Eishockey Regionalliga West

Soester EG verliert beim Schlusslicht Dinslakener Kobras

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Ernst Reschetnikow erzielte ein Tor für die SEG bei der 4:6-Niederlage in Dinslaken.

Dinslaken - Ärgerliche Niederlage für die Soester EG in der Regionalliga am Freitag bei Schlusslicht Dinslaken, das beim 6:4 (2:2, 3:0, 1:2) den ersten Saisonsieg feierte. Dabei war die SEG eigentlich nicht wirklich schlechter, die Kobras nutzten nur die Soester Schwächen gut aus.

Dieter Brüggemann hatte es irgendwo kommen sehen. Schon die letzten Auftritte der Kobras waren gut gewesen, nur stimmten die Ergebnisse nicht. Dass dem Schlusslicht nun ausgerechnet gegen Brüggemanns Bördeindianer von der Soester EG der erste Sieg gelingen würde, passte dem SEG-Übungsleiter naturgemäß nicht. "Ärgerlich ist, dass wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht haben und die bessere Mannschaft waren. Wir hatten mehr Scheibenbesitz, mehr Schüsse. Aber das ist nicht das entscheidende", so Brüggemann, dessen Team es dem Gegner viel zu einfach machte.

Dinslaken nutzte die Soester Schwächen nämlich eiskalt aus. Zum einen funktionierte des Power-Play-Spiel der Gäste nicht - daraus resultierte unter anderem das 2:2, das die Gastgeber kurz vor Ende des ersten Abschnitts in Unterzahl erzielten und die bis dahin durch Tore von Tambosi und Reschetnikow verdient führenden Soester um die Pausenführung brachte.

Zum anderen verstanden es die Soester nicht so recht, gegen eine zurückgezogen stehende, mauernde und auf Konter setzende Mannschaft, das Spiel zu gestalten. Anstatt in die Ecken zu gehen, das Spiel in Bewegung zu bringen, versuchten es die Soester mit der Brechstange. "Wir wollten mit dem Kopf durch die Wand. Gerade das zweite Drittel haben wir verpennt, fingen uns da drei Kontertore", berichtet Brüggemann.

Im letzten Abschnitt war Soest wieder besser im Spiel, fing sich aber zunächst sogar noch das sechste Tor in Unterzahl. Erst in den Schlussminuten trafen die Soester dann auch wieder selbst, Hilgenberg und Tambosi verkürzten auf 4:6. Mehr war trotz sechstem Feldspieler (und leerem Tor) in den letzten Minuten nicht drin.

"Wir müssen aus diesem Spiel lernen. Es war klar, dass wir mit den drei anderen Mannschaften von unten auf Augenhöhe sind und mit ihnen um die drei freien Plätze kämpfen", so Brüggemann. Der Kampf ist durch den ersten Sieg der Kobras nun wieder spannender geworden.

Die Soester haben am Sonntag gegen Herford die Gelegenheit zur Wiedergutmachung und auf Bonuspunkte. Denn der HEV tritt als haushoher Favorit in Soest an; spätestens nach dem 7:5-Erfolg von Freitag bei Spitzenreiter Ratingen. "Wir müssen dagegen vielleicht auch einfach mal einfacher spielen. Und wir werden wieder alles geben. Auch wenn die gut drauf sind, müssen ja erst einmal 60 Minuten gespielt werden. Von vorneherein hat man ja nicht verloren", gibt sich Brüggemann kämpferisch

Soester EG: Fleischer, Nickel; Ross, Mörschler, Klinge, Themm, Hilgenberg; Sedivy, Juricek, Tambosi, Reschetniko, Polter, Berger, Furda, Peschke, Cicigin.

Tore: 1:0 Plichta (5.), 1:1 Tambosi (5.), 1:2 Reschetnikow (18.), 2:2 Wilson (19.), 3:2 Plichta (23.), 4:2 Brinkmann (34.), 5:2 Linda (38.), 6:2 Dreyer (47.), 6:3 Hilgenberg (54.), 6:4 Tambosi (60.).

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