Soester TV: Zusätzlicher Kick durch Vielzahl an Fans

SOEST ▪ Es war ein gewisser Frust zu befürchten. Eine Mannschaft startet als Meisterschaftsaspirant in die Saison, leistet sich einen Fehlstart mit drei Niederlagen in vier Spielen, rappelt sich auf, kämpft sich heran an das Verfolgerfeld der Spitzengruppe und bekommt gleich zum Start in die Rückrunde richtig was „auf die Mütze“. So geschehen den Oberliga-Handballern des Soester TV.

Doch die Schlüsselträger ließen sich keineswegs hängen, verarbeiteten den Frust über die Niederlage zum Start ins neue Jahr auf eine Art und Weise, die den Zuschauern in der Bördehalle so richtig Spaß machte. Gegen die HSG Menden-Lendringsen landeten die Schützlinge von Trainer Dirk Lohse einen Sieg, der in der Höhe gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn überaus verblüffend war.

Mannschaftskapitän Tobias Rückert, der persönlich als Kreisläufer wieder einmal alle Register zog, verwunderte diese Trotzreaktion nicht. „Die Stimmung war schon beim Training unter der Woche gut, auch wenn wir wussten, dass mit Dominik Krechel, Yannick Eckervogt und Nico Wunderlich gleich drei Spieler aus unserem Kader nicht zur Verfügung stehen würden.“

Einen zusätzlichen Kick gab es für ihn und seine Mannschaftskameraden, als sie schon beim Warmmachen eine halbe Stunde vor dem Spiel weitaus mehr Zuschauer auf den Rängen zählten als bei den allermeisten Heimspielen in der Hinrunde. Die Beendigung des Experiments, die Heimspiele samstags auszutragen, scheint sich schon nach dem ersten Sonntag-Spiel als richtige Maßnahme zu erweisen. So finden auch die Heimspiele gegen Jöllenbeck (13.2./18 Uhr), Hahlen (27.2./17 Uhr) und Schwitten (13.3./18 Uhr) jeweils sonntags statt.

„Sicher wäre es vom Rhythmus her besser, wenn wir samstags spielen würden, da auch die meisten Auswärtsspiele samstags sind“, so Rückert. „Doch für den Wochenendrhythmus des Soesters scheint der Sonntag-termin besser zu passen. Das ist doch ein guter Abschluss des Wochenendes, während samstags doch häufig private Feiern dem Besuch in der Handballhalle im Weg stehen“, so der Kapitän.

Unter diesen Voraussetzungen wurde die Partie gegen Menden fast zum Selbstläufer. „Es hat 15 Minuten alles funktioniert. Dann hatten wir eine Tiefschlafphase, die wir uns aber auch erlauben konnten. Denn danach haben wir besser gewechselt, so dass jeder seine Auszeiten hatte“, sprach Rückert den schnellen Weg zurück auf den Erfolgspfad an.

Diesen wollen die Schlüsselträger auch in den nächsten Wochen beschreiten, schließlich ist es für sie Motivation genug, noch den dritten Platz anzupeilen. „Jetzt wollen wir am Samstag in Gladbeck was holen“, hat Rückert den Blick schon auf die nächste Auswärtsaufgabe gerichtet. „Der VfL liegt uns“, denkt er auch daran, dass schon das Hinspiel gegen den aktuellen Tabellenführer gewonnen wurde.

Einige Fragezeichen

hinter künftigem Kader

Beim Blick über die Saison hinaus hegt der Kapitän die Hoffnung, dass die sich immer besser findende Mannschaft auch in der nächsten Spielzeit zusammenbleibt. Doch wisse er von vielen Fragezeichen, die nicht aus sportlichen Gründen zu setzen sind. Vielmehr wollen einige Spieler im Sommer ein Studium aufnehmen, wissen aber noch nicht wo. „Wenn alle in Dortmund, Münster oder Paderborn unterkommen, wäre es optimal“, so Rückerts Wunschvorstellung. Dabei weiß er als angehender Grundschullehrer auch noch nicht, wohin ihn das anstehende Referendariat verschlagen wird. ▪ dw

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