Eishockey Regionalliga West

Historischer Erfolg in Herford: SEG schafft Überraschung

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Ernst Reschetnikow traf nach Polters frühem 0:1 noch in der ersten Minuten zum zweiten Mal für Soest in Herford.

Herford - Wer war da Spitzenreiter und wer der Außenseiter? Die Soester EG hat am Freitagabend überraschend zwei Punkte beim Tabellenführer der Regionalliga West entführt - und schaffte mit dem 3:2 nach Penalty-Schießen beim Herforder EV Historisches.

Zum ersten Mal überhaupt gewann eine Mannschaft der Soester EG in Herford. „Das wusste ich gar nicht, aber es freut mich umso mehr“, jubelte Coach Dieter Brüggemann. Und verteilte ein dickes Lob an seinen (wieder einmal) kleinen Kader: „Wir spielen im Moment einfach gut. Diesmal hat auch die gesamte Mannschaft wieder perfekt gearbeitet.“ Ein Spieler stach dabei heraus: Goalie Marvin Nickel erhielt ein Sonderlob vom Trainer, machte er doch die ein oder andere Chance, die die Herforder in 65 Minuten Eiszeit mehr hatten als die SEG, zunichte.

Und auch im Penalty-Schießen machte Nickel den Unterschied. Dort sah es nämlich erst gar nicht gut aus, denn Berezovs‘kij traf für Herford und Reschetnikow vergab für Soest. Doch danach hielt SEG-Keeper gegen Reed und Hutt; und für Soest trafen Igor Furda und Martin Juricek. Übrigens eine weitere historische Leistung: Zuvor war unter Brüggemann in eineinhalb Saisons kein einziges Tor im Penalty-Schießen geglückt.

Dass es nur zwei Punkte sind, war auch zu verschmerzen. Denn zum einen können Brüggemann und Co. diese als „Bonuspunkte“ verbuchen, zum anderen hätte die Partie nach einer Blitz-2:0-Führung der Soester auch noch gut kippen können. Zunächst einmal aber schockte die SEG die favorisierten Gastgeber. Der Tabellenführer war noch gar nicht richtig auf dem Eis, da lag Soest schon mit zwei Toren vorne: Marc Polter traf nach 35 Sekunden zum 0:1, Furda und Hilgenberg hatten die Vorarbeit geleistet. Kaum war die Scheibe wieder im Spiel, holte die SEG sich diese zurück. Sedivy und Klinge leiteten ein, Ernst Reschetnikow vollstreckte – 0:2 nach 47 Sekunden.

„Wir haben anschließend natürlich auch ein wenig Glück gehabt, 64 Minuten auch kein Tor mehr geschossen. Aber das Glück haben wir uns mit einer tollen Leistung erarbeitet“, so Brüggemann, der mehrfach die „perfekte Teamleistung“ hervorhob.

Nach dem 0:2 waren auch die Gastgeber wach. Die brauchten aber eine gute Viertelstunde, bis sie etwas Zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Brinkmann traf in der 15. Minute zum 1:2.

Soest verteidigte weiter diszipliniert, leistete sich im gesamten Spiel nur eine Strafe; Ross' Zeit auf der Strafbank im ersten Viertel überstand Soest aber unbeschadet. Auch diese Entwickelung wertet Brüggemann als Erfolg: „Wir hatten zuletzt zu viele Zeitstrafen kassiert, haben das diesmal viel besser gemacht.“ Im zweiten Abschnitt kam Herford dann nicht unverdient zum Ausgleich, als Ross Reed traf (29.), doch mehr wollte dem HEV am Freitagabend auch nicht gelingen. So ging es schließlich in die torlose Overtime und letztendlich ins Penaltyschießen, in dem die SEG das bessere Ende für sich hatte.

Statistik

Tabelle Soester EG: Fleischer, Nickel; Ross, Klinge, Themm, Hilgenberg; Mörschler, Juricek, Tambosi, Reschetnikow, Polter, Furda, Sedivy, Peschke, Cicigin. Tore: 0:1 Polter (1.), 0:2 Reschetnikow (1.), 1:2 Brinkmann (15.), 2:2 Reed (29.). Penalty-Schießen: Berezovs‘kij für Herford / Furda und Juricek für Soest.

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