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Freudentanz nach Abstiegskrampf: STV jubelt nach 28:25 bei Hagen II

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Von: Thomas Müller

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Robin Bekel (links) war wieder einmal mit viel Einsatz für den Soester TV am Start, erzielte auch drei Tore. Einmal schoss er jedoch über das Ziel hinaus und sah für ein Foulspiel „Rot“.
Robin Bekel (links) war wieder einmal mit viel Einsatz für den Soester TV am Start, erzielte auch drei Tore. Einmal schoss er jedoch über das Ziel hinaus und sah für ein Foulspiel „Rot“. © Müller

Hagen - Die Erleichterung im Lager des Soester TV war nicht zu übersehen: Abklatschen, Lachen, Freudentanz. Mit einem ganz wichtigen 28:25 (13:13)-Erfolg in Hagen hat sich der STV mit dem dritten Saisonsieg Luft im Abstiegskampf verschafft. Der Sieg beim Schlusslicht verhinderte den Absturz ganz tief in den Keller.

Das Duell mit Hagens Reserve hatte einiges, was so einen echten „Abstiegskrampf“ ausmachte: Zwei motivierte, aber häufig auch nervöse Mannschaften, Führungswechsel, verspielte Führungen, rote Karten wegen groben Foulspiels (für Hagens Bardischewski 35. und Soests Bekel 38.) – und leider auch zwei nervöse Schiedsrichter, die mit einigen Entscheidungen für zusätzlichen Zündstoff in der Halle Mittelstadt sorgten.

So kassierte STV-Kapitän Max Loer knapp vier Minuten vor dem Ende seine dritte Zeitstrafe – zum dritten Mal wegen einer vermeintlichen Schwalbe, während der Soester mit seiner Geste eigentlich auf ein Stürmerfoul hinweisen wollte. Da stand es noch 23:24 und das Spiel ein weiteres Mal auf der Kippe. Doch der STV-Kapitän sah von der Tribüne aus, wie seine Teamkollegen nun endgültig das Spiel entschieden, wenn auch mit Ach und Krach.

Knutzen gelingt aber noch der Ausgleich (24:24) und es wird noch einmal hektisch. Yannick Nöh, der nach überstandener Schulterverletzung erstmals für den STV aufläuft und sich als gute Alternative für den Rückraum präsentiert, zielt am Hagener Tor vorbei. Knutzen dann aber auch am Soester. Kim Voss-Fels, mit sechs Treffern ein weiteres Mal bester STV-Feldtorschütze, nagelt den Ball auch noch einmal in den Hagener Block – doch bleibt Soest per Einwurf im Ballbesitz. Dann macht es Voss-Fels besser – 24:25. Eintracht-Kreisläufer Trost gleicht noch einmal aus – aber zum letzten Mal. 

Denn wieder kommt Voss-Fels zum Abschluss, nagelt den Ball über den in der Schlussviertelstunde im Hagener Tor stehenden und stark haltenden Minzlaff unter die Latte – 25:26. Die offensive Soester Abwehr beschert einen Ballgewinn durch Gran, der schickt Schnorfeil auf die Reise – 25:27 (59.). Das ist es aber immer noch nicht – doch ist auf Birk Muhr Verlass. Der STV-Keeper macht ohnehin ein richtig starkes Spiel, hält jetzt noch einen Wurf von Knutzen aus dem Rückraum, anschließend einen Gegenstoß von Wilhelm. Das ist die Entscheidung. Für den Schlusspunkt sorgt schließlich Jannis Falkenberg. Der 17-Jährige läuft erstmals für den STV in der Oberliga-Mannschaft auf und versenkt in der Schlusssekunde einen Siebenmeter zum Endstand.

„Für Jannis Falkenberg und Yannick Nöh freut es mich heute besonders. Für beide war es das erste Spiel und sie haben es gut gemacht“, lobte Soests Trainer Dirk Lohse seine zwei Debütanten, die sich als Gewinn für den STV in dem so wichtigen Spiel entpuppten. Der Sieg sorgte auch für Erleichterung bei Lohse: „So ein Ding ist schon wichtig. Wenn es schlecht läuft, kann das auch anders herum ausgehen.“

Denn souverän war der Auftritt des STV insgesamt gesehen auch wieder nicht. Zwar gehörte den Soestern klar die Anfangsphase mit einer guten offensiven Abwehr und viel Zug und Tempo nach vorne. Aber nach gutem Start (6:3) und einer viel zu knappen 7:5-Führung nach gut zehn Minuten traf Soest zehn Minuten lang gar nicht mehr, lag nach 20 Minuten plötzlich mit zwei Toren hinten (9:7). Der Soester Krampf löste sich glücklicherweise aber wieder – bis zur Pause war die Partie wieder völlig offen (13:13).

Statistik

Eintr. Hagen II: Minzlaff, Walter; Schlotmann, Wilhelm (6/4), Gurol, Oberste (1), Koshold, Knutzen (4), Vesper, Trost (3), Bardischewski (1), Kowalski (1), Kerssenfischer (6), Kraus (3).

Soester TV: Muhr (1.-60.), Lichtenegger; Gran, Schnorfeil (3), Brauckmann, A. Loer, Picht (3), Schönle (4), Haake, R. Bekel (3), K. Voss-Fels (6), M. Loer (6/2), Falkenberg (1/1), Nöh (2).

Spielfilm: 3:6 (7.), 5:7 (10.), 9:7 (20.), 9:10 (22.), 13:13 (30.) – 13:15 (33.), 15:15 (34.), 15:17 (36.), 17:19 (41.), 19:20 (47.), 21:22 (52.), 23:23 (55.), 24:24 (56.), 25:25 (58.), 25:28.

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