Volleyball

STV-Volleyballer gehen in die Grundschulen

Bieten ein professionelles Schnuppertraining an Schulen an: Jan Grobfeldt, Jasmin Mahieu und Anette Seibel. 

Soest – Ausreichend Nachwuchs ist für einen Verein überlebenswichtig. Doch wie interessiert man Kinder für eine Sportart, die in den Schulen eher wenig stattfindet? Die Volleyballe des Soester TV möchte junge Talente früh abholen und geht deswegen auf Schnuppertrainingstour durch die Grundschulen.

 „Unsere Aufgabe ist es, den Kindern die Sportart näher zu bringen“, erklärt Anette Seibel, die gemeinsam mit der erfahrenen Spielerin Jasmin Mahieu die Soester Grundschulen besucht. „Dabei setzen wir im Alter von acht bis zehn Jahren an, damit die Kinder ein wenig eher in die Sportart einsteigen können. Volleyball ist ja auch etwas komplexer als andere Sportarten.“ Dabei schauen die beiden auch, welche Kinder begabt sind. „Wir wollen die Kinder, die in unserer Sportart talentiert sind, frühzeitig in den Verein holen“, so Seibel, die für den Soester TV den Nachwuchs trainiert. 

Spielerischer Einstieg in den Sport

 Damit der Einstieg in den Sport spielerisch gelingt, nutzen sie verschiedene Materialien und Übungsgeräte, wie Wasserbälle, leichte und normale Volleybälle. „Sie sollen einfach Spaß an der Bewegung haben. Wir werden dabei aber schon beobachten, ob die Kinder technische Veranlagungen besitzen“, so Seibel. Der 2. Vorsitzende der STV-Volleyballabteilung, Jan Grobfeldt, hat bereits für den Westdeutschen Volleyball-Verband gearbeitet und die Jugendbetreuung organisiert. Er weiß, wie man Kinder für den Sport begeistern kann. „Daher hatten wir die Idee, keine AG mehr anzubieten, sondern ein Schnuppertraining. Bei einer AG sagen manche Eltern, die Kinder müssten nicht in den Verein, Volleyball findet in der Schule statt. Dem wollen wir entgegentreten. Dazu stellen wir verschiedene Materialien, bieten viel Bewegung und Spiel.“ Anschließend haben sie die Chance, in den Verein zum Schnuppertraining zu kommen. Jede Klasse wird in zwei Doppelstunden besucht, hat also drei Zeitstunden zum Kennenlernen zur Verfügung. Anett Seibel und Jasmin Mahieu haben viel Erfahrung und wissen, wie man den komplexen Volleyballsport für Jüngere herunterbricht. 

Konzept wurde beim Sportkarussell erprobt

 Das Konzept wurde im vergangenen Jahr während des Sportkarussells erprobt. „Die Kinder hatten Spaß ohne Ende“, so Seibel. „Wir wollen mit den Kindern erarbeiten, was Volleyball bedeutet, womit gespielt wird und warum damit gespielt wird. Dazu nutzen wir verschiedene Spiele, die viel mit Bewegung und Richtungswechseln zu tun haben. Das setzen wir in Verbindung mit unserem Sport, auch wenn die Übungen auf dem ersten Blick noch nichts mit Volleyball zu tun haben.“ Die unterschiedlichen Materialien unterstützen diesen Gewöhnungseffekt. So würden Kinder instinktiv einen Wasserball wie einen Volleyball spielen. „Der Ball fliegt sehr langsam. Um den Ball in Bewegung zu halten, haben die Kinder schon die Arme über dem Kopf und machen es automatisch. Sie merken dabei gar nicht, dass sie schon Volleyballübungen machen“, so Seibel. Nach den vier Doppelstunden erhalten die Kinder ein Schreiben, dass ihre Eltern über die Trainingsangebote des STV informiert. Kinder, die sich für Volleyball interessieren, sind dienstags von 17 bis 18.30 in der kleinen Halle des Archigymnasiums willkommen.

Weitere Informationen bei Jan Grobfeldt unter 0151/12352199.

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