Und die Einheit in der Dülberghalle war wohl deutlich mehr als bloßes Ausschwitzen einiger Bullenaugen, ließ Lohse Durchblicken.

Für den Soester Trainer war das Heimspiel gegen Hemer übrigens das erste nach seinem angekündigten Abschied. Eine Rolle habe das am Sonntag aber nicht gespielt, meint Axel Loer. „Wir sind ja sowieso immer noch eine Einheit und wollen gegen jeden Gegner alles geben. Wir hängen uns weiter genauso rein und wollen mit Dirk natürlich noch so viele Siege wie möglich feiern.“

Möglichst bald soll so einer auch einmal auswärts gefeiert werden, wo der STV bislang sieglos ist. Die nächste Chance steht am kommenden Samstag beim TuS Bielefeld/Jöllenbeck an (Samstag, 17.45 Uhr, Realschule Jöllenbeck).

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