Erleichterung beim Soester TV nach Sieg zum Jahresabschluss

Die Deckung entwickelt sich zum Prunkstück des STV. Hier packen Max (links) und Axel Loer zu.
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Die Deckung entwickelt sich zum Prunkstück des STV. Hier packen Max (links) und Axel Loer zu.

Soest - Was für eine Erleichterung: Die Soester schrieen sie nach dem 30:24-Heimsieg in ihrem letzten Oberliga-Spiel des Jahres förmlich heraus.

Was in den elf Saisonspielen zuvor nicht oder zu wenig gelungen war, klappte beim Jahresabschluss: Der STV belohnte sich und die Zuschauer für die Geduld der vergangenen Monate mit der besten Saisonleistung und zwei Punkten beim 30:24 gegen den hoch gehandelten Nachbarn HTV Sundwig-Westig.

Ein Erfolg zur rechten Zeit. „Wir haben gegen einen starken Gegner in einem Derby richtig gut gespielt. Wir wollten auch alle unbedingt gewinnen – und das hat man auch gemerkt“, sagte STV-Kapitän Max Loer im Rückblick auf das Spiel. Auch er schrie die Erleichterung in den Schlusssekunden heraus – wie in der Samstagausgabe des Anzeiger zu sehen war. Denn nach einer bislang durchwachsenen Saison tat dieser Sieg zum Jahresende der STV-Seele richtig gut. „Wir haben zuletzt im Training so viel investiert, so hart gearbeitet.“ Jetzt habe sich die Mannschaft belohnt: „Wir haben gezeigt, dass wir es können, man konnte sehen, dass unser Spiel funktioniert.“ Stimmten in den vergangenen Wochen die Leistungen mehr und mehr, passten die Ergebnisse aber noch nicht. Und noch viel wichtiger: „Wir haben in der entscheidenden Phase die Ruhe bewahrt, uns aber insgesamt auch wenig Fehler geleistet.“ Ähnlich knappe Spiele haben die Soester in dieser Spielzeit auch schon abgegeben.

Diesmal jedoch nicht. Der STV spielte gut, gönnte sich nur einen kurzen Durchhänger und kämpfte. Der Funken sprang auf die Zuschauer über und die peitschten die Lohse-Sieben bei der Aufholjagd an. „Für die Zuschauer war es auch mal wieder schön, es war ja erst unser zweiter Heimsieg in dieser Saison. Und auch wir gehen mit einem positiven Gefühl in die Pause.“

Insbesondere die Abwehr entwickelt sich derzeit zur Waffe für die „Schlüsselträger“. Die stand schon beim Sieg in Hagen und in Augustdorf gut. Gegen Sundwig-Westig war sie der Schlüssel zum Erfolg. „Was wir in der Abwehr gespielt haben, war sensationell, mit einem tollen Torwart (Veit Lichtenegger; Anm. d. Red.) dahinter“, meinte Loer bezogen auf die erste Hälfte, als die Gäste gegen die aggressive und bewegliche 6:0-Deckung fast neun Minuten bis zum ersten Feldtor brauchten. Und auch die offensivere Variante nach der Pause funktionierte: „Wir haben trotzdem gegen diese individuell starke Mannschaft nur 24 Tore kassiert. Das war schon richtig gut von uns“, so Loer.

Ein wenig können die Soester die Beine nun über die Feiertage hochlegen, der Spielplan sieht das nächste Spiel erst am 15. Januar beim Spitzenteam in Spenge vor. Danach beginnt die Rückrunde auswärts bei Altenhagen-Heepen (22.1.) und gegen den VfL Gladbeck (30.1.); gegen die letztgenannten Teams verlor der STV zum Saisonstart unglücklich. „Das wird ein hartes Programm zum Jahresstart. Daher kommt die Pause nach den intensiven Wochen nicht ungelegen“, ist sich Loer sicher – und um so schöner ist es, dass er mit seiner Mannschaft relativ entspannt in die Spiele gehen kann.

Für ganz oben wird es sicherlich nicht mehr reichen – und zur Abstiegszone hat der STV jetzt immerhin ein kleines (Punkte-) Polster. Weihnachts-Polster auf den Hüften sollten bis Anfang Januar schnell wieder verschwunden sein.

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