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Soester TV lässt Siegesserie locker aussehen

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Von: Michael Rusche

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Gegen die starke Abwehr des Soester TV, hier Axel Loer und Jan Ole Zülsdorf, fiel der HSG Gevelsberg-Silschede nicht viel ein.
Gegen die starke Abwehr des Soester TV, hier Axel Loer und Jan Ole Zülsdorf, fiel der HSG Gevelsberg-Silschede nicht viel ein. © Rusche

Gevelsberg - Locker das Spiel bei der HSG Gevelsberg-Silschede angehen, nach vier Siegen in Folge? Das kam für Trainer Dirk Lohse und die Oberliga-Handballer des Soester TV nicht infrage. „Das Mittelfeld ist eng beisammen. Wenn wir heute verlieren, rutschen wir wieder unten rein“, sagte Lohse vor dem Spiel – und entsprechend gingen seine Spieler auch beim unerwartet klaren Auswärtssieg zur Sache.

20:16 Punkte haben die Schlüsselträger nun zu Buche stehen nach dem fünften Sieg in Folge. Die letzten beiden Mannschaften steigen aus der Oberliga ab, der Vorletzte, der OSC Dortmund, hat im Moment sieben Pluspunkte, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert. Mit mehr Absteigern ist nur zu rechnen, wenn aus der 3. Liga West drei Teams aus Westfalen absteigen würden – im Moment äußerst unwahrscheinlich. So können die STVler am kommenden Wochenende beruhigt Karneval feiern, ehe es am 5. März mit einem Heimspiel gegen die SG Hamm II weitergeht.

„Die Pause ist nötig und wir haben sie uns auch verdient“, meinte Lohse nach dem Sieg in Gevelsberg. Die Soester Handballer haben zuletzt erfolgreich extrem viel investiert, arbeiteten auch am Samstag in Gevelsberg enorm in der Abwehr. Da lobte der Trainer neben Robin Bekel vor allem Fabian Schnorfeil, die in ihren Rollen am meisten unterwegs waren, den Gevelsberger Angriff sehr gut störten. Aber auch Youngster Jan Ole Zülsdorf verdiente sich ein Lob des Coaches. Der musste im Innenblock neben Axel Loer arbeiten, da Julian Vukoja nach einem Sturz auf den Kopf unter einer Platzwunde und mutmaßlich auch Gehirnerschütterung litt. „Gut zu sehen, dass es auch läuft, wenn ein Vukoja verletzt ist“, freute sich Lohse.

Und er freute sich, dass es seiner Mannschaft mit dem überaus engagierten Auftritt gelungen war, das Gevelsberger Publikum weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. „Das war unser Ziel. Wenn es ein enges Spiel wird, steht die Halle wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft“, sagte Lohse nach dem Spiel. Aber da Gevelsberg gegen die Super-Abwehr der Soester offensiv nicht viel einfiel, war es eben ein sehr klares Spiel fast von Anfang an. Nach nicht einmal zehn Minuten lagen die Soester schließlich schon mit drei Toren vorne – anschließend wuchs der Vorsprung kontinuierlich an.

Großen Anteil daran hatte Anton Schönle, der früh ins Spiel kam und nach knapp 20 Minuten für die erste Acht-Tore-Führung seiner Mannschaft sorgte. Insgesamt zehn Tore gingen auf das Konto des Kreisläufers, der mit einem explosiven Antritt, den man ihm gar nicht zutraut, auch aus dem Rückraum kommend traf. Beeindruckend zudem seine Fang- und Wurfkünste am Kreis. Auch wenn drei, vier Gegenspieler um ihn herumstanden, immer wieder erwischte er die Kugel und setzte sich durch, erzielte fast ein Drittel der Soester Tore. Das sah dann teilweise wirklich locker aus.

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