Bescheidene Hinrundenbilanz – Soester TV fehlt die Konstanz

Kim Voss-Fels und Kreisläufer Anton Schönle waren mit jeweils sechs Treffern beste Torschützen in Spenge.
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Kim Voss-Fels und Kreisläufer Anton Schönle waren mit jeweils sechs Treffern beste Torschützen in Spenge.

Soest - Platz zehn nach der Hinrunde – die Bilanz für die Oberliga-Saison fällt für den Soester TV bislang nicht sonderlich positiv aus.

10:16 Punkte sind sicherlich weniger, als sich Spieler, Verantwortliche und Zuschauer vor der Saison erhofft hatten. Zwar liegt die Mannschaft fünf Punkte vor dem Vorletzten Dortmund und sechs vor Schlusslicht Hagen II. Doch ist auch Platz zwölf bei zwei oder mehr westfälischen Absteigern aus der 3. Liga ein Abstiegsplatz. Und dort rangiert die HSG Gevelsberg-Silschede, die genauso viele Punkte hat wie der Soester TV auf Platz zehn und die SG Hamm II auf Platz elf, die während der WM-Pause mit einigen Spielern aus dem Zweitliga-Kader mit 15 Toren Unterschied in Gevelsberg gewonnen hat (38:23). Aktuell sieht es aber eher nach einem westfälischen Absteiger „von oben“ aus, so dass die Soester erst einmal entspannt in die ausstehenden 13 Partien der Rückrunde gehen können, wo sie einiges besser machen können.

Die Heimbilanz von 6:6 Punkten bei nur zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen müsste dringend weiter aufpoliert werden. Auch auswärts tun sich die Soester schwer (4:10 Punkte). Es spricht allerdings einiges dafür, dass die Ausbeute in der Rückserie besser ausfallen könnte, denn nicht nur die jüngst guten Auftritte gegen Sundwig-Westig (30:24) vor Weihnachten und über 50 Minuten bei Spitzenreiter Spenge (32:34) machen Mut.

Die Formkurve zeigt nach oben, die vielen knappen Spiele der Hinrunde, die in der engen Schlussphase meistens negativ für Soest liefen, könnten dann auch einmal positiv enden. Die Abwehr stabilisiert sich, das Umschaltspiel und die Gegenstöße wirken langsam effektiver und ohnehin macht das Angriffsspiel mehr Mut: „32 Tore in Spenge bedeuten Bestmarke für die bisherige Saison“, hat STV-Statistiker Klaus Fischer festgestellt. Allerdings geht auch etwas anderes aus seiner Buchführung hervor: „Es war die erste Niederlage in Spenge seit 2009. Seitdem gab es drei Siege und ein Remis.“ Diese kleine Serie endete – immerhin beim aktuellen Spitzenreiter, der sein zehntes Spiel in Folge ohne Niederlage bestritt – und das vor allem, weil der STV einen zehnminütigen Blackout vor der Pause hatte. Die zweite Hälfte in Spenge gewann der STV zwar mit 19:13 – allerdings gibt es für halbe Spiele beim Handball bekanntlich keine Punkte.

„Hatten vor der Pause keine Spannung mehr“

So bleibt für Trainer Dirk Lohse die Aufgabe, mehr Stabilität in die Mannschaft zu bekommen. „In der Phase vor der Pause verlieren wir völlig die Bindung zum Spiel, wir hatten keine Spannung mehr“, meinte Lohse, der seinem Team in dieser Phase kein Oberliga-Niveau bescheinigte.

In der zweiten Hälfte aber hatte der STV zumindest ein höheres Niveau als der Spitzenreiter der Oberliga. Um so ärgerlicher für die Soester, dass sie in den direkten Duellen mit den Spitzenteams gar nicht so weit weg waren. Nicht nur in Spenge waren sie in Reichweite, auch schon zu Saisonbeginn in Gladbeck war ein Sieg möglich. Das lässt doch hoffen – auch im Hinblick auf das kommende Spiel in Bielefeld beim TSG Altenhagen-Heepen, wo der STV zuletzt in der Saison 10/11 eine Niederlage kassierte (29:37).

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