Soester TV weiter neben der Spur - 26:31 in Gladbeck

Soest schneller Linksaußen Leon Wolff zeigte eine engagierte Leistung, hatte bei einigen Abschlüssen aber auch nicht das nötige Glück.
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Soest schneller Linksaußen Leon Wolff zeigte eine engagierte Leistung, hatte bei einigen Abschlüssen aber auch nicht das nötige Glück.

Gladbeck - Das war wieder nichts, zumindest nicht viel. Mit einer viel zu hohen Fehlerquote im Angriff und einer nicht immer sattelfesten Abwehr verlor der Soester TV auch sein erstes Auswärtsspiel. Beim VfL Gladbeck setzte es eine 26:31 (11:16)-Niederlage.

Das vermeintliche „Topspiel“ der beiden ehemaligen Drittligisten hatte zwar einiges, was es für ein solches qualifizieren könnte – wie Spannung, Dramatik, Aufholjagden und tollen Toren. Aber der Blick auf die Tabelle nach zwei Spieltagen entspricht auch dem Leistungsniveau: Gladbeck thront nach zwei Siegen ganz oben, Soest nach zwei Niederlagen (fast) ganz unten.

Zu unbeständig präsentierte sich der Soester TV beim Auftritt in Gladbeck. Zwar war der Auftritt schon etwas besser als bei der Heimniederlage gegen Altenhagen-Heepen, doch war der Gegner auch ein anderer. „Gladbeck hat einige Situationen dynamischer und kräftiger gelöst als wir. Wir haben dagegen wieder zu viele Fehler produziert. Auch heute geht die Niederlage in Ordnung“, meinte Dirk Lohse, der Trainer der Soester. Ihm missfiel, dass zu viel im Spiel noch nicht rund lief.

Denn augenscheinlich braucht der STV wohl noch ein paar Wochen, um über 60 Minuten das abzurufen, was er in einigen Phase andeutete. Gerade in der ersten Viertelstunde stotterte der STV-Motor nämlich erheblich in Offensive und Defensive. Die Soester 6:0-Deckung war noch zu löchrig, konnte dem wurfgewaltigen Rückraum um Torben Mollenhauer und Dustin Dalian nicht entscheidend in Bedrängnis bringen, auch das Kreisspiel über Janus funktionierte beim VfL gut. Wenn denn mal Lichtenegger parierte oder der Ball so gewonnen wurde, versuchte sich der STV zu häufig vergeblich im Tempospiel. Gleich einige unglückliche Versuche scheiterten: entweder durch selbst verschuldete Ballverluste oder an Torwart Büttner. Und im gebundenen Spiel lag die Quote zunächst sogar noch unter der des ersten Heimspiels, wegen Büttner oder weil das Tor verfehlt wurde.

Schon nach zwölf Minuten lagen die Gastgeber erstmals deutlich vorne (7:3). Erst jetzt folgte eine gute Phase der Soester, weil die Abwehr stand und das Tempospiel klappte. Und auch weil Axel Loer auf Halblinks plötzlich treffsicher war. Soest verkürzte von 9:4 auf 10:7, um dann wieder abreißen lassen zu müssen. Über 12:7 marschierte Gladbeck zum 16:11-Halbzeitstand.

Mut für die kommenden Wochen dürfte aber die gute Viertelstunde nach der Pause machen. Muhr, der Lichtenegger ablöste, hielt gut, die Abwehr bewegte sich besser – und auch die Abläufe in erster und zweiter Welle sowie im gebundenen Spiel passten. Einen Sechs-Tore-Rückstand (18:12, 33.) verkürzte Soest innerhalb von zehn Minuten auf ein Tor (21:20, 43.), hatte mehrfach in Überzahl die Chance zum Ausgleich: Doch kassierte Max Loer ein Stürmerfoul gegen sich, Voss-Fels scheiterte an Schneider, ebenso Schönle vom Kreis nach Gran-Anspiel.

Handball Oberliga: VfL Gladbeck - Soester TV 31:26

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Gladbeck hätte sich nicht beschweren können, wenn Soest das Spiel gedreht hätte. Aber der wankende VfL schlug aus den Soester Fehlern Kapital, erhöhte nach einer Strafzeit gegen Vukoja selbst in Überzahl spielend wieder auf vier Tore (24:20).

Es war noch immer eine gute Viertelstunde zu spielen, doch schien die verpasste Chance auf den Ausgleich die Soester verkrampfen zu lassen. Ein guter Schneider im Gladbecker Tor und teilweise überhastete Abschlüsse aus ungünstigen Situationen der Soester: Gladbeck hatte das Spiel wieder im Griff, ließ sich auch nicht mehr von einer ganz offensiven Soester Abwehr oder dem Spiel mit sieben Feldspielern aus der Ruhe bringen.

Statistik

VfL Gladbeck: Büttner, Schneider; Pfänder (1), Sankalla (6), Steinbach, Kramer, Kunze (3), Enders (1), Mollenhauer (5/2), Bach (3), Dalian (4), Giesbert, Tolstych (3), Janus (5/1).

Soester TV: Muhr, Lichtenegger; Gran, Schnorfeil (3), Wolff (2), Brauckmann (1), A. Loer (6), Picht (2), Vukoja, Schönle (2), Haake, R. Bekel, K. Voss-Fels (4), M. Loer (6/3).

Spielfilm: 0:1 (1.), 5:3 (9.), 7:3 (14.), 9:4 (16.), 10:5 (18.), 10:7 (20.), 12:7 (22.), 14:9 (26.), 16:11 (30.) – 18:12 (33.), 19:13 (35.), 19:16 (37.), 21:17 (40.), 21:20 (43.), 24:20 (50.), 27:22 (53.), 30:24 (57.), 31:26 (60.).

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