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Soester TV fegt Nordhemmern beim 36:28-Sieg aus der Halle

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Von: Dirk Wilms

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Leon Wolff war mit elf Treffern der überragende Torschütze in den Reihen des Soester TV, verwandelte nahezu jeden der blitzschnell vorgetragenen Tempogegenstöße gegen Nordhemmern.
Leon Wolff war mit elf Treffern der überragende Torschütze in den Reihen des Soester TV, verwandelte nahezu jeden der blitzschnell vorgetragenen Tempogegenstöße gegen Nordhemmern. © Niggemeier

Soest - Das war den Schlüsselträgern in der Hinrunde nicht gelungen, 30 Tore in einem Spiel zu werfen. Im Rückrunden-Auftaktspiel aber war der Bann gebrochen. Gegen LIT Nordhemmern feierte der Soester TV einen 36:28-Sieg, der unterm Strich sogar noch höher hätte ausfallen können. Doch letztlich war die Freude groß nach den knappen Niederlagen in den beiden ersten Spielen dieses Jahres.

Die Gäste aus dem Nordost-Zipfel von Westfalen wurden von den Schützlingen von Trainer Dirk Lohse förmlich überrannt. Die Flügelzange mit Max Picht und Leon Wolff war so schnell, dass den „Litties“ Hören und Sehen verging. Kaum war ein Ball abgefangen oder neben dem Soester Tor, waren die beiden Soester Flügelflitzer schon weit vorn, der Gäste-Defensive enteilt, und setzten einen Treffer nach dem anderen.

Die hervorragende Abwehrarbeit mit einem gut aufgelegten Keeper Birk Muhr dahinter legte den Grundstein für dieses überzeugende Ergebnis. Dabei agierte der STV in eher ungewohnter 6:0-Formation, ließ in der Mitte mit Julian Vukoja und Benni Haake nur wenig anbrennen. Daneben hatten die Loer-Brüder mit ihrer Reichweite die LIT-Angreifer sehr oft im Griff.

Entsprechend zufrieden war Trainer Lohse nach den 60 Minuten: „Die Jungs haben nach den beiden unglücklichen Niederlagen richtig gebrannt. Wir waren von Anfang an hellwach, liefen eine schnelle erste Welle, hatten schnell den klaren Vorsprung. Da ist es verständlich, dass am Ende die Konzentration ein wenig verloren ging und ein noch höherer Sieg verpasst wurde.“

Seine Jungs machten Dampf von Anfang an mit Max Loer auf der Mitte zwischen Fabian Schnorfeil und Benni Haake. Letztgenannter schraubte sich ein ums andere Mal mit Tempo im Rückraum hoch und hatte mit seinen Würfen eine ausgezeichnete Quote. Das galt unterm Strich auch für das Gros seiner Mitspieler, die das Ziel zwar 22-mal verfehlten, doch immerhin eine Quote von über 60 Prozent aufwiesen.

Die Post ging richtig ab, als Max Loer bei Zeitspiel aus dem Stand und zweimal Leon Wolff aus einem 6:4 ein 9:4 machten. Nach einer Auszeit wechselte LIT zwar den Keeper, der Neue zeigte auch einige Paraden. Doch zur Pause führte Soest mit eben diesen fünf Toren Vorsprung.

Bis auf 24:15 zog der STV nach dem Seitenwechsel davon, hatte das Spiel voll und ganz im Griff, beim 28:18 waren es zehn Tore. Die schon zur Pause gestellte Prognose von Chefstatistiker Klaus Fischer, dass es erstmals in dieser Saison für 30 Tore reichen würde, bewahrheitete sich in der 53. Minute, als Benni Haake nach einem Freiwurf das 30:23 erzielte.

Treffer Nummer 35 setzte Max Loer zum 35:25 ins leere Tor, als die Gäste einmal mehr in Unterzahl ihren Torwart auf die Bank geholt hatten. Mit dieser Taktik erlitten sie ähnlich Schiffbruch wie die deutsche Nationalmannschaft gegen Spanien, denn Loers Treffer war nicht der erste ins leere Tor. Nach drei überflüssigen Gegentoren setzte Anton Schönle den Schlusspunkt.

LIT-Trainer Jan Hendrik Meyer erkannte an, dass der Soester Sieg verdient war: „Der STV hat schlau und clever gespielt, wir haben uns zu viele Fehler geleistet.“

Statistik

Tabelle

Soester TV: Muhr, Ihssen; Schnorfeil (2), Wolff (11), A. Loer (1), Vukoja (2), Schönle (3), Haake (7/1), Bekel, M. Loer (5/1), Franke, Picht (4).

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