Handball Oberliga Westfalen

STV zeigt „sehr reife Leistung“ beim 29:23-Sieg gegen HSV Hemer

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Einen tollen Tag erwischte Axel Loer beim Kirmes-Heimsieg gegen den HSV Hemer. Er erzielte neun Tore für den STV beim 29:23-Heimerfolg.

Soest - Das Kirmeswochenende bleibt ein gutes Heimspieldatum für die Oberliga-Handballer des STV. Der Soester TV schlug am Sonntagabend den bisherigen Tabellendritten HSV Hemer mit 29:23 (13:12) – und zeigte dabei ein richtig starke Vorstellung.

„Das war ein sehr, sehr ordentliche und reife Leistung von uns“, lobte Soests Trainer Dirk Lohse sein Team, ordenete Ergebnis und Leistung auch direkt ein: „Das war ein wichtiger Erfolg für uns, gerade zu Hause.“ Zum einen baute der STV die Heimbilanz auf vier Siege in vier Spielen aus, zum anderen verbesserten sich die Soester auf den fünften Platz, ließen nun im dicht gedrängten Mittelfeld auch den HSV hinter sich.

Als Schlüssel für den verdienten Erfolg sah Lohse die „klasse Abwehr“, aber auch die Tatsache, dass sein Team sich durch einige wilde Aktionen der Gäste nicht anstecken ließ. Zudem erwischte Axel Loer einen Sahnetag, arbeitete toll im Innenblock und traf insgesamt neunmal. Zusammen mit seinem Bruder Max, der „vom Punkt“ wieder einmal eine 100-Prozent-Quote hatte, erzielte er 16 der 29 Soester Tore.

Axel Loer war es auch, der die Soester in der Anfangsphase gegen die kräftig zupackende 6:0-Deckung der Gäste im Spiel hielt. Er erzielte alle vier Soester Tore bis zum Zwischenstand von 4:6 (14.); beim vierten Tor räumte ihn Hemers Sideri zudem rotwürdig ab. Fälschlicherweise sah Lukas Rosenbaum dafür „Rot“. Minuten davor war das erste Mal Pfeffer im Spiel, als Lars Henkels Max Loer wie ein Rammbock umrannte (10.). Dafür hatte es nur „Gelb“ gegeben, aber aus einem Derby war ein Kampf geworden.

Soest hinkte dem Zwei-Tore-Rückstand zunächst aber noch hinterher. Erst beim 9:9 durch Schnorfeil per Gegenstoß gelang der erste Ausgleich seit dem 2:2 (25.). Soest war im Aufwind – und Max Loer holte mit der Pausensirene durch ein Tor von Rechtsaußen durch die Beine des Keepers die Führung zurück.

Nach Wiederbeginn legte Soest direkt das 14:12 durch Leon Wolff vor, der von Linksaußen nun gut in Szene gesetzt wurde – und traf. Beim 15:12 durch Max Loer waren es sogar schon drei Tore, doch Hemer kam noch einmal zurück.

Handball Oberliga: Soester TV - HSV Hemer 29:23 

Lohse reagierte, schickte in der zweiten Hälfte vermehrt sieben Feldspieler in den Angriff und brachte ab der 40. Minute Leon Grabenstein – die Leihgabe der A-Jugend von GWD Minden – im Tor. Das zahlte sich mehr und mehr aus, denn Grabenstein kassierte bis zum Spielende nur fünf Gegentore. Bis zum 21:21 blieb Hemer jedoch dran, überstand danach sogar eine doppelte Unterzahl relativ unbeschadet.

Doch dann legte wieder Axel Loer im Rückraum los. Gut in Szene gesetzt, erhöhte er mit einem Doppelschlag von 23:22 auf 25:22 (50.). Wieder setzte es zwei Zeitstrafen für die Gäste innerhalb von Sekunden. Zweimal traf Schönle vom Kreis – 27:22 (53.). Das Spiel war gelaufen, Hemer brachte auch eine eigene doppelte Überzahl und eine Manndeckung für die Loer-Brüder nichts mehr.

Statistik

Tabelle

Soester TV: Muhr (1.-40.), Grabenstein (40.-60.); Gran (n.e.), Schnorfeil (2), Wolff (4), A. Loer (9), Vukoja (3), Schönle (4), Haake, Bekel, M. Loer (7/4), Franke, Zülsdorf, Picht.

HSV Hemer: Spiller, Müller; Voigt, Henkels (3), C. Klein (2), Sideri (1), Becker, M. Klein (3), Mrcela (3), Frentzel (6), Schetters (5/1), Rosenbaum, Frenzel.

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